Linux
Wichtige Linux-Dateisysteme im Überblick
Über Dateisysteme denken die meisten Nutzer erst dann nach, wenn ein externer Datenträger etwa unter Linux nicht gelesen werden kann. Dieser Artikel stellt Ihnen die verschiedenen Systeme vor und zeigt, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Mit der Wahl des Dateisystems wird die Mehrzahl der Anwender nur selten konfrontiert: Die Installation von Linux ist die eine typische Situation, das Neuformatieren eines externen Datenträgers die zweite. Wer hingegen ein Notebook mit Windows oder Mac-OS kauft, hat in der Regel keine Wahl, sondern übernimmt mit dem vorinstallierten OEM-System auch das vorinstallierte Dateisystem. Linux lässt seinen Nutzern hier größere Freiheit. Aber welches Dateisystem eignet sich am besten für welchen Einsatzzweck? Wo liegen die Vor- oder Nachteile?
Aufgaben des Dateisystems
Das Dateisystem ist mit dem Katalog und Index einer großen Bibliothek vergleichbar. Es organisiert die Dateien in gleichgroßen, nummerierten Zuordnungseinheiten (Cluster) und übersetzt die sprachlichen Datei- und Pfadnamen in die betreffenden Cluster-Nummern. Erst über das Dateisystem erhalten das Betriebssystem und die von ihm betreuten Anwendungen die Informationen darüber, wo die benötigten Dateien liegen.
Neben dieser Basisfunktion bieten anspruchsvollere Dateisysteme zusätzliche Funktionen und Metadaten. Dazu gehören Rechte-Attribute, Zeitstempel, Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen oder die Verwendung von langen Dateinamen, die dann auch Sonderzeichen wie Leerzeichen enthalten dürfen. Zusätzlich kann ein Protokoll enthalten sein, das alle Dateizugriffe aufzeichnet.
Aufgaben des Dateisystems
Das Dateisystem ist mit dem Katalog und Index einer großen Bibliothek vergleichbar. Es organisiert die Dateien in gleichgroßen, nummerierten Zuordnungseinheiten (Cluster) und übersetzt die sprachlichen Datei- und Pfadnamen in die betreffenden Cluster-Nummern. Erst über das Dateisystem erhalten das Betriebssystem und die von ihm betreuten Anwendungen die Informationen darüber, wo die benötigten Dateien liegen.
Neben dieser Basisfunktion bieten anspruchsvollere Dateisysteme zusätzliche Funktionen und Metadaten. Dazu gehören Rechte-Attribute, Zeitstempel, Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen oder die Verwendung von langen Dateinamen, die dann auch Sonderzeichen wie Leerzeichen enthalten dürfen. Zusätzlich kann ein Protokoll enthalten sein, das alle Dateizugriffe aufzeichnet.
Empfehlenswerte Linux-Distributionen für Desktops
Multiuser-Systeme wie Linux stellen von ihrer Konzeption einige besondere Anforderungen an das primäre Dateisystem. Das bedeutet nicht, dass das Betriebssystem andere Dateisysteme nicht lesen oder Daten darauf schreiben könnte – ganz im Gegenteil. Aber es scheiden einige Kandidaten von vornherein für die Installation auf dem primären Datenträger aus, weil sie diese Besonderheiten nicht oder nur unzureichend unterstützen. Dazu gehört zum einen das Rechtesystem von Linux. Das Dateisystem muss die Zugriffe auf die Daten eines anderen Benutzers (Besitzers) genauso verhindern wie den Zugriff eines einfachen Nutzers auf Systemdateien. Ebenfalls zum Konzept von Linux gehört das Werkzeug der symbolischen Verknüpfungen. Diese repräsentieren eine Datei oder ein Verzeichnis. Aus Sicht einer Anwendung spielt es keine Rolle, ob es direkt auf diese Dateien zugreift oder mittels der symbolischen Verknüpfung vom Betriebssystem auf diese Dateien hingewiesen wird.
Dateisysteme im Überblick
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Dateisysteme für Linux und für den Datenaustausch unter Linux. Einen weitreichenden, aber kaum mehr überschaubaren Vergleich finden Sie hier.
Die Größenangaben GB, TB, PB und EB sind wie folgt aufzulösen:
1 GB (Gigabyte) = 1024 MB
1 TB (Terabyte) = 1024 GB
1 PB (Petabyte) = 1024 TB
1 EB (Exabyte) = 1024 PB
Beachten Sie, dass Dateisystem-Spezifikationen oft Theorie bleiben, was Größenlimits und Dateinamensregeln betrifft. Zum Teil gibt es künstliche Begrenzungen, zum Teil Limitierungen durch Betriebssystem oder Software.
