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WhatsApp: Virus-Warnung und andere Betrugsmaschen im Überblick

05.02.2016 | 12:22 Uhr |

Echte Nachricht oder Betrug? Wir stellen Viren für Whatsapp-Nutzer sowie typische WhatsApp-Betrügereien vor und sagen, wie man sich davor schützt.

Das Web ist voll von Viren, Betrugsfallen und Schädlingen – da macht auch das Chat-Programm WhatsApp keine Ausnahme. Wir stellen einige fiese WhatsApp-Betrügereien vor.

Virus-Download im Zusammenhang mit WhatsApp

Die derzeit gefährlichste Whatsapp-Bedrohung kommt nicht über Whatsapp direkt, sondern per Mail. Darin steht, dass Sie angeblich einen Anruf oder eine Nachricht über Whatsapp verpasst haben und auf den Link in der Mail klicken sollen, um die Whatsapp-Nachricht abzuhören. Doch damit laden Sie sich einen Virus herunter.

Tipp : Whatsapp sendet Ihnen nie eine Nachricht außerhalb von Whatsapp selbst. Löschen Sie solche Mails also, ohne sie zu öffnen!

Vorsicht: WhatsApp-Abzocke mit Ikea-Gutscheinen

Der Kettenbrief-Trick: „WhatsApp wird abgeschaltet“

Der Kettenbrief-Trick macht in WhatsApp schon lange die Runde: Sie erhalten eine Nachricht und werden dazu aufgefordert, sie an zehn Kontakte weiterzuleiten. Andernfalls würde man Ihren WhatsApp-Dienst abschalten.

Whatsapp-Nachricht lässt Androiden abstürzen

Wer’s glaubt… WhatsApp hat Millionen von Nutzern und wird sich kaum dafür interessieren, geschweige denn es überhaupt bemerken, wenn Sie eine Nachricht an zehn Kontakte weiterleiten. Und natürlich wird Ihnen auch niemand den Dienst einfach so abschalten. Hier geht es meist lediglich um die Verbreitung von Spam. Eine Abwandlung dieses Tricks: Sie erhalten eine Nachricht, dass es mittlerweile zu viele WhatsApp-Nutzer auf der Welt gibt und Ihr Dienst abgeschaltet wird, wenn Sie die Nachricht nicht mit all Ihren Kontakten teilen. Hier der genaue Wortlaut:

"Nachricht von Jim Balsamic (CEO von WhatsApp). Wir haben eine 'Übernutzung' von Nutzernamen im WhatsApp Messenger. Wir fordern daher alle Nutzer dazu auf, diese Nachricht an alle Personen in ihrer Kontaktliste weiterzuleiten. Sollten Sie das nicht tun, werden wir Ihren Account als ungültig einstufen und innerhalb von 48 Stunden löschen. Bitte ignorieren Sie diese Nachricht NICHT, ansonsten wird WhatsApp Ihren Account nicht länger anerkennen. Wenn Sie Ihren Account nachträglich wieder aktivieren möchten, stellt Ihnen WhatsApp 33 Euro über Ihre Telefonrechnung in Rechnung.“

Insbesondere letzteres wird WhatsApp natürlich nicht tun, denn der Dienst ist mittlerweile völlig kostenlos . So heißt es im offiziellen Blog: „Deshalb sind wir glücklich, bekanntgeben zu können, dass WhatsApp keine Abogebühren mehr verlangen wird. Für viele Jahre haben wir einige Benutzer darum gebeten, nach dem ersten Jahr eine Gebühr für die Nutzung von WhatsApp zu bezahlen. Während wir gewachsen sind, haben wir festgestellt, dass diese Vorgehensweise nicht gut funktioniert hat. Viele WhatsApp-Benutzer haben keine EC- oder Kreditkarte und machen sich deshalb Sorgen, dass sie nach dem ersten Jahr den Zugriff auf Nachrichten von Freunden und Familien verlieren. Deshalb werden wir über die nächsten Wochen die Gebühren aus den verschiedenen Versionen unserer App entfernen und WhatsApp wird nicht mehr kostenpflichtig sein.“

Bittet WhatsApp inaktive Nutzer zur Kasse?

Der am weitesten verbreitete WhatsApp-Scam ist dieser Kettenbrief-Unfug: Angeblich wolle WhatsApp in Zukunft inaktive Nutzer mit einer Nachrichten-Gebühr pro versendeter Nachricht bestrafen. Um zu beweisen, dass man selbst nicht zu den inaktiven Nutzern gehört, solle man die Nachricht an zehn Nutzer weiterleiten.

Im Ernst? Selbst, wenn das wahr wäre: Wie bitteschön sollte eine Firma davon profitieren, wenn Sie eine Nachricht (kostenlos!) an 10 Ihrer Kontakte weiterleiten, wo sie es doch eigentlich auf Cash abgesehen hat? In dem Fall hätte WhatsApp wohl kaum die Anmeldegebühren abgeschafft.

Es existiert noch eine Variation dieser Nachricht, die angeblich direkt vom App-Erfinder „David D. Suretech“ stammt. Dabei sind die eigentlichen WhatsApp-Gründer doch Brian Acton und Jan Koum… Darin heißt es:

„Hallo, ich bin DAVID D. SURETECH, Gründer von WhatsApp. Mit dieser Nachricht wollen wir alle unsere Nutzer darüber informieren, dass wir lediglich 53 Millionen Accounts für neue Smartphones zur Verfügung haben. Unsere Server waren in letzter Zeit ziemlich überlastet, daher bitten wir um deine Mithilfe, um das Problem zu lösen. Wir bitten unsere aktiven Nutzer, diese Nachricht an jede Person in ihrer Kontaktliste weiterzuleiten, um ihren aktiven Nutzerstatus zu bestätigen. Wenn du dieser Bitte nicht nachkommst, wird dein Account auf inaktiv gestellt und deine Kontakte gehen verloren. Wenn du die Nachricht weiterleitest, wird das automatische Update-Symbol auf deinem Smartphone erscheinen. Dein Smartphone wird dann innerhalb der nächsten 24 Stunden geupdatet und bekommt ein neues Design: Chat und Aktivitätssymbol werden in Zukunft blau statt grün sein. Wenn du kein regelmäßiger Nutzer von WhatsApp bist, fallen in Zukunft Gebühren an. Wenn du mindestens 10 Kontakte in deiner Liste hast und diese SMS an sie versendest, wird das WhatsApp-Logo rot erscheinen, um dich als aktiven Nutzer zu kennzeichnen. Ab morgen zahlen inaktive Nutzer 0,37 Cent pro WhatsApp-Nachricht. Sendest du diese Nachricht an 9 oder mehr Nutzer in deiner Kontaktliste, färbt sich das App-Logo blau um anzuzeigen, dass WhatsApp für dich lebenslang kostenlos bleiben wird.“

Noch nicht genug gelacht? Hier gibt es noch eine unterhaltsame Schadnachricht:

WhatsApp Scam: Wer den Kettenbrief nicht weiterleitet, soll ab sofort für WhatsApp zahlen...
Vergrößern WhatsApp Scam: Wer den Kettenbrief nicht weiterleitet, soll ab sofort für WhatsApp zahlen...

Wie reagiert eigentlich WhatsApp selbst auf den ganzen Scam? „Bitten haben Sie Verständnis dafür, dass es sich dabei lediglich um Falschnachrichten handelt und kein Funken Wahrheit dahinter steckt.“

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