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Was uns Apple (noch) verschweigt - Vorschau auf die WWDC

05.06.2013 | 08:28 Uhr |

Am 10. Juni findet die diesjährige Entwicklermesse von Apple statt, auf der das Unternehmen traditionell neue Produkte enthüllt. Dieses Jahr dürfen wir uns auf eine neues iOS, Haswell-Macbooks und mehr freuen.

Als Apple den Termin für seine diesjährige Entwickler-Messe "Worldwide Developers Conference 2013" - kurz: "WWDC" - Ende April verkündete , waren die Karten in Rekordzeit ausverkauft . Die Messe findet zwischen dem 10. Juni und den 14. Juni im Moscone West in San Francisco statt. Apple nutzt die Messe traditionell zur Bekanntgabe neue Produkte und so wundert es nicht, wenn Apple-Chef Tim Cook mitgeteilt hat, dass Apple "an fantastischer neuer Hardware, Software und Services" arbeite und man "sehr zuversichtlich sei, was unsere Produkt-Pipeline betrifft" sei. Auf der WWDC 2013 sollen Entwickler mehr "über die Zukunft von iOS und OS X" erfahren. Somit gilt es als sicher, dass Apple ein neues iOS und OS X vorstellen wird.

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Das erwartet uns in iOS 7

Gerüchten zufolge integriert Apple Dienste wie Flickr und Vimeo fest in iOS 7. Aktuell sind lediglich Twitter und Facebook eingebaut. Vielleicht schafft es auch die Oberfläche Facebook Home in iOS 7 ? Zumindest gibt es Verhandlungen über eine stärkere Integration von Facebook in iPhone und iPad. Dass Facebook Home aber auf iOS ähnlich im Vordergrund stehen wird wie bei Android, halten wir für unwahrscheinlich. Zu dominant ist die Rolle von Apples mobilem Betriebssystem auf der Flunder aus Cupertino. Neben einer verstärkten Einbindung sozialer Netzwerke erwartet uns in iOS 7 vielleicht auch ein ganz neuer Dienst: iRadio - oder wie immer das Web-Radion von Apple auch heißen mag. Erst vor kurzem sollen sich Apple und Warner Music geeinigt haben. Anonymen Quellen zufolge soll der Startschuss des Online-Radios zur WWDC fallen.

Mit iOS 6 hat Apple Google Maps von seinen Geräten geworfen und auf einen eigenen Kartendienst gesetzt - und fiel damit auf die Nase. Der fehlerhafte Dienst brachte dem erfolgsverwöhntem Unternehmen derbe Kritik ein, das Internet quoll über vor Spott und Hohn. Apple muss auch nach ersten Nachbesserungen noch Arbeit in seinen Kartendienst stecken, wenn es mit Google gleichziehen will. Insofern ist es auffällig, dass der iPhone-Hersteller sich Ende März einen Indoor-GPS-Spezialisten eingekauft hat. Für angeblich 20 Millionen Dollar wechselte WifiSLAM unter die Apple-Flagge. Will Apple in iOS 7 Indoor-Navigation wie Google Maps schon heute anbieten?

Eine gänzlich neue Funktion namens "AirDrop" ist derzeit in aller Munde, wenn es um Gerüchte zu iOS 7 geht. Mit ihr sollen sich Daten drahtlos über WLAN vom Mac auf iOS-Geräte übertragen lassen. Das Feature hatte es ursprünglich schon in iOS 6 schaffen sollen. Nun wollen Entwickler "AirDrop" in Testversionen von iOS 7 gesehen haben. Seit der Mac-Version OS X Lion steht AirDrop bereits auf den Apple-Rechnern zur Verfügung. Für Windows-Nutzer ist "AirDrop" wenig spannend.

