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Vorsicht beim Onlinebanking

26.11.2002 | 15:33 Uhr |

Online-Banking ist bequem, günstig und in der Regel auch sicher. Vorausgesetzt, Sie geben die richtige Kontonummer des Empfängers ein. Ein Tippfehler beschert Ihnen dagegen Riesen-Ärger: Ihre Bank ist nämlich nicht verpflichtet, Ihnen den Betrag zurück zu erstatten.

Online-Banking ist bequem, günstig und in der Regel auch sicher. Vorausgesetzt, Sie geben die richtige Kontonummer des Empfängers ein. Ein Tippfehler beschert Ihnen dagegen Riesen-Ärger: Ihre Bank ist nämlich nicht verpflichtet, Ihnen den Betrag zurück zu erstatten, wie die Wirtschaftswoche berichtet.

Bei einem Überweisungsauftrag auf herkömmlichem "Papier"-Weg muss die Bank überprüfen, ob Bankleitzahl und Kontonummer korrekt sind. Unterläuft Ihnen beim Ausfüllen des Überweisungsformulars ein Fehler, so bekommen Sie den Betrag erstattet.

Anders beim Online-Banking. Hier ist der Kunde allein verantwortlich für die Korrektheit seiner Angaben. Gibt der Online-Kunde eine falsche Bankverbindung an, ist die Kohle erstmal weg, die Bank muss den Betrag nicht erstatten. Schaltet der glückliche Empfänger des unverhofften Geldregens auf stur und überweist er den Betrag nicht zurück, droht Streit.

Ein Trost bleibt aber, das Geld ist nicht unwiderruflich weg. Der falsche Empfänger kann gerichtlich zur Rücküberweisung gezwungen werden. Aber den Ärger hat zunächst einmal der Versender der Überweisung: Streit mit der Bank, mit dem Empfänger des Geldes und vielleicht auch noch die Mahngebühren des eigentlichen Adressaten der Überweisung, der immer noch auf sein Geld wartet.

Außerdem ist es theoretisch möglich, dass der unrechtmäßige Empfänger der Überweisung das Geld bereits ausgegeben hat und bei ihm ansonsten nichts zu holen ist. In diesem Fall ist das Geld futsch.

Nützen Sie deshalb so oft als möglich für Empfängerdaten die Speicherfunktion Ihres Online-Banking-Zugangs. Dann kann nichts mehr schief gehen.

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