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Vista ist besser als sein Ruf

13.08.2008 | 10:01 Uhr |

Für viele Anwender ist Vista ein Betriebssystem, an dem es viel zu kritisieren gibt. Zur berechtigten Kritik mischen sich jedoch allerhand Vorurteile, die inhaltlich einfach falsch sind. Hier sind die häufigsten.

Für den schlechten Ruf von Vista hat Microsoft selbst eine ganze Menge beigetragen. Die Entwicklungszeit von sechs Jahren war ebenso lang wie die Versprechen groß über das, was Vista alles können würde. Als es dann bei der Markteinführung Probleme mit der Kompatibilität gab und Anforderungen an die Hardware recht hoch waren, wandten sich viele erschrocken ab.

Zu der allgemeinen Kritik an dem Betriebssystem gehört auch das so genannte " Death Match " von Randall Kennedy in "Infoworld", einer US-Schwester der Computerwoche ( siehe die deutsche Fassung auf computerwoche.de ). Allerdings ist unser Autor Michael Pietroforte der Ansicht, dass sich Randall Kennedy in vielen Punkten irrt. Nachfolgend sind die am häufigsten verbreiteten Irrtümer zu Windows Vista.

1. Vista bringt keine wirklich neuen Features

Noch als Vista unter dem Namen "Longhorn" in der Entwicklungsphase war, machte sich dieser Eindruck breit. Fakt ist jedoch, dass viele wichtige Neuerungen wie die Windows Presentation Foundation (WPF, Codename "Avalon") und die Windows Communication Foundation (WCF, Codename "Indigo"), in das .NET-Framework integriert wurden und damit auch für Nutzer von Windows XP verfügbar sind. Das neue User Interface ("Aero") war allerdings von vornherein umstritten, insbesondere dessen Nutzen im Verhältnis zu den hohen Anforderungen an die Systemgrafik. Und andere Komponenten wie Windows Future Storage (WinFS) wurden gestrichen und auf die nächste Ausgabe verschoben.

Der Hersteller rechtfertigte sich mit der Aussage, das die lange Entwicklungszeit dieser Komponenten kein Grund sein sollte, den Launch von Vista weiter zu verzögern. Jedoch war der wahre Grund wahrscheinlich ein anderer. Alarmiert durch den Schaden, der zuvor durch Würmer wie Sasser oder W32.Blaster verursacht wurde, fand innerhalb von Microsoft eine Kehrtwende in Sachen Prioritäten bei der Entwicklung neuer Software statt. War man bis dahin immer nur fokussiert auf die Funktionalität, rückte plötzlich die Sicherheit in den Vordergrund. Vista wurde somit das erste Betriebssystem, das unter den Richtlinien des "Trustworthy Computing" entwickelt wurde.

Allerdings kamen neben der Sicherheit auch die neuen Features nicht gerade zu kurz. Vista bietet nach Aussage von Microsoft im Vergleich zu seinem Vorgänger insgesamt 2750 neue Funktionen .

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