Wenn in den letzten Jahren ein Tool gefragt war, das eine Volltextsuche innerhalb von Dokumenten ermöglicht, dann haben wir oft Wilbur genannt. Das englischsprachige Gratis-Tool ist einfach in der Bedienung und leistungsfähig. Allerdings hat der Programmierer es längere Zeit nicht weiterentwickelt und wird dies auch in Zukunft nicht tun. Er setzt stattdessen auf Wilma. Das kostenlose, englischsprachige Desktop-Such-Tool bietet die Funktionen von Wilbur – und noch einiges mehr. Die wichtigsten Vorteile: Wilma muss nicht auf dem PC installiert werden, und es ist netzwerkfähig. Zudem kann das Indexierungs-Tool jetzt auch ohne die Hauptanwendung im Hintergrund gestartet werden, auch per Kommandozeile.
Einsetzen: Bevor Sie Wilbur oder Wilma nutzen können, müssen Sie einen Index erstellen. Bei großen Datenmengen ist es besser, mehrere Indizes zu erzeugen – das geht schneller. Dazu definieren Sie, welche Dateiformate enthalten sein sollen und wie Wilma beispielsweise mit Zahlen und Sonderzeichen umgehen soll. Wir empfehlen, eine Mindest- und Maximallänge von Zeichenketten vorzugeben. So schließen Sie weitgehend aus, dass sinnloser Code mitindiziert wird. Außerdem lassen sich bestimmte Verzeichnisse und Datenträger ausnehmen. Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie unter „Language“ die deutschen Umlaute und Sonderzeichen aktiviert haben. Nach Ablauf einer Suche können Sie wie gewohnt die Ergebnisse ausgeben lassen und sie nach Typ oder Datum sortieren.
Als Alternativen zu Wilbur und Wilma bieten sich Desktop-Such-Tools an – beispielsweise Google Desktop oder die MSN Desktop-Suche. Der Haken dabei: Sie wissen nicht, ob und in welchem Umfang Daten an den Anbieter der Software geschickt werden.
Linux: Während es unter Windows bereits eine Vielzahl von Tools zum Organisieren und Wiederfinden von Daten gibt, sieht die Lage unter Linux etwas anders aus. Hierzu finden Sie den Artikel „Erfolgreiche Desktop-Suche“ (Linux-Sonderheft 4/07, ab Seite 70).
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