Zur Benutzeroberfläche von iOS 7 ist bislang wenig bis gar nichts bekannt. Seit 2007 hat sich iOS optisch nur minimal geändert - das soll sich nun angeblich ändern. Dafür sorge der Designer Jonathan Ive, mit dem Apple zusammenarbeite. Der soll iOS 7 so gründlich umgebaut haben, dass sich langjährige Nutzer erst einmal erschrecken würden . Das neue Interface soll "sehr flach" werden, heißt es lediglich.

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Außerdem auf der WWDC: OS X 10.9

Letztes Jahr hatte Apple angekündigt, Mac OS künftig jährlich zu aktualisieren. Darum rechnen wir fest mit einer Ankündigung von OS X 10.9. Aber auch hier gibt es kaum Neues - ja sogar noch weniger als bei iOS 7. Gerüchten zufolge hat Apple nämlich zahlreiche Entwickler von OS X abgezogen, um das ins HIntertreffen geratene iOS 7 noch rechtzeitig zur WWDC fertig zu bekommen. Gut möglich auch, dass OS X nicht das beherrschende Thema der Messe sein wird.

Die Apple-Uhr: iWatch

Es ist auffällig, dass Tim Cook sich in einem Gespräch über Google Glass nicht nur kritisch geäußert hat, sondern auch das Handgelenk als interessante Möglichkeit für getragene Computer angedeutet hat. Das schürt die ohnehin schon brodelnde Gerüchteküche um eine Apple-Uhr zusätzlich an. Angeblich soll diese Uhr - von den Gerüchten oft "iWatch" genannt - noch in diesem Jahr erscheinen. Sie würde auch sehr gut zu dem aktuellen Hype um intelligente Uhren à la Pebble passen. Die Apple-Uhr soll angeblich über ein Display der Größe 1,5 bis 2 Zoll verfügen und soll dank biometrischer Sensoren die Körperfunktionen des Trägers messen. Außerdem läuft sie vermutlich mit dem aktuellen iOS - vielleicht in abgewandelter Form. Doch normalerweise widmet Apple seinen Vorstößen in neue Marktsegmente eigene Veranstaltungen - was gegen die Vorstellung der iWatch am 10. Juni spricht.

Das nächste iPhone und iPad

Das letzte iPhone wurde im September vorgestellt - für ein neues iPhone wäre es noch zu früh. Zudem bekam das iPhone 5 ein eigenes Event, was ebenfalls gegen eine Vorstellung während der WWDC spricht. Gelten die Gerüchte als Indikator für eine baldige iPhone- oder iPad-Vorstellung, dann liegt diese wirklich noch in einiger Ferne. Denn Gerüchte um ein neues Apple-Telefon sind aktuell noch relativ spärlich gesät. Schon eher könnte Apple die WWDC nutzen, um ein "Billig-iPhone" anzukündigen - über das bereits viel gemunkelt wird. Aktuellen Bildern zufolge sieht es einem iPhone 3G oder 3GS nicht unähnlich. Um Kosten zu sparen, könnte Apple nämlich auf ein Plastik-Gehäuse setzen. Mit ziemlicher Sicherheit wäre das Display zudem etwas kleiner als beim iPhone 5 und die Leistung schwächer. Vielleicht setzt Apple auf eine ältere CPU-Reihe beim "Billig-iPhone". Doch ob Apple überhaupt eines baut, ist unklar - der Konzern hält sich gewohnt bedeckt.

Neue Macbooks von Apple

Wie unsere Kollegen von Techhive von der Computex berichten, könnte Apple auf der WWDC neue Macbooks mit Haswell-CPUs von Intel vorstellen. Darauf hin weisen die Knappheit bei Macbook-Geräten der aktuellen Generation - in der Vergangenheit schon oft ein Indikator für ein kurz bevorstehendes Update - und aufgetauchte Artikelnummern, welche man Macbooks zuordnen könne. Die Nummern weisen auf zwei Displaygrößen und zwei Optionen in der Austattung hin. Gut möglich, dass Apple mit seinen Macbooks mit den zahlreichen Herstellern auf der Computex gleichzieht und ebenfalls Haswell-Geräte anbieten wird.

Wir haben die Haswell-Chips getestet

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