WLAN, Bluetooth, Infrarot

Tablet als Universalfernbedienung nutzen

Freitag, 21.09.2012 | 09:14 von Dennis Steimels
Bildergalerie öffnen Tablet-Apps fürs Heimnetz
© HTC
Sie besitzen lauter Unterhaltungselektronik in Ihrem Haushalt und für jedes Gerät haben Sie eine eigene Fernbedienung. Die Folge: Großes Chaos und Null Überblick über alle Funker. Das dürfte sich nun mit dem Tablet als Universalfernbedienung erledigt haben. Was Sie neben dem Tablet noch dazu benötigen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.
Eine Steuerung aller Unterhaltungsgeräte wie TV, Receiver, Heimkinosystem und Stereo-Anlage, wird durch das Tablet zum ganz besonderen Vergnügen. Sie benötigen nämlich nur noch eine einzige Fernbedienung für alle Geräte. Und wesentlich lässiger klappt das über die Touch-Bedienung des Tablets als über eine handelsübliche Universalfernbedienung mit Knöpfen und Infrarot. Zudem versteckt sich diese auch gerne mal in der Sofaritze, unterm Sofa, hinterm Sofa, neben dem Sofa und auch an allen anderen Orten fern des Sofas - jeder kennt es.

Über Apps den TV und Mediengeräte fernsteuern

Haben Sie gewusst, dass der Fernseher die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen ist? Falls nicht, dann wissen Sie es jetzt. Aus diesem Grund widmen wir uns zuerst der TV-Bedienung via Tablet und Apps.

Ale namhaften TV-Hersteller stellen bereits eine eigene Remote-App für Android und iOS als Alternative zur herkömmlichen Fernbedienung zur Verfügung, mit der Sie Ihren Fernseher und und größtenteils noch weitere Mediengeräte steuern können. Mit der Applikation wechseln Sie die Sender, regeln die Lautstärke und greifen auf das Menü zu. Darüber hinaus bieten die meisten Programme vollwertige Tastaturen, damit Sie über den TV angenehmer im Internet surfen können. Die Voraussetzung für die Nutzung dieser Anwendungen: Ihr Fernseher muss internetfähig sein und sich in demselben WLAN-Netz wie Ihr Tablet befinden.

Übrigens trumpfen einige dieser Apps sogar noch mit zusätzlichen Funktionen auf: Mit der Samsung-App SmartView Tab können Sie beispielsweise Inhalte vom TV auf Ihr Tablet streamen. Mit den meisten Programmen bedienen Sie neben dem TV auch gleich Ihren Blu-ray-Player, sofern dieser auch von der entsprechenden Marke stammt. Die meisten Apps finden sowohl im Google Play Store, als auch im App Store von Apple in iTunes. In der untenstehenden Bildergalerie finden Sie die meistgenutzten Remote-Apps für iPads und Android-Tablets mit entsprechendem Download-Link.

Tablets mit integrierter Infrarot-Schnittstelle

Wer noch nicht auf die sogenannten Smart TVs bzw. Internet- oder DLNA-fähigen Fernseher und Mediengeräte umgestiegen ist, greift am besten auf altbewährtes Handwerkszeug zurück - Infrarot! Die meisten Geräte in Ihrem Haushalt, die über eine Fernbedienung angesteuert werden, nutzen Infrarot zur Befehlsübermittlung. Um diese nun mithilfe des Tablets zu bedienen, bedarf es einem Tablet mit Infrarot-Schnittstelle oder einer Infrarot-Box.

Nur wenige Tablets kommen mit
Infrarot-Schnittstelle.
Vergrößern Nur wenige Tablets kommen mit Infrarot-Schnittstelle.

Nicht viele Tablet-PCs kommen mit Infrarot auf den Markt, Ihre Auswahl beim Kauf ist daher sehr beschränkt. Mit einer solchen Schnittstelle trumpfen das Samsung Galaxy Note 10.1 , das Sony Tablet S und das Sony Xperia Tablet S auf. Diese Tablet eignen sich also besonders gut ohne zusätzlichen Kostenaufwand zur Steuerung mehrerer Geräte über Infrarot. Damit ersetzt das Tablet Ihre bisherigen Fernbedienungen oder Ihre Universalfernbedienung, die Sie bisher genutzt haben.

Infrarot mithilfe von Zusatzgeräten nutzen

Eine etwas andere, aber ähnliche Lösung, sind die Infrarot-Adapter und Infrarot-Boxen. Eins vorweg: Die Adapter sind überwiegend für die Apple-Geräte erhältlich und eher weniger bis gar nicht für Androiden erhältlich.

Über Amazon beispielsweise können Sie den Re Remote von New Kinetix für knapp 50 Euro beziehen. Der Adapter wird einfach an das iPad oder auch iPhone und iPod angeschlossen. Die dazugehörige App laden Sie sich aus dem App Store herunter und schon kann es losgehen. Das Prinzip ist dem einer herkömmlichen Universalfernbedienung gleich. Sie müssen entweder das Gerät über einen Code einspeichern oder Ihr Tablet für ein Gerät anlernen.

