Dem Actionspiel "Wet" haftete bereits seit seiner Entwicklung das Image an, es würde die "Bayonetta" des armen Gamers. Denn beide Spiele bieten ballettartige Schießereien mit einer kessen Brünetten in High-Heels. Und trotzdem: Während "Bayonetta" als eines der besten Actionspiele seiner Generation gehandelt wurde, wurde "Wet" zum Trocknen aufgehängt.
Zugegeben: "Wet" fehlt es stellenweise am Elan und der Energie seiner japanischen Konkurrenz - und setzt zudem etwas zu sehr auf Quick-Time-Events - ein tolles Game ist unterm Strich aber trotzdem daraus geworden! Und ein sehr eigenwilliges noch dazu, insbesondere wegen zahlreicher Detail- und Gameplay-Anspielungen auf Grindhouse-Filme im Stil von Quentin Tarantino. Hinzu kommt ein unbarmherzig scharfes, Akrobatik-Kampfsystem mit heißen Kamerafahrten und perfekt in Szene gesetzten Action-Elementen. Damit bekommt "Wet" von uns den Titel des "stylischsten Actiongames 2009" verliehen - und wir würden jederzeit wieder zu den bleiernen, harten Sexy-Schießereien von "Wet" als zur Kaugummi-Rosafarbenen Verrücktheit von "Bayonetta" greifen. Kleiner Tipp am Rande: Finger weg von der deutschen Fassung! Die wurde übel geschnitten und es fehlen teilweise ganze Dialoge. Hier lohnt sich ausnahmsweise der Griff zur Import-Fassung aus England, die problemlos auch auf deutschen Konsolen läuft.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 6 von 14
Nächste Seite


