WLAN-Tipps

Diese Router-Einstellungen sollten Sie kennen

Mittwoch, 25.12.2013 | 08:45 von Thomas Rau
AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 (20002448)
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WPA2 und Dual-Band kennen Sie, doch Ihr WLAN-Router kann noch mehr. Bei den meisten Geräten lässt sich an vielen kleinen Stellschrauben die Leistung verbessern: Wir zeigen Ihnen die wichtigsten.
Sie haben Ihren WLAN-Router gesichert und alle Daten für den Internetzugang eingegeben: Jetzt müssen nie wieder ins Konfigurations-Menü. Das stimmt eigentlich. Doch es gibt bei vielen Routern noch wichtige Einstellungen, die Sie zwar nicht kennen müssen, aber kennen sollten, wenn Sie Ihren Router effektiv einsetzen wollen. Wir stellen sieben davon vor.

Bei vielen aktuellen Routern können Sie einen Gastzugang
einrichten: Dann kommen Freunde über den WLAN-Router ins Internet,
aber nicht in Ihr Netzwerk
Vergrößern Bei vielen aktuellen Routern können Sie einen Gastzugang einrichten: Dann kommen Freunde über den WLAN-Router ins Internet, aber nicht in Ihr Netzwerk

1. Das WLAN für Gäste freigeben

„Darf ich mal Dein WLAN benutzen“? In Zeiten, in denen der Freundeskreis nicht mehr mit einem Brettspiel, sondern eher mit Smartphone oder Tablet beladen, erscheint, können Sie diese Bitte eigentlich nicht mehr abschlagen. Damit Sie trotzdem nicht Ihr WLAN-Passwort preisgeben oder sich um die lokalen Netzwerk-Freigaben sorgen müssen, können Sie ein Gästezugang ins WLAN einrichten: Die befreundeten Geräte kommen dann nur ins Internet, und haben keinen Zugriff auf andere Netzwerk-Teilnehmer. Bei den meisten Routern können Sie dem Gäste-WLAN nicht nur einen eigenen Namen geben, sondern auch entscheiden, ob es verschlüsselt wird oder nicht. Wenige Router wie die Fritzbox beispielsweise bieten außerdem die Option, den Zugang für die Gäste nach einer bestimmten Dauer zu de-aktivieren.

2. Den Router als Access Point einrichten

Ein älterer Router muss nicht sofort auf den Wertstoffhof: Er kann zum Beispiel noch als Repeater oder Access Point dazu beitragen, die Reichweite Ihres Heimnetzes zu erweitern. Um den Router als Access Point einzusetzen, schließen Sie ihn per Kabel an einen Rechner an, der sich nicht im Netzwerk befindet. Anschließend de-aktivieren Sie den DHCP-Server und vergeben für den künftigen Access Point eine IP-Adresse aus dem Bereich des Netzwerkes, in das Sie ihn integrierten wollen. Nun können Sie ihn per Kabel an den Router anschließen: Der Access Point bietet nun einen neuen WLAN-Zugang zum Router und damit ins Internet. Um die Fritzbox als Access Point einzurichten, markieren Sie unter „Internet, Zugangsdaten“ folgende Optionen „Internetzugang über LAN 1“ und ‚“Vorhandene Internetverbindung im Netzwerk mitbenutzen (IP-Client)“. Anschließend wählen Sie, ob die Fritzbox die IP-Adresse im neuen Netzwerk vom Router bekommen soll oder Sie legen die neue IP-Adresse selbst fest. Anschließend verbinden Sie die Fritzbox über den LAN-Port 1 per Kabel mit einem LAN-Port des Routers.

