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Die 10 fiesesten Web-Fallen

09.09.2010 | 10:01 Uhr |

Ein falscher Klick, und Sie schulden den Abzockern 190 Euro! Damit Sie nicht zu den Opfern zählen, klären wir hier über die 10 gefährlichsten Internet-Fallen auf.

Unsere Abzockerskala von 1-5 zeigt wie groß die Gefahr ist. 1 bedeutet „gering", 5 „sehr groß".

Abzocker haben neue Tricks entwickelt, um an Ihr Geld und an Ihre Daten zu kommen und Ihren PC zu kontrollieren. So flatterten mehreren Opfern Rechnungen ins Haus, nur weil sie eine Mail geöffnet haben. In anderen Fällen bezahlen die Opfer Waren von Amazon Marketplace und Ebay, erhalten aber nie ein
Paket. Wir haben die 10 fiesesten Abzock-Fallen im Internet zusammengetragen.

1. Abo-Fallen: Hier müssen Sie für Freeware zahlen
Abzocke (5): Sie suchen eine bestimmte Freeware, und die Suchmaschine hat Sie auf eine professionell gestaltete Download-Site geschickt, etwa Win-Loads.net. Alles passt – bis auf das Ärgernis, dass Sie sich vor dem Download registrieren müssen. Wer hier seine Daten einträgt, schließt ein Abo von 8 Euro pro Monat ab, mit einer Laufzeit von 2 Jahren – insgesamt sind das 192 Euro für Software, die Sie überall sonst kostenlos bekommen. Über diesen Abovertrag werden Sie nur im Kleingedruckten am Rand der Seite informiert. Mit dieser Methode finden die Abzocker viele Opfer, beispielsweise auch bei Mega-Downloads.net und Opendownload.de.
Betroffene sollten auf keinen Fall voreilig zahlen, sondern sich wehren. Infos gibt’s hier .
Abwehr: Geben Sie Ihre persönlichen Daten grundsätzlich nur auf seriösen Web-Seiten ein.

SCHUTZPAKET Diese Tools und Tipps wehren alle Gefahren ab

Schritt 1: Arbeiten Sie nur mit eingeschränkten Benutzerrechten
Arbeiten Sie nicht in einem Windows-Konto mit Administratorrechten. Das allein ist ein extrem wirksamer Schutz, denn die meisten Schädlinge können sich nur dann ins System einklinken, wenn das Konto Admin-Rechte bietet. Die Rechte eines Windows-Benutzerkontos bestimmen Sie über „Systemsteuerung, Benutzerkonten“.

Schritt 2: Nutzen Sie ein aktuelles Antivirenprogramm
Gegen Viren und anderen schädlichen Code schützt Sie ein gutes Antivirenprogramm. Empfehlenswert ist etwa Antivir Personal Free .

Schritt 3: Verwenden Sie eine leistungsfähige Firewall
Eine Firewall meldet Programme, die Daten ins Internet senden. Zone Alarm Free hat sich mit Recht den Status eines Klassikers erobert. Der einzige Haken an solchen kostenlosen Desktop-Firewalls: Sie selbst müssen entscheiden, ob das gemeldete Programm online gehen darf oder nicht. Für fortgeschrittene Anwender kein großes Problem, für Einsteiger aber recht schwierig.

Schritt 4: Setzen Sie auf einen informativen Link-Scanner
Kriminelle hacken populäre Websites – oder erstellen eigene – und verbreiten darüber Malware. Damit Sie erst gar nicht auf solche Sites gelangen, installieren Sie den AVG Link-Scanner . Er fügt in den Google- und Yahoo-Suchergebnislisten hinter jedem Treffer ein Symbol an. „Grün“ bedeutet, die Seite ist ungefährlich, „Rot“ heißt, dass sie Schädlinge verbreitet. Bei „Gelb“ ist zwar keine direkte Gefahr einer Infektion gegeben, aber erhöhte Vorsicht geboten, zum Beispiel wenn Sie persönliche Daten eingeben. Ein oranger Button gibt an, dass die Seite zwar selbst harmlos ist, aber Links zu schädlichen Seiten enthält. Das graue Icon mit Fragezeichen weist darauf hin, dass die Adresse bisher nicht überprüft worden ist.

2. Schadcode sperrt Sie aus Windows aus und will Lösegeld
Abzocke (2): Ein neuer Schädling hat es auf Windows XP abgesehen. Er ändert das Kennwort für die Windows-Anmeldung. Beim nächsten Neustart können Sie sich also nicht mehr anmelden. Sie erhalten statt dessen einen Hinweis auf eine gebührenpflichtige Telefonnummer, unter der man das neue Passwort angesagt bekommt. Das Ganze ist als Service von Microsoft zur verbesserten Sicherheit des Systems getarnt.
Abwehr: Bislang ist dieser Virus nur in Russland aufgetaucht. Schützen können Sie sich gegen solche Schädlinge generell so, dass Sie nur mit Benutzerrechten in Windows angemeldet sind. Dann kann die Malware nicht aktiv werden (siehe Kasten Schutzpaket).

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