17.05.2013, 09:42

Michelle Masting

Schaurig-hässliches Web-Design

Die schlimmsten Fehler beim Webseiten-Design

Die schlimmsten Web-Design-Fehltritte

Schaurig-hässlich: Wir stellen einige besonders misslungene Webseiten vor und erklären die schlimmsten Fehler, die Sie beim Design Ihrer Website machen können.
Man stolpert im Internet fortwährend über die Sünden des Web-Designs: Viele Webseiten-Betreiber benutzen Flash noch immer auf nervtötende Weise. Animierte GIFs lauern noch immer in den dunkelsten Ecken des WWW, ominöse Besucherzähler werden langsam aber sicher durch eine Überdosis sozialer Widgets ersetzt. An anderer Stelle fristen Webseiten ihr kurioses Dasein, deren Schriftfarbe sich von der Hintergrundfarbe nur geringfügig abhebt und Blogs warten lediglich mit der Entschuldigung bestückt, dass das Blog länger nicht aktualisiert wurde, auf Besucher. Lachen Sie über unsere Sammlung - und nehmen Sie vielleicht sogar den einen oder anderen Tipp, wie's nicht laufen sollte, für Ihre eigene Webseite mit (alle Bilder sind aktuelle Screenshots und/oder stammen von unserer Schwesterpublikation PC-World).

Webseiten nur mit Flash

Die Webseite Homestar Runner ist rein inhaltlich gar nicht mal übel. Das große Problem: viele können sie aber gar nicht sehen. Denn die Webseite besteht vollkommen aus Flash und während sich das Web langsam aber sicher auf HTML 5 umstellt, schwindet der Flash-Support immer weiter. Aber selbst, wenn Ihr Mobilgerät noch Flash unterstützt, ist die Erfahrung nicht gerade ideal. Nutzer können auf einem Touchscreen zum Beispiel kein Mouse-Over aktivieren. Wenn also Ihre komplette Webseite oder auch nur ein großer Teil davon aus Flash besteht, grenzen Sie zahlreiche Nutzer aus. Einige Browser warnen Ihre Benutzer nicht einmal davor, dass kein Flash-Player installiert ist. Stattdessen präsentieren sie ihnen einfach eine blanke Webseite ohne Inhalt. Und eine Blanko-Webseite hinterlässt nicht gerade einen positiven Eindruck. Denken Sie darüber nach, für Videos, Rich Content und dynamische Seitennavigation auf HTML 5 umzusteigen .

Schlecht gemachte Flash-Webseiten

Was ist schlimmer als eine Flash-Webseite? Natürlich eine schlecht gemachte Flash-Webseite! Zum Beispiel die von Qssis - eine einzige, gigantische Flash-Animation, die sich an die komplette Browser-Fläche anpasst. Wenn der Browser nicht exakt das gleiche Größenverhältnis hat, kann das schnell zu massiven Darstellungsproblemen führen. Die größenveränderte Animation könnte zusammengequetscht oder lächerlich in die Länge gezogen werden. Immerhin hat die Webseite nicht gleich das Kardinalverbrechen begangen statt der Animation selbst die Browsergröße anzupassen. Zusätzliche Minuspunkte heimst die Seite übrigens für das automatische Abspielen eines Billy-Idol-Songs, das Abspielen eines nicht überspringbaren Intro-Videos und den Besitz eines nahezu unaussprechlichen Namens ein.

Zu wenig Kontrast

Sie selbst wissen in aller Regel, was auf Ihrer Webseite steht. Deshalb mag Ihnen eine hellblaue Schrift auf einem nur wenig dunkleren, blauen Hintergrund perfekt lesbar erscheinen. Für Ihre Besucher hingegen dürfte der Seiteninhalt so frustrierend schwer zu entziffern sein. Und was passiert, wenn sich der Inhalt einer Webseite ihrem Besucher nicht direkt erschließt? Sie schließen den Tab und wechseln zur nächsten Webseite, die ihnen in ihren Suchergebnissen angezeigt wird. Nehmen Sie nur mal als Beispiel, wie viel einfacher der untere Text im nebenstehenden Bild zu lesen ist...

