Alle diese Informationen befinden sich in den so genannten HTTP-Headern, welche die Browser bei der Kommunikation an den Server senden. Sie lassen sich nicht abstellen, es gibt allerdings einen Trick, wie man die Übertragung dieser Daten verhindern kann: Man verwendet einen anonymen Proxy-Server. Proxy-Server (Stellvertreter) leiten Daten weiter, filtern diese aber. Wenn Sie einen Proxy-Server einsetzen, gelangen alle Anfragen zunächst an diesen, werden dort gefiltert - zum Beispiel wird Ihre eigene IP-Adresse durch die des Proxys ersetzt - und dann in das Internet zum Ziel weitergeleitet. Die Antwort gelangt ebenfalls zunächst zum Proxy-Server, der unter anderem wieder die richtige IP-Adresse einträgt und dann an Ihr System weiterleitet.
Auf diese Weise lässt sich die eigene IP-Adresse verschleiern. Proxy-Server werden vom Provider zur Verfügung gestellt, es gibt aber auch "freie" Server, die allerdings teilweise sehr langsam sind. Mehr zu dieser Technik imPC-WELT Ratgeber "Surfen mit Tarnkappe".
Die IP-Adresse verrät vieles: Mit dem DOS-Befehl "ipconfig" bringen Sie Ihre IP-Adresse in Erfahrung. Anschließend können Sie überprüfen, ob der Proxy-Server sie tatsächlich verschleiert.
Wenn Sie also in einem Firmennetzwerk hinter einem Proxy oder einem Firewall sitzen, brauchen Sie sich keine Gedanken über Ihre IP-Adresse zu machen: Der Proxy ersetzt Ihre IP-Adresse durch seine, so dass Ihr PC im Internet nicht sichtbar ist. Das können Sie leicht überprüfen, indem Sie in eine DOS-Box
ipconfig
eingeben, Ihre IP-Adresse in Erfahrung bringen und dann über eine Online-Testseite einen Browser-Check durchführen. Stimmt die dort gemeldete IP-Adresse nicht mit der Ausgabe von Ipconfig überein, filtert ein Proxy die Adressen. In diesem Fall sind die Informationen der Online-Checker nutzlos.
Aufschlussreich: Diese Analyse zeigt, welche Infos ein Browser an einen Webserver sendet. Interessant sind vor allem die IP-Adresse und der Typ des installierten Betriebssystems.
Einen guten Browser-Check für die HTTP-Header finden Sie unterwww.multiproxy.org/env_check.htm. Dort werden Ihnen auch die zahllosen Informationen angezeigt, die sich in den Headern befinden. Die meisten sind allerdings für einen Missbrauch untauglich - und kryptisch: Wer diese Daten interpretieren möchte, braucht schon ein sehr fundiertes Wissen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 3 von 13
Nächste Seite



