Bei der IP-Telefonie wird die Sprache in Datenpakete aufgeteilt, die danach durchs Netzwerk (lokal oder Internet) geschickt werden. Das Problem: Im Gegensatz zur digitalen Festnetz-Telefonie (ISDN), bei der die Sprache kontinuierlich auf einer reservierten Leitung mit einer festen Bandbreite übertragen wird, stehen die Sprachdaten in Konkurrenz zu anderen Datenpaketen (E-Mail, Internetapplikationen etc.). Das birgt die Gefahr von schlechter Sprachqualität, wenn Pakete in der falschen Reihenfolge oder mit großen Verzögerungen beim Empfänger ankommen oder vielleicht sogar verloren gehen.
Um dies zu verhindern, werden Sprachübertragungen automatisch komprimiert, sobald wenig Bandbreite zur Verfügung steht. Dadurch sind die Datenpakete kleiner und werden schneller übertragen. Eine weitere Lösung sind Priorisierungsverfahren. Der Datenverkehr wird dabei in unterschiedliche Wichtigkeitsstufen eingeteilt, wobei die Sprachübertragung höchste Priorität genießt. Mit solchen Maßnahmen lässt sich die Sprachqualität gewohnt hoch halten. Eine IP-basierende Anlage neuerer Generation erreicht daher punkto Qualität das übliche ISDN- Niveau.
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