Festzuhalten ist zunächst, dass Cloud-Computing ernst genommen und von den Schwergewichten in der Computer-Branche vorangetrieben wird. Einer Umfrage zufolge, die 2008 von von dem amerikanischem Unternehmen IDC, einem führenden Anbieter von Marktinformationen, Beratungsdienstleistungen und Veranstaltungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie und der Kommunikation, durchgeführt wurde und bei der 244 IT-Executives gefragt wurden, wo Sie die Vorteile des IT-Outsourcing sehen, wurden die Einsparpotentiale am häufigsten genannt.
Daneben gaben die Befragten an, dass es für sie außerordentlich wichtig sei, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Insofern verhalte es sich wie mit der Anschaffung eines Firmenwagens: Die eigene IT könne mit einem Auto verglichen werden, das man kauft und so lange fährt, bis es ersetzt werden muss. Outgesourcte IT hingegen wäre dann das Leasing-Pendant, bei dem man regelmäßig das neueste Modell erhält.
Aber welche Abstriche muss man dafür in Kauf nehmen?
In der gleichen Studie wurden die Verantwortlichen gefragt, wo sie die Risiken des „Cloud Sourcing“ sehen. Nach einhelliger Meinung stand hier die Sicherheit an erster Stelle. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass die Anbieter von Cloud-Sourcing-Diensten Vertrauen schaffen, indem sie transparent im Hinblick auf ihre Lösungen und Sicherheitsmaßnahmen sind.
Kauft ein Kunde beispielsweise E-Mail-Accounts bei Google oder einem Zimbra-Partner, dann weiß er zunächst nicht wo seine Daten liegen. Befinden sie sich auf einem dediziertem Server, auf den nur er zugreift oder sind es mehrere virtuelle Maschinen auf einem Server? Möglicherweise geschieht die Trennung nur auf Datenbank-Ebene.
Was passiert aber in dem Fall, in dem ein anderer Kunde, dessen Accounts ebenfalls auf der gleichen Hardware gehostet werden, tausende von Spam-E-Mails versendet? Sind Verfügbarkeit und Antwortzeiten dann noch garantiert?
Die Anbieter versuchen Vertrauen zu schaffen, indem sie entsprechende Service Level Agreements anbieten und sich zertifizieren lassen. Letztlich sollte der Kunden genau darauf achten, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden, um Sicherheitsrisiken auszuschalten und sich nicht auf die pauschale Behauptung verlassen, die Daten würden schon gut aufgehoben sein.
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