Voodoo-Grafikkarten: 3dfx Interactive

Montag den 02.05.2011 um 14:05 Uhr

von Benjamin Schischka

1994 gegründet, erlange 3dfx schnell Bekanntheit durch seine Voodoo-Grafikchips für den PC. Die dafür entwickelte Programmierschnittstelle Glide erfreute sich bei Entwicklern großer Beliebtheit. In der Folge kamen exklusiv für 3dfx-Karten entwickelte Spiele auf den Markt: Pandemonium 2, Bleifuss Rally, Grand Theft Auto (DOS-Version) und Need for Speed 2 SE. Der Shooter-Klassiker Unreal sieht auf 3dfx-Karten dank zusätzlicher Effekte besser aus.

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Schon zur zweiten Voodoo-Generation – den Voodoo-2-Grafikkarten – hat Mitbewerber Nvidia einen Trumpf in der Hand. Die Riva-TNT-Chips von Nvidia vereinigen 2D- und 3D-Darstellung. 3dfx setzt auf reine 3D-Karten – für den 2D-Betrieb braucht der Nutzer einen weiteren Chip. Erschwerend für 3dfx kam hinzu, dass Microsofts Direct3D das favorisierte Glide allmählich verdrängte.

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Für die folgenden Voodoo-Generationen entschied sich 3dfx, die kompletten Grafikkarten selbst zu produzieren. Bislang entwickelte das Unternehmen lediglich die Chipsätze, die andere Firmen auf ihren Grafikkarten verbauten. Dazu beendete die Chip-Schmiede bewährte Kooperationen, konnte aber weder mit Voodoo 3, 4 oder 5 dem Rivalen Nvidia dauerhaft Paroli bieten. Letztendlich entschied sich das Unternehmen zurückzukehren zu den Wurzeln, und wieder Chipsätze zu entwickeln. Doch Ende 2000 kaufte Nvidia Patente und Namen des angeschlagenen Herstellers auf. Zwar blieb 3dfx noch ein Werk in Mexiko – 2002 musste aber auch das schließen.

Montag den 02.05.2011 um 14:05 Uhr

von Benjamin Schischka

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