Eher wenig hält Velten von den TCO-Modellen (TCO, Total Cost of Ownership, Gesamtkosten über die Laufzeit des Produkts) der großen Marktforschungs- und Beratungsfirmen. Nach seiner Ansicht sind diese in der Regel komplex und teuer: "In den meisten Fällen passen die Modelle nicht zu den individuellen Gegebenheiten und müssen aufwändig angepasst werden." Vor allem größere Unternehmen arbeiteten deshalb häufig mit eigen entwickelten Modellen oder nutzten schlicht Excel-Tabellen.
"TCO-Modelle spielen dann eine Rolle, wenn ein externer Berater im Haus ist", argumentiert dagegen Novell-Manager Jores. In solchen Fällen seien die Werke auch nützlich, nicht aber als generelles Modell zur Kostenermittlung. Jores: "Dazu sind die Modelle zu allgemein gehalten." In der Regel lasse sich kaum seriös sagen, wie hoch etwa der Personalkostenanteil in typischen Open-Source-Projekten sei. An dieser Stelle hätten auch gängige TCO-Modelle Schwächen. Dessen ungeachtet erwarteten viele Kunden, dass sich ein Open-Source-Projekt noch im Jahr der TCO-Analyse rentiere.
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