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WLAN mit Heatmapper optimieren für besseren Router-Empfang

08.09.2016 | 08:47 Uhr |

Heatmapper erstellt eine 2D-Karte Ihres Funknetzes, die einen Überblick über die verschiedenen Signalstärken in Ihren Räumen liefert. So wissen Sie, wo Sie den Router optimal platzieren.

In Küche und Bad surfen Sie drahtlos mit maximalem WLAN-Signalpegel, doch ausgerechnet im Wohn-und Schlafzimmer kommt es immer wieder zu stockendem Datenverkehr. Oft liegt es daran, dass Ihr WLAN-Router nicht am optimalen Standort steht. Mauern, Glas und Metallgegenstände schränken den Funkbereich ein. Nur wenn Sie Ihren Router perfekt platzieren, erzielen Sie eine bestmögliche Reichweite und Empfangsqualität.

Optimaler Routerstandort

Ein zuverlässiges Verfahren, den derzeitigen Routeraufstellort zu überprüfen sowie gegebenenfalls einen besseren Standort zu ermitteln, bietet das für Privatnutzer kostenlose Ekahau Heatmapper . Dieses Tool misst die WLAN-Netzabdeckung in Ihren Räumen anhand einzelner Messpunkte. Für die Messung benötigen Sie ein gewöhnliches Notebook mit WLAN-Empfang, mit dem Sie sich durch die Wohnung oder Ihr Haus bewegen. Es dient Heatmapper als mobile Signalerfassungsstation. Haben Sie an ausreichend vielen Punkten gemessen, ergibt sich eine übersichtliche Heatmap-Karte, in der Sie auf einen Blick sehen, wie es um die Signalstärke an den einzelnen Standorten bestimmt ist und an welchen Positionen es Funklöcher gibt.

Sobald Sie die Messung beginnen, führt Heatmapper am linken Fensterrand alle WLAN-Router auf, die sich aktuell in Reichweite Ihres Notebooks befinden – durch Anklicken markieren Sie Ihren Router.
Vergrößern Sobald Sie die Messung beginnen, führt Heatmapper am linken Fensterrand alle WLAN-Router auf, die sich aktuell in Reichweite Ihres Notebooks befinden – durch Anklicken markieren Sie Ihren Router.

Grundriss der Wohnräume

Installieren Sie zunächst das englischsprachige Heatmapper auf Ihrem Notebook, das mit dem Router verbunden sein muss. Im Rahmen des Setups müssen Sie der Einrichtung des erforderlichen Protokolltreibers zustimmen. Nach dem Start will das Tool zuerst wissen, ob Sie für die Reichweitenkarte einen Grundriss Ihrer Wohnung in Heatmapper öffnen oder stattdessen mit einem leeren, karierten Arbeitsblatt beginnen wollen. Klicken Sie auf „I have a map image“, wenn Sie eine Grundrissdatei besitzen und wählen Sie die Bilddatei im Dialog aus oder gehen Sie auf „I don’t have a map image“, um ohne hinterlegten Grundriss fortzufahren.

Tipp: WLAN-Tuning mit der neuen Fritzbox-Version

Beachten Sie, dass die von Heatmapper ermittelte Signalstärke auch von der Hardware des Empfangsgeräts abhängt, also von dem Notebook, mit dem Sie messen. Gibt es in Ihrem Haushalt mehrere Notebooks, führen Sie die Messung an dem Gerät durch, das Sie am häufigsten nutzen.

Schreiten Sie der Reihe nach alle Räume ab, indem Sie sich jeweils in die Ecken der einzelnen Zimmer stellen und Ihren jeweiligen Standpunkt mit der linken Maustaste im Grundriss markieren.
Vergrößern Schreiten Sie der Reihe nach alle Räume ab, indem Sie sich jeweils in die Ecken der einzelnen Zimmer stellen und Ihren jeweiligen Standpunkt mit der linken Maustaste im Grundriss markieren.

WLAN-Router wählen

Am linken Fensterrand zeigt Heatmapper sämtliche in Reichweite gefundene Funknetzwerke sortiert nach deren Signalstärke an. Ihr eigener Router steht normalerweise ganz oben – falls nicht, klicken Sie in der Liste auf seinen Namen. Klicken Sie danach mit der linken Maustaste auf dem Grundriss Ihren aktuellen Standort an – er dient als Ausgangsposition. Nun starten Sie mit dem Notebook einen Rundgang durch die Wohnräume. Klicken Sie dabei in regelmäßigen Abständen von drei bis vier Metern auf Ihre Position im Grundriss. Mit jedem Mausklick registriert Heatmapper die Signalstärke aller Router an diesem Punkt. Ihre bisherige Strecke wird in der Karte markiert. Zurück an der Startposition beenden Sie die Messung per Rechtsklick.

Nach Abschluss der Reichweitenmessung bildet Heatmapper anhand der Farbabstufungen von Grün bis Rot die Funkabdeckung Ihres WLAN-Routers und die von benachbarten Routern in den Wohnräumen ab.
Vergrößern Nach Abschluss der Reichweitenmessung bildet Heatmapper anhand der Farbabstufungen von Grün bis Rot die Funkabdeckung Ihres WLAN-Routers und die von benachbarten Routern in den Wohnräumen ab.

Karte auswerten

Nach Abschluss der WLAN-Messung färbt Heatmapper die Karte je nach ermittelter Signalabdeckung unterschiedlich ein. Grüne Bereiche stehen für sehr guten WLAN-Empfang, Gelb signalisiert eingeschränkte WLAN-Versorgung und in orangefarbenen Regionen bestehen Funklöcher. Verändern Sie jetzt den Aufstellort Ihres WLAN-Routers ein wenig und messen Sie erneut. Wiederholen Sie diese Schritte, bis die WLAN-Abdeckung in der Heatmap in möglichst vielen Räumen grün dargestellt wird.

Sweet Home 3D: So erstellen Sie einen Raumplan für Heatmapper

Auf Basis einer Grundrissdatei verrät Heatmapper, an welcher Position Ihr WLAN-Router die beste Reichweite erzielt. Steht Ihnen kein eingescannter oder abfotografierter Grundriss Ihrer Wohnräume zur Verfügung, nutzen Sie einen Raumplaner und erstellen einen. Dazu eignen sich kostenlose Tools wie beispielsweise Roomeon oder Sweet Home 3D .

Sweet Home 3D ist ein auf Java basierendes Planungsprogramm, in dem Sie Ihre Wohnung oder das Haus maßstabsgetreu samt Einrichtungsgegenständen zusammenklicken können. Die Software zeichnet sich durch ihre verhältnismäßig einfache Bedienung aus. Auf Grundlage einer mitgelieferten Elementebibliothek, die aus Mauern, Türen, Fenstern und Treppen besteht, stellen Sie den Grundriss nach. Aus dem Möbelkatalog können Sie Einrichtungsgegenstände zusammenklicken und die Räume authentisch einrichten – notwendig ist das für Heatmapper jedoch nicht. Die fertige Grafik speichern Sie mit „3D-Ansicht erstellen“ und „Foto erstellen“ im PNG-Format.

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