23.09.2011, 12:00

Boris Hofferbert

Netzwerk mit Windows 7

Wer darf was? Freigaben konfigurieren

Abseits der Heimnetzgruppen haben Sie zwei Möglichkeiten, Dateien und Ordner im Netzwerk freizugeben: Den Gastzugang und die erweiterte Freigabe.
Ersteren können Sie in den erweiterten Freigabeeinstellungen einschalten, indem Sie die „Kennwortgeschützten Freigaben“ deaktivieren. Öffnen Sie nun einen Ordner im Windows Explorer, klicken Sie auf „Freigeben für/Bestimmte Personen“ und wählen Sie aus der Nutzerliste den Eintrag „Gast“ aus. Legen Sie nun die Zugriffsrechte (Nur lesen oder auch schreiben) fest und klicken Sie auf „Freigeben“. Beachten Sie, dass jeder Rechner im Netzwerk ohne Kennwort auf einen „Gast“-Ordner zugreifen kann!
Für öffentliche Netzwerke sollten Sie daher besser die klassische erweiterte Freigabe einstellen. Öffnen Sie dazu per Rechtsklick die Eigenschaften einer Datei bzw. eines Ordners, wechseln Sie in den Reiter „Freigabe“ und klicken Sie auf „Erweiterte Freigabe“. Setzen Sie hier ein Häkchen bei „Diesen Ordner freigeben“ und legen Sie unter „Berechtigungen“ fest, welche Rechte die Nutzer im Netzwerk haben.
Einen Überblick über alle erteilten Freigaben auf dem PC erhalten Sie übrigens am einfachsten, indem Sie im Windows Explorer im Bereich „Netzwerk“ den eigenen PC anklicken. Noch detaillierter finden Sie die Informationen in der Computerverwaltung, die Sie über das Startmenü aufrufen können.  Klicken Sie links unter „System“ auf „Freigegebene Ordner“, um alle Netzwerkfreigaben einzublenden.

Erweiterte Einstellungen nutzen

Möchten Sie Serverapplikationen wie beispielsweise Tools zur Fernsteuerung des PCs einsetzen, ist es hilfreich, den Rechnern im Netzwerk eine feste IP-Adresse zuzuweisen. Öffnen Sie dazu im Netzwerk- und Freigabecenter, klicken auf „Adaptereinstellungen ändern“ und öffnen die Eigenschaften Ihrer Netzwerkkarte. Klicken Sie hier doppelt auf „Internetprotokoll Version 4“ und geben Sie per „Folgende IP-Adresse verwenden“ eine Adresse ein, die im Adressbereich Ihres Routers liegt; dessen Handbuch hilft Ihnen bei der Einstellung.
Unter Windows 7 sollten Sie zudem die IPv6-Unterstützung aktivieren, indem Sie in den Eigenschaften ein Häkchen vor den Eintrag setzen. Häufig verwendete Ordner im Netzwerk können Sie übrigens wie ein Festplattenlaufwerk in den Windows Explorer integrieren. Klicken Sie die Freigabe dafür mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Netzlaufwerk verbinden“. Hier vergeben Sie einen Laufwerksbuchstaben und legen fest, ob die Verbindung beim Systemstart hergestellt werden soll. Das empfiehlt sich allerdings nur bei immer verfügbaren Freigaben, beispielsweise einer Netzwerkfestplatte.
Hilfe bei Netzwerk-Problemen
Auch wenn das Vernetzen unter Windows 7 einfach geworden ist, kann es dennoch zu Problemen kommen. Das System bietet für solche Fälle diverse Analysetools. Erste Anlaufstellung ist die Problembehandlung, die Sie starten, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Netzwerksymbol auf der Taskleiste klicken und den entsprechenden Eintrag auswählen. Windows führt daraufhin eine Reihe von Tests aus und präsentiert Ihnen Lösungsvorschläge. USB-Festplatte als Netzwerkspeicher einrichten
Sollten diese nicht den gewünschten Erfolg bringen, hilft oft das Zurücksetzen des Netzwerkadapters. Öffnen Sie dazu im Netzwerk- und Freigabecenter die Adaptereinstellungen und deaktivieren die problematische Verbindung zunächst per Rechtsklick. Führen Sie nun erneut die Diagnose aus, damit Windows 7 die Verbindung neu startet. Die meisten Probleme lassen sich damit in den Griff bekommen.
Sollte die Netzwerkverbindung dennoch nicht zustande kommen, müssen Sie die Einstellungen Ihrer Software-Firewall sowie die des Routers überprüfen. Blockieren Sicherheitsvorkehrungen durch Drittpgramme den Zugriff auf den PC, ist Windows leider machtlos. Im Zweifel sollten Sie vorübergehend die Windows-eigene Firewall testen, die die Netzwerkkonfiguration automatisch vornimmt.
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