Webseite erstellen

Webmaster-Tools für HTML, CSS, Javascript und Web-Apps

Samstag den 07.04.2012 um 07:38 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Wir stellen Ihnen geniale Website-Tools für die Webseiten-Erstellung vor.
Vergrößern Wir stellen Ihnen geniale Website-Tools für die Webseiten-Erstellung vor.
© iStockphoto.com/DSGpro
Wer Webseiten erstellen will, braucht die richtigen Webmaster-Tools: Editoren für den Code, CMS, Blog-Software und Frameworks. PC-WELT stellt die besten Gratis-Werkzeuge für die Webseiten-Erstellung vor.
Um eine Website zu erstellen, gibt es verschiedene Methoden mit jeweils unterschiedlichen Arten von Webmaster-Tools: HTML-Editoren, Content-Management-Systeme und Blog-Software sowie fertig gehostete Blog-Angebote. Dazu kommen noch Speziallösungen für Foren, Online-Fotoalben und Online-Shops. Wir zeigen Ihnen, auf welche Weise Sie eine eigene Website erstellen können und nennen zu jeder Methode die Vorteile und Nachteile sowie die typische Anwender-Zielgruppe. Außerdem stellen wir einen bewährten kostenlosen FTP-Client vor, mit dem Sie Ihre Website auf den Webspace Ihres Hosters hochladen können. Wir gehen zudem ausführlich auf das hochaktuelle Thema Website-Optimierung für Smartphones ein. Und stellen die dafür notwendigen Werkzeuge vor.

Webmaster-Tools: Editoren zum Erstellen von HTML-, CSS- und Javascript-Code

Hierbei verwenden Sie einen Text-Editor und programmieren den Quellcode der Seite in HTML, CSS und meist auch in Javascript von Hand. Hochwertigere Editoren verkürzen den Zeitaufwand deutlich, indem sie fertige Webseiten-Elemente wie Formulare, Tabellen und Grafiken zum bequemen Einfügen per Drag& Drop bereitstellen. In diesem Fall müssen Sie den Quellcode nur noch für Optimierungsmaßnahmen anfassen.

Quanta Plus bietet Syntax-Hervorhebung und
Syntax-Ergänzung (der Screenshot stammt von einem Ubuntu
Linux-Desktop)
Vergrößern Quanta Plus bietet Syntax-Hervorhebung und Syntax-Ergänzung (der Screenshot stammt von einem Ubuntu Linux-Desktop)

Editor gewährt volle Code-Kontrolle

Der Vorteil dieser Methode: Sie behalten die volle Kontrolle über den Code, vermeiden überflüssigen Code-Ballast und können wirklich jedes noch so kleine Detail ganz nach Ihren Bedürfnissen anpassen. Der Nachteil: Sie müssen HTML, CSS und Javascript beherrschen. Das ist nicht jedermanns Sache.

Als Werkzeug reicht theoretisch ein einfacher Texteditor wie Wordpad unter Windows oder Gedit unter Linux aus. Deutlich schneller und mit weniger Fehlern codet es sich aber mit einem speziellen Programmiereditor, der Features wie Syntaxhervorhebung und eventuell sogar automatische Code-Ergänzung bietet. In diesem Fall spricht man von HTML-Editoren, die es in Hülle und Fülle für alle gängigen Betriebssysteme gibt. Für Windows eignen sich zum Beispiel der CoffeeCup HTML Editor oder der Phase 5 html Editor. Unter Linux sind beispielsweise Quanta Plus oder Bluefish populär.

Berufsmäßige Entwickler, die große Projekte stemmen müssen, greifen in der Regel zum Marktführer Adobe Dreamweaver (ehemals von Macromedia entwickelt), gegen den Microsofts Webdeveloping-Werkzeug Expression Web nur geringe Marktanteile behaupten kann (aktuell ist Version 4) . Beides sind hochpreisige Website-Tools, die eine erhebliche Einarbeitungszeit erfordern und sich nur für professionelle Entwickler und große Website-Projekte lohnen.