Multiuser-Systeme wie Linux stellen von ihrer Konzeption einige besondere Anforderungen an das primäre Dateisystem. Das bedeutet nicht, dass das Betriebssystem andere Dateisysteme nicht lesen oder Daten darauf schreiben könnte – ganz im Gegenteil. Aber es scheiden einige Kandidaten von vornherein für die Installation auf dem primären Datenträger aus, weil sie diese Besonderheiten nicht oder nur unzureichend unterstützen. Dazu gehört zum einen das Rechtesystem von Linux. Das Dateisystem muss die Zugriffe auf die Daten eines anderen Benutzers (Besitzers) genauso verhindern wie den Zugriff eines einfachen Nutzers auf Systemdateien. Ebenfalls zum Konzept von Linux gehört das Werkzeug der symbolischen Verknüpfungen. Diese repräsentieren eine Datei oder ein Verzeichnis. Aus Sicht einer Anwendung spielt es keine Rolle, ob es direkt auf diese Dateien zugreift oder mittels der symbolischen Verknüpfung vom Betriebssystem auf diese Dateien hingewiesen wird.
Dateisysteme im Überblick
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Dateisysteme für Linux und für den Datenaustausch unter Linux. Einen weitreichenden, aber kaum mehr überschaubaren Vergleich finden Sie hier.
Die Größenangaben GB, TB, PB und EB sind wie folgt aufzulösen:
1 GB (Gigabyte) = 1024 MB
1 TB (Terabyte) = 1024 GB
1 PB (Petabyte) = 1024 TB
1 EB (Exabyte) = 1024 PB
Beachten Sie, dass Dateisystem-Spezifikationen oft Theorie bleiben, was Größenlimits und Dateinamensregeln betrifft. Zum Teil gibt es künstliche Begrenzungen, zum Teil Limitierungen durch Betriebssystem oder Software.
| Wichtige Dateisysteme unter Linux | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | Hersteller | Unterstützt von | Maximale Dateigröße | Maximale Partitionsgröße | Maximale Länge (Dateiname) | Metadaten | Journaling | Anmerkungen |
| exFAT | Microsoft | Windows (theoretisch Linux, Mac-OS) | 16 EB | 512 TB | 255 Zeichen | nein | nein | ungeeignet als Austauschformat |
| Ext2 | Remy Card u.a. | Linux, BSD, (Windows und Mac mit Zusatztreiber) | 16 GB bis 2 TB | 2 TB bis 32 TB | 255 Zeichen | ja | nein | veralteter Linux-Standard |
| Ext3 | Stephen Tweedie u. a. | Linux, BSD, (Windows und Mac mit Zusatztreiber) | 16 GB bis 2 TB | 2 TB bis 32 TB | 255 Zeichen | ja | ja | lange Linux-Standard |
| Ext4 | Kollektiv | Linux, (Mac-OS mit Zusatztreiber) | 16 GB bis 16 TB | 2TB bis 32 TB | 255 Zeichen | ja | ja | aktueller Linux-Standard |
| BTRFS | Oracle | künftige Linuxdistributionen | 16 EB | 16 EB | 255 Zeichen | ja | ja | evtl. künftiger Linux-Standard |
| JFS | IBM | Linux, OS/2 | 4 PB | 32 PB | 255 Zeichen | ja | nur Metadaten | Linux-Live-Systeme oft ohne JFS-Unterstützung |
| Reiser FS | Namesys (Firma des Namensgebers) | Linux, BDS, (Windows mit Zusatztreiber) | 4−8 GB | 16 TB | 255 Zeichen | ja | ja | wird nicht weiterentwickelt |
| ReFS | Microsoft | Windows 8 Server, künftige Windows-Desktop-Versionen | 16 EB | 16 EB | 255 Zeichen | ja | ja | künftiger Windows-Standard |
| FAT32 | Microsoft | Windows, Linux, OS X | 4 GB | 2 TB | 256 Zeichen | nein | nein | einfaches Austauschformat |
| NTFS | Microsoft | Windows, Linux, OS X | 16 EB | 16 EB | 255 Zeichen | ja | ja | Windows-Standard |
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 4
Nächste Seite







12.12.12
Also Linux nutzt im allgemeinen nicht mehr die 1024-Umrechnung in der Anzeige. Der typische Umrechnungsfaktor liegt bei 1000.
also eine Datei mit 500.000.000Byte wird mir nicht als ~477MB, sondern eben als 500MB angezeigt ;)
Mehr zum Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Byte#SI-Pr.C3.A4fixe_zur_Basis_10
Antwort schreiben
12.12.12
neuer FS-Standard? was stimmt denn nun?
:grübel:
Antwort schreiben
12.12.12
Antwort schreiben
12.12.12
Antwort schreiben
12.12.12
-> Das wäre wünschenswert ;)
sonst werden wir vielleicht irgendwann bei Festplattenkauf-Bewertungen lesen: "Meine Festplatte ist nur halb so groß wie angegeben" ;)
Antwort schreiben