Besitzt Ihr Tablet keine Infrarot-Schnittstelle und einen Adapter möchten Sie auch nicht immer anstecken müssen, dann empfiehlt sich eine Infrarot-Box. Eine solche Box ist sozusagen das Verbindungsstück zwischen Tablet und zu bedienendem Gerät. Die Box strahlt ein Infrarot-Signal aus und sollte daher so im Raum positioniert sein, dass sie zu allen Geräten "Sichtkontakt" hat. Die Verbindung zwischen der Box und dem Tablet erfolgt je nach Art via Bluetooth oder WLAN. Die Bedienung funktioniert dann wieder über eine App, die aus dem App Store und dem Google Play Store herunterladen müssen. Zwei solcher Geräte sind beispielsweise UnityRemote von Gear4 und der Logitech Harmony Link. Wobei Letzteres noch nicht in Europa verfügbar ist.

Bei Amazon bekommen Sie den Gear4 UnityRemote für knapp 60 Euro und den Logitech Harmony Link für 115 Dollar über den amerikanischen Shop.

Freitag, 21.09.2012 | 09:14 von Dennis Steimels
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • GSKuhtreiber 16:33 | 23.11.2012

    Hallo TLarsen, mir gehts ähnlich. Ich habe auch das Galaxy Note mit IR Schnittstelle. Bei mir kommt zwar die Kommunikation zwischen Tablet und Fernseher (Sharp) zustande, nutzt mir aber nicht viel. Da ich über SAT fernsehe, werden bei mir TV-Programme, Lautstärke usw. über den SAT Receiver gesteuert. Der SAT Receiver ist aber nicht in der Peel SW gelistet. Wie Du bereits geschrieben hast, ist die Peel SW nicht "lernfähig" und somit kann ich die "tolle App" nicht nutzen. Dies gilt ebenso für den DVD Player der ebenfalls nicht gelistet ist. Meine alte Universal Fernbedienung vom A**i für 8 EUR die kann das. Diese kann falls kein Code verfügbar ist, die Funktionen der original Fernbedienung lesen und erlernen. Und wenn das nicht geht, dann kann man mit einen automatischen "Code Suchlauf" seine Endgerät ausfindig machen. Ja schon doll wat dat billig Dingen so drauf hat. Traurig, dass es so tolle Funktionen nicht für so tolle neue Hochtechnologie Geräte wie Tablets gibt, gerade wegen der IR Schnittstelle habe ich das Ding gekauft. Wenn ich kein SW-Legasteniker wäre, würd ich sowas selbst programmieren und vermutlich reich werden. So genug Frust abgelassen, jetzt gilts nach vorne zu schaun. In Deinem letzten posting hast Du davon geschrieben, dass Du vielleicht eine Lösung gefunden hast. Wie schauts aus, hast Du eine Lsg. gefunden? Wenn ja, wäre es schön, wenn Du mir/uns diese veraten würdest. Gruß und Dank GSKuhtreiber

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  • TLarsen 20:08 | 07.11.2012

    Im Artikel ging es unter anderem über die eingebaute IR Sender im galaxy Note 10 der ohne zusätzliche Kosten alle vorhandene FernbedienungEnde ersetzen kann. Über WLAN oder Bluetooth bin ich informiert, mir ging es um infrarotschnittstelle. Ich habe, glaube ich zumindest eine Möglichkeit gefunden und werde demnächst touchsquid Apple ausprobieren. Wenn es klappt, wäre es super. Allerdings mit Kosten verbunden - 15 Euro für Home Version. Also auf jeden Fall nichts wie Artikel behauptet.

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  • eli148 18:33 | 07.11.2012
  • TLarsen 12:53 | 07.11.2012

    Tablet als Universalfernbedienung nutzen

    Hallo, habe neulich den Artikel des Herrn Steimels über die universale Fernbedienungen mittels Tablet PC's gelesen. Seit gestern besitze ich den Galaxy Note 10.1 mit dem eingebauten IR-Sender und kann nichts über die Vielseitigkeit berichten. Mein Verstärker von Denon sowie Tuner und DVD-Player reagieren gar nicht. Panasonic TV lässt sich nicht einschalten. Als Software habe ich Peel Smart remote (war vorinstalliert) im Einsatz. Manuelle Eingabe von Codes ist nicht geboten, auch die Sequenzen aufzeichnen kann man damit nicht. Alternative Software gibt es nicht da die IR-Sender gar nicht mehr verbreitet sind. Vielmehr die alternative Zusätzliche Hardware die dann in verbindung mit APPs funktionieren sollen. In diesem Zusammenhang frage ich mich ob der Autor nicht nur die glänzende Prospekte betrachtet sondern sich auch mit dem Thema in der Praxis auseinandergesetzt hat, denn es stimmt es so nicht. Grüße TLarsen

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