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WLAN-Router: Firmware-Update Schritt für Schritt

10.01.2015 | 10:12 Uhr |

Genau wie in Windows schlummern auch in Routern Sicherheitslücken, über die Angreifer an Passwörter und private Daten gelangen können. So schützen Sie sich...

Die abrupte Häufung von neu entdeckten Sicherheitslücken in (WLAN-)Routern haben wir im Beitrag " WLAN-Router: Sicherheitslücken ohne Ende " dokumentiert. In diesem Beitrag geht es nun darum, die Lücken mithilfe eines Firmware-Updates zu beheben. Das setzt natürlich voraus, dass der jeweilige Hersteller auch eines herausgebracht hat.

Den Firmware-Update-Vorgang bezeichnet man als „Flashen“. Er ist allerdings grundsätzlich etwas heikel. Denn im ersten Schritt wird die bisherige Firmware gelöscht. Schlägt der anschließende Flash-Vorgang fehl, etwa weil die Stromversorgung unterbrochen wird, startet das Gerät möglicherweise nicht mehr und lässt sich nur noch vom Hersteller mit speziellen Tools oder durch Austausch des Flash-Speichers reparieren.

So etwas kommt zum Glück aber nur selten vor und sollte Sie nicht davon abhalten, ein Sicherheitsupdate einzuspielen. Sie können das Risiko minimieren, indem Sie darauf achten, dass das Netzteil während des Flashens fest im Gerät und in der Steckdose steckt und es niemand versehentlich herauszieht. Wenn Sie dann noch darauf achten, dass während der kritischen ein bis zwei Minuten keine anderen elektronischen Geräte angeschaltet werden, die am gleichen Stromkreis hängen und einen Kurzschluss und damit einen Stromausfall verursachen könnten, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Schritt 1: Konfigurations-Oberfläche des Routers öffnen

Starten Sie einen Web-Browser und tippen Sie die interne Adresse Ihres Routers ein. Bei Fritzboxen lautet sie zum Beispiel „fritz.box“, bei Speedports „speedport.ip“. Bei manch anderem Gerät ist die Eingabe der numerischen IP-Adresse nötig, die oft 192.168.0.1, 192.168.1.1 oder 192.168.2.1 lautet. Falls das nicht funktioniert, öffnen Sie das „Netzwerk- und Freigabecenter“ in der Systemsteuerung und klicken Sie im Abschnitt „Aktive Netzwerke anzeigen“ auf „LAN-Verbindung“ beziehungsweise „Drahtlosnetzwerkverbindung“ und dann auf „Details“. Der Zeile „IPv4-Standardgateway“ können Sie die IP-Adresse Ihres Routers entnehmen, sofern Sie aktuell mit ihm verbunden sind.

Router-Adresse herausfinden: Entweder über die Systemsteuerung oder komfortabel über das Mini-Tool „PC-WELT Router-Interface“.
Vergrößern Router-Adresse herausfinden: Entweder über die Systemsteuerung oder komfortabel über das Mini-Tool „PC-WELT Router-Interface“.

Noch einfacher geht’s mit unserem kostenlosen Mini-Tool „ PC-WELT Router-Interface “. Es liest beim Start automatisch die Gateway- beziehungsweise Router-Adresse aus der Windows-Netzwerkkonfiguration aus und zeigt sie an. Durch einen Klick auf „Router-Oberfläche öffnen“ ruft es die ermittelte IP-Adresse in dem unter Windows als Standard definierten Web-Browser auf.

Kein eigenes Passwort gesetzt? Dann versuchen Sie es mit den Standard-Anmeldeinfos, die Sie im Handbuch finden.
Vergrößern Kein eigenes Passwort gesetzt? Dann versuchen Sie es mit den Standard-Anmeldeinfos, die Sie im Handbuch finden.

Im Browser sollte nun die Anmeldemaske der Konfigurations-Oberfläche zu sehen sein. Falls Sie das Passwort nicht kennen, schauen Sie, ob es eventuell auf der Rück- oder Unterseite des Routers auf einem Aufkleber aufgedruckt ist. Falls nicht, wird es sich um ein Standard-Passwort handeln, dass für alle Geräte eines Herstellers oder eines Modells gleich ist. Der Benutzername (sofern er abgefragt wird), lautet oft „admin“ oder „root“, das Passwort ist entweder ebenfalls „admin“ oder „0000“, „1234“ oder nicht gesetzt (keine Eingabe erforderlich).

Schritt 2: Auto-Update-Funktion des Routers suchen

Die Fritzboxen von AVM suchen automatisch nach einem Firmware-Update, laden nach Ihrer Bestätigung die passende Datei herunter und installieren sie.
Vergrößern Die Fritzboxen von AVM suchen automatisch nach einem Firmware-Update, laden nach Ihrer Bestätigung die passende Datei herunter und installieren sie.

Manche Router, zum Beispiel alle halbwegs aktuellen Fritzboxen von AVM, verfügen über eine halbautomatische Update-Funktion. Diese prüft in regelmäßigen Abständen, ob eine neue Firmware-Version vorhanden ist und informiert Sie im Hauptmenü rechts oben oder auf Wunsch auch per E-Mail darüber. Sie müssen dann nur noch einen Button klicken, um den Update-Vorgang zu starten. Die Box lädt dann automatisch die neueste zum Gerät passende Version herunter, installiert sie und startet anschließend neu. Alle Benutzer-Einstellungen bleiben dabei erhalten. Die weiteren Schritte dieses Artikels können Sie entsprechend überspringen.

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