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10 nützliche Praxis-Tipps für WinRAR

08.02.2011 | 12:33 Uhr

Defekte Archive retten, mehr Tempo durch Multithreading, eine neue Programmoptik – mit unseren Tipps schöpfen Sie die Funktionen von WinRAR voll aus.

Tipp 1: Mehr Geschwindigkeit dank Multithreading
 
Ab Winrar Version 3.90 kann der Benutzer unter dem Pfad "Optionen" > "Einstellungen" > "Allgemein" > "System" > "Multithreading aktivieren" einen deutlichen Leistungsgewinn auf 64-Bit-Systemen erhalten. Dazu muss das System über einen 64-Bit-Prozessor (CPU) und ein 64-Bit-Betriebssystem verfügen, welcher in der Lage ist, mehrere Threads, sprich Ausführungsstränge innerhalb eines Tasks, auszuführen.

Hierzu gehören insbesondere Prozessoren der Intel 4 HT-Reihe und Mehrkern-CPUs, ebenso die Reihen Intel Core 2 Duo und die Modelle der i3-, i5- und i7-Reihe. Auch AMD-Prozessoren des Typs Phenom II sind kompatibel. Im Zweifel einfach die Herstellerangaben studieren. Im Vergleich zur Vorgängerversion Winrar 3.51 Final und Singlethreading können so Leistungssteigerungen beim Extrahieren von bis zu 50% erzielt werden. 

Tipp 2: Winrar-Archive sorgfältig auf Virenbefall überprüfen

Ein Winrar-Dateiarchiv erhält oftmals hunderte komprimierte Dateien. Auch wenn der Ersteller des Archives bekannt ist, ist Vorsicht geboten. Denn in solch einem Archiv können sich Viren, Trojaner und andere Schädlinge verstecken. Deshalb ist es unabdingbar, jedes Archiv vor dem Extrahieren gründlich auf Viren zu überprüfen. Dabei ist zu beachten, dass der verwendete Virenscanner richtig konfiguriert ist. Richtige Einstellungen für die Software Avira AntiVir im Bezug auf Winrar sind hier beispielsweise: Expertenmodus an, "Scanner" > "Suche" > "Archive" > "Archiv-Einstellungen": Archive durchsuchen aktivieren, Smart Extensions aktivieren sowie den Wert der maximalen Rekursionstiefe auf 20 setzen.

Tipp 3: Sicherung der erworbenen Lizenzinformationen anlegen

Um die käuflich erworbene Lizenz von Winrar dauerhaft zu sichern und das Programm auch nach Neuinstallation des Betriebssystems nutzen zu können, wird die Sicherung der Lizenzinformationen empfohlen. Dazu sollte die Lizenzdatei rarreg.key zusammen mit der Installationsdatei von Winrar auf einem externen Speichermedium gesichert werden. Hierzu eignen sich Compact Discs, SD-Karten, USB-Speichersticks und externe Festplatten.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Lizenzmail des Herstellers samt Informationen wie Name, Organisation und der Seriennummer von Winrar auszudrucken. So sind optimale Voraussetzungen für eine lizensierte Neuinstallation auf einem System gegeben.

Tipp 4: Winrar in neuer Optik und gewohntem Funktionsumfang

Für Abwechslung hinsichtlich der etwas angestaubten Optik von Winrar sorgen zahlreiche offizielle Themes des Herstellers . Diese verändern das Aussehen der im Menü verwendeten Icons, anpassbar ist ebenso die Größe der jeweiligen Symbole. Derzeit sind über 50 Themes für Winrar erhältlich. Beispiele für verfügbare Themes sind etwa Icons in Windows 7-Optik oder Apple-Optik. Sämtliche Themes erfordern Winrar 3.50 oder eine neuere Programmversion. Nach Download einer Themes-Datei einfach "Öffnen mit Winrar" im Kontextmenü wählen. Über den Pfad "Optionen" > "Designs" > "Designs verwalten" kann zwischen allen installierten Winrar-Themes gewechselt werden.

Tipp 5: Dateien zu einem Archiv hinzufügen und mit einem Passwort sichern

Ein Vorteil der Software Winrar ist die einfache aber ebenso sichere Verschlüsselungstechnik, die in jeder Programmversion integriert ist. Die Verschlüsselungsmethode AES mit 128bit Schlüsselraum bietet ein hohes Maß an Sicherheit und kommt unter anderem auch bei der Verschlüsselung von Drahtlosnetzwerken (W-LAN) zum Einsatz. Diese Technik schützt in Kombination mit einem sicheren Passwort (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen im Wechsel, mindestens zehn Stellen) vor nahezu jeder Brute Force-Attacke (Brute Force ist eine Methode, die systematisch jedes mögliche Passwort hintereinander ausprobiert). Dadurch benötigt der Hacker enorm viel Rechenleistung und der Zeitaufwand ist ebenfalls sehr hoch.

Zum Einfügen in ein Archiv sowie dessen Verschlüsselung genügt ein Rechtsklick auf die gewählte(n) Datei(en), danach wird "Zum Archiv hinzufügen" gewählt. Nun findet sich im Winrar-Menü "Erweitert" > "Passwort festlegen" das Menü zur Archivverschlüsselung. Alternativen zur Verschlüsselung von Winrar-Archiven sind neben der integrierten Verschlüsselung 7-Zip, TrueCrypt Container oder Pgp Virtual Disk. Für den Durchschnittsnutzer reicht die integrierte Verschlüsselung von Winrar jedoch vollkommen aus.

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