Was Windows langsam macht Teil 2
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8. AV-Software: Kaum vermeidbarer Bremsklotz
Das bremst: Die Hauptbremser kommen nicht über die Hintertüre ins System, sondern werden von den meisten Anwendern bewusst eingerichtet. Das Internet ist gefährlich, die Ganoven lassen sich jeden Tag etwas Neues einfallen – eine Rundumschutz-Software muss her. Diese überwacht Downloads oder andere Quellen, aus denen potenziell schädliche Dateien auf den PC gelangen können, oft auch sämtliche Programmstarts und das Öffnen von Dokumenten. Außerdem klinkt sie sich gerne in den kompletten Web-Datenstrom ein, um auch hier nach gefährlichen Mustern zu fischen. All diese Aktionen fordern enorm Leistung und machen aus trivialen Aufgaben des Systems komplexe Vorgänge. Unsere Messungen der CPU-Zeit (siehe Punkt 6) ergaben eindeutig: PCs mit Virenscanner und Internet-Schutz-Software stemmen eine ungefähr fünf Mal höhere Grundlast als PCs ohne Schutz.
1. Ein Schutz genügt: Setzen Sie nicht zwei oder mehr solcher Programme ein.
2. Richtig konfigurieren: Wählen Sie „milde“ Einstellungen. Sie können jedes AV-Programm so einrichten, dass es weniger Ressourcen verbraucht. Der Konfigurationsdialog etwa von Kaspersky Internet Security zeigt sogar an, wie sich einzelne Einstellungen auf die Geschwindigkeit des Systems auswirken. So bringt es etwas, Dateien nach Endungen statt nach Inhalt untersuchen zu lassen: Im zweiten Fall öffnet das AV-Tool die Datei, um zu ermitteln, ob der Inhalt potenziell gefährlich sein könnte, und erkennt etwa Word-, Script- oder ausführbare Dateien anhand charakteristischer Datenmuster. Danach entscheidet es, ob es die Datei in einem zweiten Durchgang auf Viren scannt.
Lässt sich der Anti-Dialer eventuell abschalten, weil Sie DSL besitzen und weder Modem noch ISDN-Karte mit dem Rechner verbunden ist? Jede Funktion, die Sie abwählen oder reduzieren, entlastet Ihr System.


