Dabei helfen Ihnen Benchmark-Programme. Sie messen, wie schnell ein Prozessor eine Berechnung durchführen kann. Das Resultat wird in Punkten angegeben. Benchmarks sind übrigens auch ein gutes Werkzeug, um den Nutzen von Systemoptimierungen zu prüfen.
Ein empfehlenswertes Gratisprogramm ist wPrime. Die Software lässt alle Kerne einer CPU extreme Berechnungen durchführen und zeigt, wie lange diese dafür brauchen. Starten Sie das Programm zum ersten Mal, werden Name, Takt und weitere technische Eigenheiten des Prozessors angezeigt. Klicken Sie in diesem Informationsfenster auf OK.
Wählen Sie Set Thread Count. Jetzt können Sie angeben, wie viele Kerne der Benchmark für den Test verwenden soll. Im Fall einer Vierkern-CPU lassen sich die Werte 1 bis 4 eingeben. Hat der Prozessor zusätzlich eine Hyperthreading-Funktion, können Sie sogar Werte von 1 bis 8 eintippen. Klicken Sie auf OK. Für schnelle Tests reicht der 32M-Benchmark aus.
Wählen Sie also Run 32M. Abschließend können Sie das Resultat mit einem in der Datenbank (Database) abgespeicherten Messwert vergleichen. Ein weiteres interessantes Testprogramm ist Hyper PI http://virgilioborges.com.br/hyperpi/ . Dieser Benchmark berechnet die Zahl Pi mit allen vorhandenen Prozessorkernen. Nach dem Test erscheint ein Dialog mit dem Ergebnis. Dabei wird angegeben, welcher Kern am schnellsten war („Best time“) und welcher am langsamsten („Worst time“). Zudem informiert Sie Hyper PI über die Durchschnittszeit („Average Time“).
Theoretisch sollten alle Kerne eines Prozessors gleich schnell sein. In der Praxis ergibt sich die unterschiedliche Leistung, weil jedes Betriebssystem im Hintergrund weitere Berechnungen anstellt (zum Beispiel für den Virenschutz). Diese laufen auf den vom Betriebssystem zugeordneten Kernen ab. Wie Sie selbst Anwendungen einem bestimmten Kern zuteilen, lesen Sie in den nächsten Abschnitten.
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