Mit der Freeware Easytoolz lassen sich Programme einzelnen Prozessorkernen zuordnen. Besonders nützlich: Die Software bindet sich in den Autostart-Ordner von Windows ein. Die eingestellten Profile lassen sich abspeichern, sodass sie nach einem Neustart wieder aktiv sind. Nach der Installation öffnen Sie das Programm via Start/Alle Programme/Easytoolz. Nun erscheint es im Infobereich links neben der Windows-Uhr. Klicken Sie das Programmsymbol von Easytoolz mit der rechten Maustaste an.
Legen Sie nun fest, dass Easytoolz bei jedem Windows-Start mitgeladen wird. Klicken Sie dazu auf Autostart. Künftig bleiben alle Einstellungen nach einem PC-Neustart erhalten. Wählen Sie jetzt CPU Affinity. Es öffnet sich ein neues Fenster. Fügen Sie dort das gewünschte Programm hinzu. Als Beispiel soll das nVidia-Spiel Supersonic Sled dienen. Klicken Sie auf Hinzufügen A. Navigieren Sie zum Festplattenverzeichnis, in dem die Datei Supersonic- Sled.exe installiert ist. Wenn Sie den Pfad nicht kennen, hilft ein Rechtsklick auf die Programmverknüpfung und Eigenschaften. Unter „Ziel“ ist der genaue Pfad zum Programm angegeben.
Wählen Sie SupersonicSled.exe und danach Öffnen. Das Fenster „CPU Affinity/Basispriorität ändern“ erscheint B. Setzen Sie oben links ein Häkchen vor „CPU“. Danach werden alle verfügbaren Kerne („CPU 0“, „CPU 1“, „CPU 2“ etc.) freigeschaltet. Das Programm unterscheidet dabei nicht zwischen echten und virtuellen Kernen (per Hyperthreading simuliert). Es listet immer abwechselnd zuerst den physisch vorhandenen Kern und danach den virtuellen auf. In unserem Screen sind die Kerne 0, 2, 4 sowie 6 tatsächlich als Hardware vorhanden und die Kerne 1, 3, 5 sowie 7 nur virtuell. Wenn Sie Supersonic Sled auf zwei Kernen (einem physisch vorhandenen und einem virtuellen) laufen lassen wollen, kreuzen Sie „CPU 0“ und „CPU 1“ an.
Eine besonders sinnvolle Einstellung ist auch „Automatische CPU Verteilung“ C. Wenn Sie hier ein Häkchen setzen, werden alle weiteren laufenden Prozesse dem jeweils noch unbenutzten Kern zugeordnet. Die bereits zugewiesenen Prozessorkerne stehen aber ausschließlich dem gespeicherten Programm zur Verfügung. Diese Option dürfen Sie nur bei einer Software aktivieren – falls Sie mit Easytoolz noch andere freie Kerne einer Anwendung zuweisen möchten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einer Anwendung eine Priorität zu geben. Aktivieren Sie dazu „Basispriorität“ D. Je höher Sie die Priorität für ein Programm festlegen, desto mehr Systemressourcen benutzt es. Ein zu hoher Wert kann negative Folgen haben und das System instabil machen. Erhöhen Sie die Priorität deshalb nur schrittweise und prüfen Sie danach, ob sich beim Arbeiten negative Auswirkungen zeigen. Testen Sie das System zudem mit den oben erwähnten Benchmark-Tools. So wissen Sie sofort, ob sich die Leistung verbessert Bei Notebooks lohnt es sich, die Energieoptionen anzupassen. So gewinnen Sie mehr Akkulaufzeit oder verschlechtert hat. Kontrollieren Sie Ihre Einstellungen auch mit den Grafen im Task-Manager von Windows; er zeigt Ihnen die CPU-Auslastung der aktiven Kerne auf einen Blick.
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