Der Datendurchsatz richtet sich nach der Anzahl der gerade sendenden Anwender in der Funkzelle und der Entfernung zwischen Sender und Empfänger: Je mehr Anwender und je größer die Entfernung, desto geringer das Tempo.
Aber auch weitere Sendequellen - beispielsweise Mikrowellen oder Funkmasten in der Nachbarschaft - beeinträchtigen die Geschwindigkeit. Da das von den meisten Funknetzen verwendete 2,4-GHz-Band lizenzfrei ist, sind an Ihrem Wohnort eventuell weitere Sender vorhanden, die den Durchsatz ebenfalls verringern. Das passiert zum Beispiel, wenn Ihr Nachbar selbst ein Wireless LAN betreibt oder Bluetooth-Geräte benützt. Dann stören sich die Stationen gegenseitig und verursachen Fehler bei der Übertragung, so dass die Bandbreite sich verringert.
Die Spezifikationen für ein WLAN sehen eine Geschwindigkeit von 11 MBit/s mit einer automatischen Geschwindigkeitsreduzierung bei schlechteren Verbindungen, dem so genannten Auto-Fallback, von 5,5, 2 und 1 MBit/s vor. Unter optimalen Bedingungen bemerken die Anwender im WLAN fast keinen Unterschied zu einem 10-MBit-Ethernet, denn auch hier steht anstelle der theoretischen Durchsatzrate von 10 MBit/s tatsächlich nur gut die Hälfte zur Verfügung.
Mit dieser Bandbreite verwenden Sie Standardanwendungen wie Mail, Web, Downloads, Datenaustausch, Office-Programme oder Drucker-Sharing ohne große Verzögerungen. Für die Bearbeitung großer Bilder oder Videos, das Brennen von CDs und DVDs über das Netz oder andere Anwendungen mit hohem Datenaufkommen ist die Bandbreite jedoch zu gering.
Auch das Kopieren großer Dateimengen, beispielsweise beim Sichern Ihrer Festplatte mit einem Backup-Programm oder einer Festplatte-Image-Software auf einen anderen PC im Funknetz, erfordert mitunter längere Wartezeiten.
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