Sie können einen Datencrash vielleicht rechtzeitig erkennen. Wenn Sie Ihre Festplatte von geeigneten Tools überwachen lassen. Jede Festplatte unterstützt nämlich das S.M.A.R.T.-System ("Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology"), dessen Daten Sie mit geeigneter Software auslesen können. Ein bewährter Klassiker unter den Festplatten-Überwachungstools sind hierbei die kostenlosen Smartmontools. SMART überwacht unter anderem Temperatur, Lesefehler und Datendurchsatz. Administratoren alarmiert die Software bei Bedarf, so dass sie eingreifen können, bevor möglicherweise großen Datenmengen korrumpiert werden. Die Smartmontools gibt es für Windows, Linux und MacOS. Linux-Anwender installieren sie sich am besten über die Paketverwaltung ihrer Linux-Distribution, Windows-Anwender können eine 305 KB große EXE-Datei installieren.
Ein anderes spannendes Tool zur Festplatten-Überwachung ist das englischsprachige HD Tune. Nach dem Software-Start ist die Temperaturüberwachung automatisch aktiv und zeigt die momentane Festplattentemperatur sowohl im Systray als auch oben in der Mitte des Programmfensters an. Ist das Thermometer-Icon links neben dem Temperaturwert rot unterlegt, ist die Festplatte zu heiß. Sie sollten dann die Gehäusebelüftung verbessern oder einen Festplattenlüfter einbauen. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Health“ prüfen Sie den Gesundheitszustand Ihrer Festplatte. Wenn Sie rechts hinter „Health Status“ ein grünes „Ok“ sehen, ist alles in Ordnung. Meldet HD Tune hingegen „Failed“, besteht die Gefahr, das Ihre Festplatte über kurz oder lang ausfällt. Sichern Sie in diesem Fall alle Ihre Daten und ersetzen Sie das Laufwerk so bald wie möglich.
HD Tune besitzt des Weiteren eine Benchmark-Funktion, mit der Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Festplatten prüfen können. Den Leistungstest starten Sie über „Benchmark, Start“. Der Test ermittelt unter anderem diverse Transferraten und die Zugriffszeit. Vergleichen Sie diese Werte im Internet mit den Herstellerangaben oder noch besser mit Tests von Fachzeitschriften, etwa bei den Tests der PC-WELT. Sind die Ergebnisse von HD Tune viel schlechter als die Vergleichswerte, deutet das auf falsche Bios-Einstellungen oder Fehler in Datenübertragung hin.
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