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WLAN-Repeater - Mehr Reichweite für Router

05.12.2013 | 10:16 Uhr |

Reicht die Sendeleistung Ihres WLANs für bestimmte Räume nicht aus, schafft ein Repeater mit 40 bis 70 Euro die beste Abhilfe. Wir verraten, was es dabei zu beachten gilt.

1. Den Repeater ins Netz bringen

Der WLAN-Repeater muss sich zunächst dem WLAN-Router – der Basisstation – vorstellen und damit in das bestehende Funknetz eingebunden werden. Stecken Sie das Gerät zum Einrichten am besten in der Nähe des Routers in eine Steckdose. Alle neueren Repeater und Router bieten als einfachste Verbindungsoption das Wifi Protected Setup (WPS), das Ihnen manuelle Eingaben komplett abnimmt. Dazu müssen Sie nur im Abstand von zwei Minuten auf beiden Geräten den WPS-Knopf drücken. Wie dies beim einzelnen Gerät geschieht, ist unterschiedlich – so hat etwa der abgebildete Fritz-Repeater N/G keinen echten „Knopf“, sondern eine WPS-Display-Option. Der ebenfalls abgebildete Dlink-Router besitzt auch keinen „Hardware-Knopf“, bietet aber WPS als Option seiner Drahtlos-Einstellungen. Beim Wifi Protected Setup erhält der Repeater die Informationen über den Netzwerknamen und das Kennwort und kann ab sofort am gewünschten Ort seinen Dienst verrichten.

2. Den Repeater manuell ins Netz bringen

Die manuelle Einrichtung des Repeaters.
Vergrößern Die manuelle Einrichtung des Repeaters.

Als zweite Möglichkeit können Sie Repeater auch manuell einrichten, falls es keine WPS-Option gibt oder diese schwer auffindbar ist. Dazu stecken Sie das Gerät am besten in unmittelbarer Nähe eines PCs oder Notebooks in eine Steckdose. Danach klicken Sie unter Windows oder Linux auf das Symbol der Netzwerkverbindungen. Hier sollte nun ein zusätzliches Netz mit dem Namen des Repeaters erscheinen, mit dem Sie sich „Verbinden“. Der dazu notwendige Sicherheitsschlüssel lautet in der Regel „00000000“, ein eventuell abweichendes Standardkennwort verrät das Doku-Heftchen, das dem Repeater beiliegt.

Danach laden Sie die Repeater-Konfiguration im Internet-Browser. Der Netzwerkname in der Browser-Adresszeile – etwa „fritz.repeater“ – funktioniert nicht immer. In diesem Fall müssen Sie – wie abgebildet – die IP-Adresse des Repeaters eingeben, die Sie über die Liste der WLAN-Geräte im Router herausfinden. Einzige fundamentale Einstellung in der Repeater-Konfiguration ist die Wahl des Funknetzes, das der Repeater verstärken soll. Wenn Sie nicht sehr exponiert wohnen, zeigt der Repeater mehrere Funknetze. Aktivieren Sie in dieser Liste den Namen Ihres Netzes, und geben Sie darauf das Kennwort für dieses Funknetz ein.

Tipp: So optimieren Sie Ihr WLAN-Netzwerk

3. Idealen Repeater-Standort ausmessen

Idealen Repeater-Standort ausmessen.
Vergrößern Idealen Repeater-Standort ausmessen.

Da der Repeater an jeder Steckdose seinen Dienst verrichten kann, gibt es kaum Einschränkungen, den optimalen Standort zu finden. Nach der Einrichtung, die am besten neben Router oder PC geschieht und dann dauerhaft gespeichert ist (Punkt 1 oder 2), sollten Sie nun verschiedene Steckdosen ausprobieren: Die Mitte zwischen der Basisstation und den Endgeräten ist ein oft genannter Pauschaltipp, je nach Umständen ist das aber längst nicht immer der ideale Standort. Als Analysewerkzeug verwenden Sie auf den Endgeräten entweder das einfache Wireless Netview oder die anspruchsvolleren Tools Wirelessmon und Ekahau Heatmapper . Nach einigen Versuchen wird schnell deutlich, an welchem Standort der Repeater die beste Signalstärke für das oder die Endgerät(e) liefert.



4. Repeater mit eigenem Funknetznamen

Repeater mit eigenem Funknetznamen.
Vergrößern Repeater mit eigenem Funknetznamen.

Repeater verstehen sich als reine Verstärker und übernehmen daher standardmäßig den Funknetznamen (SSID) der Basisstation. Das ist von Nachteil, wenn Sie mit mobilen Tablets oder Smartphones in der Wohnung unterwegs sind: Manche Geräte wechseln zwar automatisch zum Sender mit der optimalen Signalstärke, aber längst nicht alle und nicht alle schnell genug. Daher ist es besser, am Funknetznamen ablesen zu können, ob das Gerät mit dem nächstgelegenen Sender verbunden ist. Dass der Repeater einen eigenen Namen meldet – etwa „Repeater“ oder „ErsterStock“ – lässt sich in der Konfigurationsoberfläche über den Browser einstellen. Im verbreiteten Fritz-Repeater finden Sie die Einstellung unter „WLAN > Funkeinstellungen“.

Alternativ: Alten WLAN-Router zur Verstärkung des Funksignals nutzen

5. Die IP des Repeaters

Die IP des Repeaters auslesen.
Vergrößern Die IP des Repeaters auslesen.

Bei einem einmal eingerichteten Repeater besteht wenig Tuning-Bedarf. Trotzdem ist es von Vorteil, wenn Sie dessen Konfigurationsoberfläche zuverlässig über eine feste IP erreichen und als Lesezeichen im Browser ablegen können (der Netzwerkname funktioniert oft nicht). Der Fritz-Repeater ist in diesem Punkt unflexibel: Er geht von einer Basisstation mit der IP 192.168.178.1 aus und nimmt sich selbst erst mal die 192.168.178.2. Wenn Sie eine Fritzbox verwenden, ist das ok – dann hat der Repeater eine verlässliche IP. Bei Routern anderer Hersteller mit einem anderen Adressraum erhält der Repeater per DHCP jeweils eine neue IP. Eine verlässliche feste IP können Sie nur über den Router erzwingen: Der betreffende Punkt heißt dort „DHCP-Reservierung“ oder ähnlich und befindet sich unter allgemeinen Netzwerkeinstellungen. Dort muss auch die eindeutige MAC-Adresse des Repeaters eingetragen werden, die Sie in dessen Konfigurationsoberfläche erfahren.

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