Fazit: Webmaster-Tools HTML-Editor en

Zielgruppe: Tüftler, Programmierfans, professionelle Entwickler
Einsatzzweck: Kleine Webseiten oder sehr individuelle große Webauftritte
Vorteil: Voller Kontrolle über den Code, alle technischen Möglichkeiten von HTML, CSS, Javascript und serverseitigen Programmiersprachen lassen sich ausschöpfen
Nachteil: Know-How erforderlich, zeitaufwändige Code-Pflege, man verliert bei größeren Content-Mengen schnell den Überblick, kein Rechtemanagement. Für Versions-Historie zusätzliche Versionierungssoftware erforderlich.

Webmaster-Tools: Content-Management-Systeme wie Joomla und Typo 3

Wer keine Lust auf Quellcode-Programmieren hat, nutzt eine Software zur Pflege von Webseiten. Solche Programme heißen Content-Management-Systeme, kurz CMS genannt. Sie bieten zwei wesentliche Vorteile: Der Betreuer einer Webseite muss sich nicht mit dem Quellcode beschäftigen, sondern kann sich ganz auf die Inhalte seiner Webseite konzentrieren, also auf Texte, Bilder und Multimedia-Elemente. Und man kann schneller und fehlerfreier selbst große Mengen an Texten und Illustrationen sowie Videos online stellen als das der Fall wäre, wenn die Inhalte direkt in HTML erstellt werden müssten.

Zudem ist immer ein einheitliches Layout garantiert, weil man einmal im CMS alle Designvorgaben festgelegt hat und diese dann für alle Webseiten-Elemente gelten. Ein großer Vorteil von professionelleren Content-Management-Systemen ist zudem das Rechtemanagement: Es können also mehrere Personen zeitgleich an einer einzigen Website arbeiten. Dabei kann der Administrator jedem Mitarbeiter genauso viele Rechte im CMS geben, wie dieser für seine Arbeit auch tatsächlich benötigt.

Unerfahrene Mitarbeiter können so keinen großen Schaden anrichten und nicht aus Versehen die ganze Seite zerstören – was durchaus passieren kann, wenn  sie direkt im HTML-Code ihre Texte eingeben müssen. Zudem bieten hochwertigere CMS eine Versions-Historie, man kann also jederzeit alle Veränderungen an einem Artikel zurückverfolgen.

Joomla besitzt ein übersichtliches Frontend
Vergrößern Joomla besitzt ein übersichtliches Frontend

Bekannte Beispiele für CMS sind Joomla, Drupal oder Typo3   – beide setzen eine PHP-/MySQL-Infrastruktur voraus (siehe dazu die nächste Seite). Achten Sie bei der Auswahl Ihres CMS auf dessen Systemvoraussetzungen. Wenn Sie bisher eine Windows-Serverarchitektur verwenden, dann sollten Sie nicht unbedingt auf ein Content-Management-System setzen, das PHP und MySQL voraussetzt (obwohl diese beide Werkzeuge theoretisch auch auf Windows laufen, so ist doch eine Linux-Plattform für sie typisch). Wählen Sie zudem ein CMS, das für die Dimensionen Ihres Contents optimal ist – also nicht überdimensioniert und auch nicht zu schwachbrüstig. Informieren Sie sich zudem über die Anzahl und Qualität der verfügbaren Erweiterungen/Addons/Plugins. Dann sparen Sie sich die mühsame und kostspielige Selbstentwicklung von gewünschten Zusatzfunktionen.

Fazit zu Webmaster-Tools CMS

Zielgruppe: Hobby-Seiten-Betreiber, Web-Agenturen, Unternehmen

Webmaster-Tools: Forum-Software - Diskussions-Basis schaffen

Falls es Ihnen vor allem darum geht eine Online-Community zu betreiben, dann ist eine spezielle Forum-Software das Mittel der Wahl für Sie. Bewährte Klassiker sind phpBB und vBulletin – damit läuft auch das Forum der PC-WELT. Weitere Spezial-Tools für Ihre Website sind beispielsweise Online-Foto-Gallerien wie Gallery und Online-Shops wie Magento.

Samstag den 07.04.2012 um 07:38 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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