17.05.2013, 09:42

Michelle Masting

Bitte nicht nachmachen

Web-Design-Fehltritte

Animierte GIFs
Diese Webseite ist ein extremes Beispiel dafür, wie man seinen Web-Auftritt mit blinkenden Widgets und animierten GIFs völlig überladen kann. Aber egal, ob viele oder wenige: blinkende, hüpfende Bildchen sind in jeder Anzahl schlecht. Sich bewegende Bilder lenken den Besucher davon ab, den eigentlichen Inhalt Ihrer Webseite zu erfassen. In unserem Bild-Beispiel ist es quasi unmöglich, sich auf irgendein einzelnes Element der Seite zu konzentrieren. Halten Sie Ihr Layout sauber und heben Sie maximal ein bis zwei Kernelemente hervor, auf die sich die Besucher konzentrieren sollen. Platzieren Sie Widgets und andere Elemente, die nicht direkt zu Ihrer Webseite gehören, in den Ecken, sodass sie nicht vom Wesentlichen ablenken.
Soziale Widgets
Jetzt, wo die Zahl der Besucherzähler und Web-Banner immer mehr zurückgeht, überfluten neuartige Widgets die Webseiten. Natürlich wollen Sie Ihre Besucher wissen lassen, dass Sie einen Twitter-Feed, eine Facebook-Seite, einen RSS-Feed und einen YouTube-Kanal besitzen - und nicht zu vergessen Ihren coolen Flickr-Feed - aber man kann es in puncto Soziale Widgets auch durchaus übertreiben. Ebenso wie die altgedienten Flash-Banner Ladezeiten verlängern, können Widgets Ihre saubere, schnell ladende und schlanke Webseite in ein altmodisches Durcheinander verwandeln. Beschränken Sie sich auf drei - maximal vier - Widgets und laden Sie diese gesammelt in einen speziellen Menüpunkt oder platzieren Sie sie am unteren Rand Ihrer Webseite.
Aus der Balance
Heutzutage versucht nahezu jeder, seine Webseite zu Geld zu machen. Auch hier gilt natürlich: Werbemittel zahlen die Rechnung. Nichtsdestotrotz sollten Sie unbedingt die Balance zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt behalten. Sobald es schwierig wird, zwischen all den Werbeanzeigen den eigentlichen Inhalt der Webseite ausfindig zu machen, überdenken Sie besser Ihr Layout - oder gleich Ihre ganze Marketingstrategie. Die Webseite im Bild mag noch kein allzu extremes Beispiel für werbeüberladene Seiten sein, spielt jedoch schön ironisch mit der Problematik, indem sie zwischen fünf verschiedene „teilen“-Widgets und drei Reihen von Werbung einen Post über schlechtes Web-Design quetscht. Immerhin befindet sich die Werbung gesammelt auf der rechten Seite, sodass sie allzu aufdringlich wirkt. Stellen Sie unbedingt sicher, dass das Hauptaugenmerk Ihrer Webseite auf dem Inhalt liegt, nicht auf der eingeblendeten Werbung.
Unsinnige Updates und Status-Nachrichten
Ihre Webseite auf dem neuesten Stand zu halten und sie regelmäßig mit frischen Informationen zu versorgen, ist essentiell wichtig. Aber noch wichtiger ist eigentlich der Inhalt Ihrer Updates. Wenn jemand über die Google-Suche auf einen interessanten Artikel bei Ihnen stößt, wird es ihn nicht weiter kümmern, dass Ihr letztes Update drei Wochen her ist. Widerstehen Sie daher der Versuchung, sich für längeres Ausbleiben von Updates zu entschuldigen. Heben Sie sich die Updates lieber für den Zeitpunkt auf, wenn Sie Ihrer Leserschaft wieder etwas von Substanz mitzuteilen haben. Am häufigsten trifft man dieses Verhalten auf privaten Blogs an. Das Beispiel im Bild stammt jedoch von einer Firmen-Seite auf Facebook.
Ein Bild sagt mehr als...
Eine Warnung vorweg: wer diese Seite besucht, sollte nach Möglichkeit kein Epileptiker sein! Nicht nur, dass sich der grelle Hintergrund aus diversen Neonfarben extrem schnell bewegt und daher den Inhalt beinahe unleserlich macht, die Seite verfügt auch noch über eine gefälschte Warnmeldung am oberen Bildschirmrand, eine durchs Bild fliegende Taube, eine Katze, die am unteren Rand entlang läuft und eine Tür, die sich öffnet, sobald Sie mit der Maus darüber fahren. Noch schlimmer ist nur, dass der Hinweis unten tatsächlich stimmt: die Webseite sieht im Internet Explorer tatsächlich noch "besser" aus!
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