20.07.2009, 09:31

Hans-Christian Dirscherl

Webserver syncronisieren

Daten-Backup mit Grsync

Entfernte Rechner, etwa Verzeichnisse auf Ihrem Webserver, sichern und synchronisieren Sie mit rsync. Wollen Sie nicht auf die Kommandozeile, flanschen Sie einfach das grafische Front-End Grsync davor.
Das Tool Grsync ist eine GTK-Oberfläche für das Kommandozeilen-Tool rsync, das Dateien zwischen entfernten Rechnern kopiert. Das Konsolen-Tool bietet zwar wesentlich mehr Optionen, in den meisten Fällen reichen aber die Funktionen von Grsync völlig aus. Das rsync-eigenen Update-Protokoll, das in beiden Fällen zum Einsatz kommt, ermöglicht eine wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit als bei einem normalen Kopiervorgang, falls eine Zieldatei bereits existiert. Dann überträgt rsync auch nur die Unterschiede zwischen Quell- und Zieldateien über die Netzwerkverbindung. Da die Kommandozeilen-Parameter von rsync gerade für Windows-Umsteiger etwas kompliziert sind, bietet sich das grafische Front-End Grsync an.
Für Debian Lenny und Ubuntu finden Sie das Tool in der Version 0.6.1 in den Repositories und installieren es daher einfach mit Synaptic aus dem Internet nach. Für Open Suse gibt es ein passendes Paket, das Sie etwa mit Yast installieren. Das zugrundeliegende rsync trägt in Debian die Versionsnummer 3.0.3, in Ubuntu 3.0.5 und in Open Suse 3.0.4 – unterscheidet sich aber nur durch ein paar Bugfixes; Details dazu lesen Sie hier. Anschließend starten Sie das Tool über den Menüeintrag oder <Alt>-<F2> und die Eingabe von „grsync“.
Home-Verzeichnis sichern
Das grafische Tool Grsync bietet sich vor allem an, um das eigene Home-Verzeichnis zu sichern – etwa auf eine andere Partition oder eine externe Festplatte. Dazu tragen Sie nach dem Programmstart Ihr Home-Verzeichnis mit angehängtem Schrägstrich als Quelle (etwa /home/<benutzer>/) in das obere Feld und ein Zielverzeichnis in das untere Feld ein, zum Beispiel /mnt/. Möchten Sie auch das Verzeichnis „<benutzer>“ erzeugen, lassen Sie den Schrägstrich am Ende weg. Das Zielverzeichnis sollte außerdem nicht innerhalb des Home-Verzeichnisses liegen, da Sie sonst in eine Kopierschleife geraten und die Platte eventuell zum Überlaufen bringen.
Falls Sie auf das Zielverzeichnis keine Schreibrechte haben, stehen Sie vor dem nächsten Problem: Grsync bricht dann mit Fehlern ab. Die Lösung: Starten Sie Grsync als Administrator – in Debian etwa aus einem root-Terminal mit „grsync“, in Ubuntu von einem Terminal-Fenster mit dem Befehl „sudo grsync“. Anschließend sichert Grsync die Dateien und Verzeichnisse Ihres Rechners. Wenn Sie allerdings das Ergebnis betrachten, werden Sie eventuell schnell ein weiteres Problem bemerken: Die Dateien und Verzeichnisse gehören nun alle dem Administrator. Das verhindern Sie, indem Sie die Standardoptionen ändern und außer „Zeitstempel erhalten“ („-t“) auch die Optionen „Besitzer erhalten“ („-o“), „Rechte erhalten“ („-p“) und „Gruppe erhalten“ („-g“) einschalten. Wenn Sie jetzt synchronisieren, haben die Dateien und Verzeichnisse die gleichen Rechte wie zuvor.
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