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Die Webshops von Apple, Dell und HP im Praxistest

05.08.2009 | 10:33 Uhr |

Bei HP, Dell und Hewlett-Packard kann man zwar online einkaufen, aber nur einer der drei Online-Shops ist wirklich zeitgemäß.

Abbildung 1: Konfiguratorfragen im HP-Shop.
Vergrößern Abbildung 1: Konfiguratorfragen im HP-Shop.

Online-Shopping ist "in". Man sollte meinen, dass die großen PC-Hersteller dementsprechend leistungsfähige Online-Shops bereit halten, die durch Benutzerfreundlichkeit (Usability) glänzen und für ein positives Kauferlebnis sorgen. Doch dem ist keineswegs so, wie dieser Vergleichstest unserer Schwesterpublikation computerwoche.de beweist. Hinweis: Der Test wurde im Juni 2009 durchgeführt.

Wir nahmen uns drei wichtige, marktführende Shops vor. Nämlich die Online-Läden der Hersteller Hewlett-Packard (HP) , Dell und Apple . Unser fiktive Kunde war jeweils ein Gewerbetreibender, der in dem Shop ein Notebook und weiteres, betriebsnotwendiges Zubehör kaufen wollte.

Abbildung 2: Wie und wo geht es hier planmäßig weiter?
Vergrößern Abbildung 2: Wie und wo geht es hier planmäßig weiter?

Der Shop von HP will vom Start weg eine Auswahlhilfe anbieten und fragt nach dem Verwendungszweck des Notebooks - was aber zunächst für Verwirrung sorgt: "Besser - mehrere Anwendungen gleichzeitig", "Excellent - viele Anwendungen gleichzeitig" oder einen "Ersatz für Desktop" fragt der Shop? Der Kunde muss nun entscheiden, was der Unterschied zwischen "mehrere" und "viele" ist und tappt vielleicht in die Falle, die Option "Desktop-Ersatz" zu wählen. HP meint damit aber die höchste Rechen-Leistung und nicht einfach nur einen Ersatz für einen normalen PC.

Als Ergebnis kommen mehrere Notebooks , in deren Beschreibung der Besucher Fach-Begriffe wie "LightScribe DVD+/-RW SuperMulti mit Double-Layer", "ExpressCard/54-Steckplatz" oder "RJ-11, RJ-45" vorfindet - ohne Erklärungen. Wer sich nicht mit IT auskennt, ist beim HP-Shop verloren.

Jetzt klicken wir ein Gerät an und legen es "In den Warenkorb". Kurios: Daraufhin poppt ein Fenster mit einer Umfrage auf - der Kunden wird hier also vom Einkaufen abgelenkt! Der Warenkorb wird links oben (normal wäre rechts oben) über den Auswahlfragen eingeblendet, wo man ihn leicht übersieht. Außerdem schlecht: Es geht jetzt nirgends planmäßig weiter. Die Seite zeigt nur "Bitte beantworten Sie die Fragen auf der linken Seite um die passenden Empfehlungen zu erhalten", darunter erscheinen kleine Abbildungen von sechs Notebooks, die aber nicht anklickbar sind (Abbildung 2). Wo ist die Kasse? Fragen über Fragen...

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