Wenn der Router zu langsam ist, kann es an der falschen
Verschlüsselung liegen: Bei aktuellen WLAN-Komponenten ist WPA2
Pflicht
Vergrößern Wenn der Router zu langsam ist, kann es an der falschen Verschlüsselung liegen: Bei aktuellen WLAN-Komponenten ist WPA2 Pflicht

3. Wenn der Router nur mit 11g-Tempo funkt

Selbst wenn sich in Ihrem WLAN nur Geräte tummeln, die den aktuell schnellsten Standard 11n unterstützen, kann es sein, dass sie sich nur mit maximal 54 Mbit/s, also 11g-Tempo, mit dem Router verbinden. Das passiert, wenn beim Router als Verschlüsselungsmethode „WEP“, „WPA (TKIP) eingestellt ist oder „WPA + WPA2“ und der Client nur das TKIP-Format beherrscht. Denn der 11n-Standard schreibt vor, dass WLAN-Verbindungen, die nur mit TKIP geschützt sind, maximal mit 54 Mbit/s arbeiten dürfen. Stellen Sie also im Router-Menü unter „WLAN, Sicherheit“ die Verschlüsselungsmethode auf „WPA2“ um beziehungsweise „WPA2-Personal“ oder „WPA2 (CCMP). Das WLAN wird dann mit dem sichereren AES-Algorithmus verschlüsselt. Bei allen WLAN-Komponenten, die AES nicht beherrschen müssen Sie sich um ein Firmware-Update bemühen oder Sie aus dem Funknetz entfernen.

4. Fehlersuche in den Protokolldateien

Wenn der Router Zicken macht, würde man gerne wissen woran das liegt. Meist hilft ein Blick in die Protokoll-Dateien weiter: Hier zeichnet der Router alle Vorkommnisse auf, zum Beispiel wann er sich mit dem Internet verbindet, wann diese Verbindung abbricht und wer sich mit dem Router verbindet. Die Protokolldateien können Sie lesen, wenn Sie sich im Router-Menü anmelden: Die Option zu den Log-Dateien finden Sie meist im Menü „System“, „Administration“ oder „Verwaltung“. Bei einigen Routern müssen Sie das Aufzeichnen und Anzeigen von Protokolldateien erst aktivieren. Anschließend können Sie die angezeigten Daten noch filtern: Zum Beispiel gibt der Router dann nur Einträge aus, die sich mit der Sicherheit befassen oder zeigt nur eine Liste der ausgehenden Verbindungen an.

5. Den Router überprüfen, auch wenn Sie nicht davor sitzen

Nicht immer ist man vor Ort, um sich die Protokolldateien am Router anzusehen. Wenn Sie wissen wollen, was Ihr Router in Ihrer Abwesenheit so treibt, können Sie sich die Dateien auch per Mail zusenden lassen – diese Option bieten viele Router. Nur wenige Router für Privatkunden bieten überdies an, die Fehlermeldungen an einen festgelegten Rechner im Netz zu schicken, der sie sammelt, damit Sie sie bequemer auswerten können. Dies passiert über das Syslog-Protokoll – dementsprechend finden Sie diese Option unter diesem Stichwort, sofern Ihr Router sie anbietet. Bei der Fritzbox nennt sich diese Option „Push Service“: Hier können Sie außerdem einstellen, wie häufig die Fritzbox eine Status-Mail versenden soll.


6. Der Router soll einem Netzwerkgerät immer dieselbe IP-Adresse zuweisen

Der Router verteilt normalerweise eine IP-Adresse an jedes Gerät im Netzwerk: Die kann sich aber jedes Mal ändern, wenn sich das Gerät mit dem Router verbindet. Das ist immer gewünscht: Wollen Sie beispielsweise über das Internet auf ein NAS oder einen Rechner zugreifen, sollte er bequemerweise ein feste IP-Adresse haben. Das können Sie zwar auch auf dem Gerät direkt einstellen, komfortabler funktioniert das aber, wenn Sie den Router anweisen, diesem Gerät immer dieselbe IP-Adresse zuzuweisen. Der entsprechende Menüpunkt heißt „DHCP-Reservierung“. Bei der Fritzbox finden Sie die Option unter „Heimnetz“, wenn Sie das Gerät aufrufen, dem sie die IP-Adresse zuweisen wollen.

