Wie Smartphones die Wahrnehmung verändern

Das kann Augmented Reality

Donnerstag den 01.07.2010 um 10:30 Uhr

von Moritz Jäger

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Augmented Reality erweitert Ihre Sicht auf die Welt. Mit dieser Technik liefert das Smartphone zusätzliche Informationen zu dem, was Sie sehen. PC-Welt erklärt, wie Augmented Reality funktioniert und stellt die wichtigsten Programme vor.
Früher war virtuelle Realität der Begriff für technischen Fortschritt. Doch mit modernen Smartphones auf Symbian-, iOS- und Android-Basis hat sich das komplett geändert. Diese Geräten sollen keine künstliche Wirklichkeit mehr schaffen. Sie reichern die Umgebung, die man tatsächlich wahrnimmt, vielmehr mit Informationen an. Das Smartphone weiß also, was der Nutzer gerade sieht, und unterlegt das mit zusätzlichen Daten. Diese Technik nennt sich Augmented Reality (AR).

Dabei nimmt das Smartphone über eine Kamera die Umgebung auf und bildet sie auf einem Display ab. Das Gerät kann diese die Bildinformationen auswerten und nutzt zusätzliche Sensoren, etwa Kreiselkompass, Neigungssensor und GPS, um Position und Blickwinkel genau zu bestimmen. Anschließend prüft das Smartphone in einer internen oder Internet-basierten Datenbank, ob zusätzliche Informationen für die aktuelle Blickrichtung vorliegen. Moderne Geräte haben ausreichend Rechenkapazität, damit diese Berechnungen und die Anzeige der Daten nahezu ohne Verzögerung erfolgen können.

Apps für Augmented Reality gibt es für nahezu alle modernen Betriebssysteme. Am weitesten entwickelt sind sie auf Android, iOS und Symbian. Die Applikationen fordern zudem einiges von den jeweiligen Smartphones. Egal ob Arbeitsspeicher oder CPU-Leistung - je mehr, desto besser. Ähnlich sieht es mit zusätzlichen Sensoren aus. GPS ist meist unverzichtbar, sind zusätzlich ein Kompass und Neigungssensoren verfügbar, kann die App die zur Verfügung stehenden Informationen deutlich besser interpretieren.

AR-Apps nutzen große Datenbanken, die eine ungeheure Informationsfülle bieten. Aufgrund ihrer Größe und aus Aktualitätsgründen werden diese im Internet vorgehalten: Auf dem Endgerät würden die meisten Applikationen die Speicherkapazitäten sprengen. Um AR nutzen zu können, empfiehlt sich daher ein schneller Zugriff auf das Internet, etwa per WLAN. Auch mobiles Internet ab UMTS ist normalerweise schnell genug - allerdings sollte man hier eine entsprechende Datenoption im Mobilfunktarif haben, damit die Kosten nicht explodieren. Im Ausland sollte man in jedem Fall auf WLAN setzen - ansonsten kostet der kurze digitale Blick auf eine Sehenswürdigkeit schnell mehr als ein privater Reiseleiter. EDGE oder GPRS übertragen die notwendigen Daten normalerweise zu langsam, stellen aber vor allem in überlasteten UMTS/HSDPA-Funkzellen möglicherweise eine Alternative dar.

Auf den nächsten Seiten stellt PC-WELT Ihnen die wichtigsten und interssantesten Apps für Augmented Reality vor.

Donnerstag den 01.07.2010 um 10:30 Uhr

von Moritz Jäger

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