Noch mehr als die verbesserte Reichweite interessierte uns natürlich, ob die Pre-N-Produkte wirklich den versprochenen Leistungszuwachs erreichen. Den entsprechenden Betriebsmodus aktiviert der Anwender per Browser im Konfigurationsmenü des AccessRouters.
Das Menü unterteilt sich in die drei Grundkategorien ,,Internet", ,,Network Settings" und ,,Wireless Settings". Letzteres ist die zentrale Anlaufstelle zur Einrichtung des WLAN. Diese bewältigt der User mit wenigen Mausklicks, indem er etwa die Geschwindigkeit und den Funkkanal auswählt und den Namen für das Funknetz vergibt.
Hier stellt der Anwender beispielsweise auch ein, ob der Access-Router das neue Funkverfahren 802.11n verwenden soll. Dabei hat der User unter anderem die Wahl zwischen einem reinen 802.11nBetrieb oder einem Mischmodus, der die Rückwärtskompatibilät zu Geräten sicherstellen soll, die den IEEE-Standards 802.11b und g folgen. Ferner wird bestimmt, ob der Access Point für das WLAN nur einen Kanal mit 20 Megahertz verwendet oder mit 40 Megahertz die doppelte Frequenzbreite belegt.
Weiß der Benutzer bei einem der Menüpunkte nicht weiter, so findet er in der rechten Spalte des Browser-Fensters die passende Erklärung dazu. Allerdings ist die Dokumentation, wie das gesamte Konfigurationsmenü, in Englisch gehalten. Hier sollte D-Link überlegen, ob man nicht mit einer der nächsten Firmware-Versionen eine deutsche Übersetzung nachlegt, denn bei der Computerwoche beschweren sich immer wieder Leser über Produkte, denen nur englische Beschreibungen beigelegt oder deren Konfigurationsmenüs nicht in Deutsch gehalten sind.
Gut gelöst hat D-Link dagegen die Unterteilung in die oben angesprochenen Basismenüs und die ,,Advanced"-Konfigurationspunkte. Dort kann der User Funkparameter wie die Sendeleistung und andere Werte zum Fein-Tuning definieren. Diese Parameter sollten allerdings nur fachkundige Benutzer verändern, denn bei falsch eingestellten Werten bricht die Performance im Funknetz drastisch ein.
In Sachen Sicherheit unterstützt der Rangebooster sowohl WEP, WPA als auch WPA2. Bei den WPA-Verfahren kann der Benutzer zwischen einem persönlichen Modus mit preshared Keys und einer Enterprise-Betriebsart wählen. In der Enterprise-Variante übernimmt dann ein Radius-Server die Benutzerauthentifizierung.
Entscheidet sich der User für das alte, unsichere WEP als Schutzverfahren, so kann er das schnelle 802.11n-WLAN nicht nutzen, denn die Draft-Spezifikationen sehen für diesen Schutzmechanismus keinen Support mehr vor. Eine Besonderheit, vor der der Anwender aber im Konfigurationsmenü ausdrücklich gewarnt wird.
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