Vergleichstest

Wenn Geld keine Rolle spielt

Donnerstag, 22.05.2008 | 11:30 von Gamestar
Mäuse, die als "speziell für Spieler entwickelt" vermarktet werden, kosten oft deutlich über 50 Euro. Ein klarer Vorteil in Spielen bleibt gegenüber günstigeren Modellen aber aus. Handling, Präzision und individuelle Vorlieben sind weit wichtiger als teure Extras wie ein flexibles Gewicht, dpi-Umschaltung oder Profil-Verwaltung. Aus diesem Grund empfehlen wir vor dem Kauf möglichst ein "Probefühlen" beim Händler.

Die High-End-Mäuse Razer Lachesis und Logitech G9 hat die Gamestar bereits in der Ausgabe 12/2007 getestet. Mit der Rekordwertung von 96 Punkten führt die Lachesis die Maus-Rangliste im Einkaufsführer weiter souverän an, die G9 folgt mit 94 Punkten auf Platz 2. In diesem Test bleiben beide außen vor, weil sie die gesetzte Preisgrenze von 50 Euro deutlich übersteigen.

Lachesis und G9 sind die Ferraris unter den Mäusen - wer sie will, muss unverhältnismäßig viele Euros drauflegen. Trotz pixelgenauer Präzision, perfekter Verarbeitung und umfangreicher Ausstattung rechtfertigen sie kaum die hohe Investition von 70 Euro, denn vergleichbare Qualitäten bekommen Sie durchaus auch für 30 Euro weniger.

G5, zweite Edition

Bei Markteinführung der zweiten Auflage von Logitechs G5 -Lasermaus vor knapp einem Jahr kostete der Präzisionsnager noch 75 Euro, heute erhalten Sie das ehemalige Topmodell bereits für 50 Euro. Dafür gibt's eine sehr ergonomisch geformte Rechtshändermaus mit fünf präzisen Tasten, Vier-Wege-Rad sowie zwei Schaltern zum Regeln der Auflösung des 2.000-dpi-Lasers. Im Treiber können Sie dazu fünf individuelle dpi-Stufen definieren und zudem alle sieben Buttons frei belegen, Makros beherrscht die G5 aber nicht. Die Verarbeitung ist extrem solide und hochwertig, das Gewicht lässt sich dank beiliegender Metallteilchen an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Im Spieletest kann die G5 nicht ganz mit Razers Diamondback 3G mithalten, allerdings arbeitet sie trotzdem sehr präzise und stellt auch anspruchsvolle Vielspieler voll zufrieden. Sowohl rasante 180-Grad-Drehungen als auch pixelgenaue Zielmanöver setzt der G5-Sensor präzise um, jedoch nicht bis zu den extremen Geschwindigkeiten des Razer-Konkurrenten. Zudem hat er Probleme mit Aussetzern und Ungenauigkeiten auf Glas sowie auf dem MTW-Pad.

Fazit: extrem solides und zuverlässiges Präzisionswerkzeug, das dank dicker Ausstattung sowie toller Verarbeitung den Testsieg erringt!

MX518

Das für Rechtshänder sehr angenehm geformte Gehäuse der MX518 verwendet Logitech auch beim Nachfolger G5, zweite Edition . Dabei setzt die 40 Euro teure MX518 aber auf optische Abtastung mit 1.800 dpi. Und die MX518 hat einen Taster mehr als der Nachfolger, allerdings ist dieser schwer erreichbar hoch auf dem Mausrücken positioniert. Gleiches gilt für den vor dem Mausrad liegenden Button zur Reduzierung der Sensorauflösung - in Spielen bedienen Sie keine der beiden Tasten ohne Verrenkungen. Ärgerlich, da Sie den Buttons per Treiber beliebige Funktionen zuweisen können. Das Manko machen die sehr gut positionierten und exakt arbeitenden restlichen Tasten aber locker wett.

In Sachen Präzision steht die MX518 der G5 in nichts nach: Egal ob in sehr schnellen Shootern oder klickintensiven Strategietiteln, stets setzt der Sensor die Steuerbefehle exakt und ohne Aussetzer um. Selbst Unterlagen, die dem G5 -Laser Probleme bereiten, schluckt die MX518 ohne Murren und Funktionsstörungen. Einzig die glatte Mausoberfläche, die bei schwitzenden Händen schnell klebrig wird, sowie die fehlenden Gewichte sind Nachteile gegenüber der G5.

Fazit: hochpräzise Maus mit toller Ergonomie und Verarbeitung.

Donnerstag, 22.05.2008 | 11:30 von Gamestar
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