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Alles über Wireless-LAN-Standards

27.10.2008 | 08:13 Uhr |

Wer Wireless LAN einsetzen will, sieht sich mit einem ganzen Alphabet an Standards konfrontiert. Dieser Grundlagen-Artikel soll Licht ins Dickicht der Technologien bringen und verrät, welche WLAN-Varianten aktuell und einsatzfähig sind.

DSL-Provider werben damit, eine große Kiste, die nicht viel kostet, vor der Tür abzuladen. Hardware für null Euro ist heutzutage die Regel. Doch was taugen die Geräte eigentlich? Wäre man vielleicht besser beraten, wenn man sich selbst ein gutes Gerät anschafft? Um einschätzen zu können, ob ein Gerät gut oder schlecht ist, sollte man Grundlagenwissen zum Thema WLAN haben. Alles was wichtig ist, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Router-Hersteller werfen mit für den Laien kryptischen Zeichenfolgen um sich. Eine davon ist IEEE 802.11. Diese Bezeichnung ist nichts anderes als eine Industrie-Norm. Herausgeber ist das Institute of Electrical and Electronics Engineers. Seit der Einführung des Standards hat sich allerdings viel getan, so dass dieser mit Buchstaben erweitert wurde.

Bandbreite am wichtigsten
Der neuste Standard ist IEEE 802.11n. Weit verbreitet sind Geräte die auf 802.11g-Basis arbeiten. Geräte mit der Endung a und b sind zwar noch hier und da in Gebrauch, sind allerdings im Handel kaum noch zu bekommen. Für den Endverbraucher ist es im Grunde nur wichtig zu wissen, wie hoch der Datendurchsatz der einzelnen Geräte ist. Mit Datendurchsatz bezeichnet man dabei die Datenmenge, die gleichzeitig über das Netz übertragen werden kann. Frequenzen und andere technische Feinheiten sind für die Benutzung weniger wichtig. Übrigens: Das Fehlen einiger Buchstaben bei der Vergabe neuer Standards ist meist in regionalen Besonderheiten zu suchen. So ist etwa der Standard 802.11j die japanische Variante der 802.11a-Technik.

Die WLAN-Standards
Im Folgenden sehen Sie eine Auflistung der verschiedenen Standards und die damit verbundenen maximalen Datendurchsätze. Dabei ist zu beachten, dass der maximale Datendurchsatz nur unter optimalen Bedingungen, das heißt im Labor, zu erreichen ist:

  • IEEE 802.11 2 MBit/s (Megabit pro Sekunde) maximal

  • IEEE 802.11a 54 MBit/s maximal (108 MBit/s bei 40 MHz Bandbreite proprietär, das heißt Hersteller-spezifische Standards)

  • IEEE 802.11b 11 MBit/s maximal (22 MBit/s bei 40 MHz Bandbreite proprietär, 44 MBit/s bei 60 MHz Bandbreite proprietär)

  • IEEE 802.11g 54 MBit/s maximal (g+ =108 MBit/s proprietär, bis 125 MBit/s möglich)

  • IEEE 802.11h 54 MBit/s maximal (108 MBit/s bei 40 MHz Bandbreite)

  • IEEE 802.11n 300 MBit/s maximal unter Verwendung von MIMO-Technik

Meist stellen sich Computernutzer die Frage: Welchen Standard brauche ich, um ohne Probleme mit DSL-Geschwindigkeit im Netz zu surfen? Prinzipiell reicht schon der IEEE 802.11-Standard für einen einfachen DSL-1000-Anschluß locker aus. Die 1000 steht dabei für 1000 Kilobit (=1 Megabit) maximalen Datendurchsatz pro Sekunde. Soll ein DSL 6000- oder gar ein DSL 16000-Anschluss angeklemmt werden, muss man allerdings die alte Anlage ersetzten. Spätestens wenn noch andere Computer das Netzwerk nutzen, sollte man ordentlich Reserve haben.

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