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WLAN bis in den letzten Winkel

05.04.2013 | 10:30 Uhr |

In der Theorie versprechen moderne WLAN-Router Reichweiten von bis zu 300 Metern. Die Realität sieht anders aus: Oft ist bereits nach wenigen Metern Schluss. Doch die WLAN-Sendeleistung lässt sich mit einfachen Mitteln verstärken.

Der erste Schritt für eine große Reichweiche und eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit vom WLAN-Router zu den jeweiligen Drahtlosempfängern wie Smartphone, Tablet, Notebook, Spielekonsole, Drucker und Medienplayer ist der richtige Standort des Senders. Positionieren Sie den WLAN-Router so, dass das Gerät möglichst in alle Richtungen frei abstrahlen kann – vermeiden Sie also das Aufstellen unter dem Schreibtisch oder in Ecken. Auch die Platzierung auf dem PC-Gehäuse oder – noch schlechter – in der Nähe einer Mikrowelle sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Elektrogeräte und Mikrowellen können die Signale nämlich empfindlich beeinflussen.

Um Leistungseinbußen durch reflektierende Wände zu minimieren, achten Sie bei der Aufstellung darauf, dass die Sichtverbindung zwischen WLAN-Router und Client-Geräten möglichst direkt und rechtwinklig ist. Oft bringt schon eine minimale Neupositionierung des Senders eine deutliche Leistungssteigerung. Mit dem Gratis-Tool Inssider für Windows- und Android-Geräte analysieren Sie WLAN-Netze Ihrer Umgebung und messen deren Empfangsstärke. So können Sie mit dem Notebook leicht den optimalen Standort des WLAN-Routers bestimmen. Für Android-Smartphones gibt’s alternativ die App Wifi-Analyzer , die die Signalqualität der verfügbaren Funknetze anzeigt und ebenfalls Rückschlüsse auf den optimalen Router-Standort liefert.

WLAN-Tuning: Besser, stärker und schneller

Die Sendeleistung am WLAN-Router erhöhen
Bei den meisten WLAN-Routern lässt sich die Sendeleistung des Funknetzes anpassen. Bei einer Fritzbox von AVM rufen Sie die Admin-Oberfläche auf, indem Sie fritz.box oder die IP-Adresse (meist 192.168.178.1) in die Adresszeile des Webbrowsers eingeben und mit der Eingabetaste bestätigen. Unter „WLAN, Funkkanal“ können Sie von Automatikmodus auf manuelle Einstellungen wechseln und die Sendeleistung auf 100 Prozent festlegen. Oftmals hilft auch ein Wechsel auf einen anderen Funkkanal, etwa wenn sich mehrere Funknetze in die Quere kommen und sich gegenseitig ausbremsen.

Beim Fritz WLAN USB-Stick finden Sie die entsprechenden Einstellungen dafür in der Treiber-Software. Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste auf das Symbol des WLAN-Sticks, und wählen Sie die Option „Verbindung anzeigen…“. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, das im oberen Bereich die MAC- und IP-Adressen anzeigt. Darunter im Abschnitt „Konfigurierbare Paramater“ aktivieren Sie die Option „Experte“ und stellen dort die Sendeleistung ein. Über alternative Firmware lässt sich die Sendeleistung mancher Router weiter erhöhen, doch ist ein solcher Betrieb in Deutschland verboten.

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