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Web-Seiten - Rechtslage

Mittwoch, 18.08.2010 | 18:09 von Damian Robota

Das sagt Rechtsanwältin Marion Janke :
Allein das Anhören von Musik über Seiten wie songza.com oder deezer.com ist unproblematisch. Allerdings wird bei songza.com angeboten, den jeweils gewählten Titel in die eigenen Webseite einzubetten oder einen Link zu setzen.

Ich rate davon ab, von diesen Optionen Gebrauch zu machen. Das Recht, einen Musiktitel ins Internet zu stellen, steht grundsätzlich nur dem Rechteinhaber zu.

Ob das Angebot von onlinemusicrecorder.com urheberrechtlich zulässig ist, ist, wie auch das Angebot von onlinetvrecorder noch nicht abschließend geklärt. Wir bewegen uns hier also in einer rechtlichen Grauzone.

Zweifel an der Zulässigkeit könnten insbesondere bestehen, weil der Nutzer den "musicrecorder" nicht zielgenau programmieren kann. Vielmehr kann sich der Nutzer das gewünschte Musikstück aus einer bereits bestehenden (und ständig anwachsenden) Datenbank aus Radio-Mitschnitten herunterladen.

Das Argument, der Anbieter würde ja nur dabei behilflich sein, für den privaten Nutzer die zulässige Privatkopie anzufertigen, greift also nicht. Denn genau gesehen, lässt der Nutzer keine Privatkopie anfertigen, sondern kopiert die für einen anderen Nutzer angefertigte und in der Datenbank abgelegte "Privatkopie".

Das Angebot von Tonspion sollte ohne Risiko sein, da diese auf den jeweiligen Anbieter der MP3 also den Künstler selbst oder die Plattenfirma verlinken. Auf last.fm stellen Künstler selbst ihre Musik und Videos ein und bieten diese teilweise unter der sogenannten Creative Commons Lizenz zum Download an.

In der Regel dürfen die unter einer CC-Lizenz stehenden Werke frei kopiert und für nicht kommerzielle Zwecke frei verwendet werden. Ausführliche Informationen zu den verschiedenen CC-Lizenzen gibt es unter: creativcommons.org .

Mittwoch, 18.08.2010 | 18:09 von Damian Robota
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