Ratgeber Datenschutz
Was beim Löschen oft vergessen wird
- Windows bündelt aus Gründen des Verwaltungsaufwandes üblicherweise zwischen 512 und 32768 Bytes (32 KB) auf der Festplatte zu einem Cluster. Beispiel: Eine 58 KB große Datei belegt zwei Cluster (2mal 32 KB), es bleibt ein Leerraum von 6 KB – die Cluster Tip Area. Dieser Leerraum kann sensible Daten enthalten, da die Datei leicht wächst und schrumpft, während Sie mit ihr arbeiten. Um auch die Tip Area zu überschreiben, aktivieren Sie das erste Häkchen.
Im NTFS-Dateisystem speichert Windows Vorschaubilder und Metadaten in den ADS (Alternative Datei-Ströme). Die Alternativen Daten-Ströme sind nicht sichtbar, aber mit einem start-Kommando ausführbar. Deshalb müssen Sie die ADS beim sicheren Löschen ebenfalls überschreiben. Aktivieren Sie dazu das letzte Häkchen im Eraser.
In den Erase-Einstellungen sollten Sie alle drei Häkchen aktivieren.
In den generellen Einstellungen schalten Sie den leicht nervigen Report ab.
Der Eraser kann freien Speicherplatz überschreiben - sinnvoll etwa als letzte Säuberungsmaßnahme vor dem Verkauf.
Im Scheduler automatisieren Sie das sichere Löschen weitgehend.
Nach dem Drag & Drop der zu löschenden Daten in das Eraser-Fenster startet ein Rechtsklick und "Run All" den Vorgang.
Wer seine Einstellungen schützen möchte, tut das mit einem Passwort unter "Set protection...".
Die ersten beiden und das letzte Häkchen in den Schedule-Einstellungen sind für die Lösch-Automatik wichtig.
Der Eraser ist übersichtlich: Links schalten Sie zwischen Sofort-Löschen und Scheduler (Planer) hin und her.
Ein neuer Task bietet drei Optionen: Freien Speicherplatz, Ordner oder Daten überschreiben.
Ein Rechtsklick auf eine Datei führt über "Erase" zum Sofort-Überschreiben.