Fragwürdige Farbwahl

Speichern Sie dieses Beispiel in Ihrem Kopf am besten unter "übertriebener Versuch, bunt zu sein" ab. Ein aufeinander abgestimmtes Farbschema lässt Ihre Webseite nicht nur sauberer wirken, sondern hilft auch dabei, Ihrer Marke oder Ihrem Produkt einen höheren Wiedererkennungswert zu verschaffen. Besucher verlassen Ihre Webseite dann mit einem viel konkreteren Eindruck Ihrer Identität. Die Deutsche Telekom setzt beispielsweise auf Magenta, O2 gibt sich durchwegs blau, wogegen sich der Hardware-Hersteller Razer in giftigem Grün präsentiert. Zu viele Farben auf einmal wirken verwirrend und manchmal scheint die Webseite dadurch auch unlesbar. In unserem Bild nebenan finden Sie die Ursprungs-Webseite auf der linken Seite. Auf der rechten Seite finden Sie die überarbeitete, deutlich angenehmere Form.

Fragwürdige Fonts

Keine einzige Webseite sollte jemals komplett im Comic Sans Font geschrieben werden! Immerhin ist es kein Zufall, dass das Nummer-1-Suchergebnis nach "Comic Sans" die Webseite BanComicSans.com ist (zu Deutsch so viel wie: Verbannt Comic Sans!). Es zeugt einfach nicht von Professionalität. Versuchen Sie deshalb immer, eine Schriftart zu wählen, die dem Inhalt Ihrer Webseite angemessen scheint.

Zerschossenes Layout und unnötiges Gästebuch

Wir sind uns ziemlich sicher, dass die Webseite im Bild gar nicht so schlecht aussehen würde, zumindest im alten Internet Explorer 6. In Googles Chrome-Browser ist hingegen der nebenstehende Screenshot entstanden. Testen Sie das Layout Ihrer Webseite daher in mindestens drei aktuellen Browsern und versuchen Sie auf aktuelle Web-Standards zu achten. Legen Sie ein bisschen Geld aus Ihrer Firmenkasse zur Seite, um alle paar Jahre ein Re-Design anzustreben. Web-Standards entwickeln sich weiter und verändern sich oft schnell. So kann aus Ihrem preisgekrönten Web-Design von 1998 im neuen Firefox-Browser gut und gerne ein regelrechtes Design-Desaster werden. Im übrigen begeht die Seite im Bild einen weiteren, schwerwiegenden Fehler: sie besitzt ein Gästebuch. Wenn Sie noch immer versuchen, die Aktivitäten von Besuchern und Kunden über ein Gästebuch nachzuverfolgen, denken Sie darüber nach, eine Facebook-Seite für Ihr Unternehmen anzulegen. Darüber kommen Sie mit Ihren Kunden garantiert mehr in Kontakt.
Side-Scrolling
Manchmal ist es schwierig, umfangreichen Inhalt auf eine einzige Webseite zu packen. Aber aus diesem Grund gibt es ja sinnvolle Navigationsmöglichkeiten. Wenn Ihre Navigation allerdings darauf hinausläuft, eine horizontale Scroll-Leiste einzubauen, sollten Sie Ihr Layout überdenken. Zwar kommen viele neuere Laptops mittlerweile mit Touchpads daher, die mit einer Zwei-Finger-Geste auch horizontal scrollen können, viele ältere Modelle und Desktop-PCs, die über Mäuse gesteuert werden, können das hingegen nicht. Horizontale Scroll-Leisten sind einfach nervtötend. Und noch schlimmer: sie sind so unübersichtlich, dass Besucher Ihrer Webseite nur allzu schnell Inhalte übersehen. Bauen Sie daher eine tiefere Menüstruktur auf und stellen Sie sicher, dass sich Ihre Webseite den verschiedenen Browser-Layouts anstandslos anpasst.
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