Unterwegs arbeiten

Wichtiger Wertbeitrag

Montag den 01.09.2008 um 10:01 Uhr

von Uwe Kerrinnes

Ergebnissen der Berlecon-Studie "VoIP und Unified Communications 2008" zufolge, in der 150 ICT-Entscheider in Unternehmen mit mindestens hundert Mitarbeitern befragt wurden, hält die Mehrheit die Integration verschiedener Kommunikationskanäle und ihre Verbindung mit Office-Anwendungen für sinnvoll. "Drei Viertel der Befragungsteilnehmer sehen in diesen UC-Funktionalitäten einen wichtigen Wertbeitrag für ihr Unternehmen", sagt der Berlecon-Analyst Philipp Bohn. Allerdings müssten sie dazu erst einmal in eine VoIP-Infrastruktur investieren, da eine ICT-Integration unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten sonst nicht sinnvoll ist. Darin liegt die erste Krux, denn laut der Umfrage nutzen mehr als 50 Prozent der deutschen Unternehmen derzeit weder VoIP-Technologien, noch hegen sie Pläne für ihre Einführung. Außerdem verfügen erst 38 Prozent über ein Sprach-Daten-Netz auf IP-Basis.
'Ohne die Integration aller Elemente der ITK-Infrastruktur
unter gleichzeitiger Berücksichtigung hoher Sicherheits- und
Qualitätsniveaus ist UC nicht möglich.' Philipp Bohn, Berlecon
Research
Vergrößern 'Ohne die Integration aller Elemente der ITK-Infrastruktur unter gleichzeitiger Berücksichtigung hoher Sicherheits- und Qualitätsniveaus ist UC nicht möglich.' Philipp Bohn, Berlecon Research
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Auch den Bandbreitenbedarf von UC dürfen Unternehmen nicht unterschätzen. Zu schmal ausgelegte Netze können durch steigendes Verkehrsaufkommen schnell erliegen. Dies würde alle Anwendungen beeinträchtigen, die über das Firmennetz laufen. Unterwegs tritt dieses Problem durch die Entwicklung neuer Übertragungstechnologien wie Edge und HSDPA/HSUPA jedoch zumindest in Ballungsgebieten mehr und mehr in den Hintergrund. Das gilt dank verschiedener Flatrates auch für die Verbindungskosten.

Auch die Frage nach den Berechtigungen gehört zum Device-Management. Nicht jeder Mitarbeiter darf zum Beispiel alle Funktionen der Endgeräte in vollem Umfang nutzen. "Per Device-Management kann die zentrale IT über eine Konsole festlegen, dass der Anwender auf seinem Endgerät keine Software selbst installieren darf, Passwörter verwenden muss und nur gesicherte Verbindungen nutzen kann", sagt T-Systems-Mann Pilger. Darüber hinaus sei sie in der Lage, Anwendungen und Gerätefunktionen auf Knopfdruck zu löschen, falls der Mitarbeiter sie nicht mehr verwenden soll.

Allerdings stoßen Restriktionen der Zentrale bezüglich der Endgeräte und Betriebssysteme nicht immer auf Gegenliebe: Viele Angestellte nutzen bevorzugt ihre privaten Smartphones, um auf geschäftliche Applikationen zuzugreifen oder E-Mails abzurufen. Sie wollen nicht immer zwei Geräte mit sich führen, um allen Lebensbereichen gerecht zu werden. Daniel Okubo, Analyst bei der Marktforschungsfirma Datamonitor, rät Unternehmen deshalb, eine begrenzte Auswahl beliebter Endgeräte in das Device-Management aufzunehmen. Dies führe auch zu einer höheren Akzeptanz mobiler Lösungen.

Montag den 01.09.2008 um 10:01 Uhr

von Uwe Kerrinnes

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