Ganz am Schluss: Sicher Sie die Einstellungen des Router.
Dann sparen Sie sich viel Zeit, wenn Sie einmal neu einrichten
müssen
Vergrößern Ganz am Schluss: Sicher Sie die Einstellungen des Router. Dann sparen Sie sich viel Zeit, wenn Sie einmal neu einrichten müssen

7. So sichern Sie die Router-Konfiguration

Wenn Sie den Router endlich so eingestellt haben, wie es Ihnen passt, sollten Sie diese Konfiguration unbedingt sichern. Denn bisweilen klemmt der Router und Sie kommen nicht umhin, ihn wieder auf die Werkseinstellungen zu setzen. Die Option zum sichern und Zurückspielen der Einstellungen finden Sie im Menü „System“,„Administration“ oder „Verwaltung“. Die Datei trägt die Endung .CFG: Sie können Sie beispielsweise auf einem USB-Stick sichern und von dort auf wieder einspielen.

In unserer Bildergalerie finden Sie noch einmal alle Optionen auf einen Blick, am Beispiel der AVM Fritzbox Fon WLAN 7390.

Mittwoch, 25.12.2013 | 08:45 von Thomas Rau
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • deoroller 17:34 | 07.10.2012

    Ich habe eine schlechte Leitung und nach dem Fritzen waren die sporadischen Abbrüche weg. Die schlechte Leistung liegt auch an der Telekom Firmware. Seltsamerweise wurden für DSL Light bei ihrer Einführung ausschließlich W701V ausgeliefert, während die "normalen" Kunden den W700V bekommen haben. Den W701V musste ich nehmen.

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  • mike_kilo 15:57 | 07.10.2012

    Zitat: deoroller
    Ich habe einen Speedport W900V und vorher einen W701V (beides OEM Geräte von AVM), die ich beide mit der Fritzbox Firmware "gefritzt" habe. Erst damit haben sie ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht........
    es geht auch nicht mit allen Speedports. Manche sind von Siemens/Arcadyan (W 700V) oder Hitachi (W 500V) usw. p.s. Ob man das Deo unter die Nase reiben darf? >
    Das W700V hat gegenüber dem W701V wenigstens ein gutes Modem drin und nicht die schlechte Qualität wie die Fritzboxen > [URL]http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=147349&p=937699&viewfull=1#post937699
    :vader:

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  • deoroller 14:36 | 07.10.2012

    Leider hat die Telekom AVM als Hersteller für Speedports gestrichen und ist zu Hyundai gewechselt, wohl wegen günstigeren Preisen. Damit habe sie sich aber Ärger beim Support eingehandelt. Die Router sind nicht mehr so zuverlässig. Allerdings waren sie das vorher auch nicht, weil die Telekom eine eigene Firnware benutzt, die nicht mit der originalen von AVM mithalten kann. Ich habe einen Speedport W900V und vorher einen W701V (beides OEM Geräte von AVM), die ich beide mit der Fritzbox Firmware "gefritzt" habe. Erst damit haben sie ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht. Mit der Telekom Firmware waren sie kastriert. 5 Jahre lang neue Firmwares inkl. Herstelelrgarantie, mit denen AVM auch ältere Router kontinuierlich verbessert, sprechen für die Marke, die in Deutschland entwickelt (in Berlin) und auch fertigen lässt (in Baden-Württemberg).

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  • ostseestern 12:53 | 07.10.2012

    Seit gut 10 Jahren gehöre ich zu den überzeugten Nutzern von Fritz-Produkten. Angefangen mit der Fritz-Card laufen heute eine 3270 und zwei Fritz-Sticks. Komfortabel, sicher, wegweisend und aus Anwendersicht immer angepaßt an die aktuellsten Forderungen und Problemstellungen der Netzwelt. Es funktioniert einfach! Weiter so AVM!

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  • thomaskorf 22:45 | 26.08.2012

    Liebe Redaktion,

    und wo im Artikel erklären sie ihr vollmundiges "lässt sich an vielen kleinen Stellschrauben die Leistung verBESSERN"? ar wohl nichts!

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