21.03.2011, 15:48

Simon Hülsbömer

Vom Arpanet zum WWW

Von TCP zu TCP/IP und DNS

1974: BBN veröffentlicht im April ein überarbeitetes Routing-Programm für die Paketvermittlungsknoten. Im Mai wird die Spezifikation für das Transmission Control Protocol (TCP) festgelegt. Es soll das NCP ersetzen und das Vernetzen mehrerer Netze ermöglichen. Das TCP soll auch auch die netzinterne Qualitätskontrolle vom IMP-Subnetz übernehmen. Im September ist das Arpanet wieder größer geworden - es umfasst jetzt auch drei Knotenpunkte außerhalb des nordamerikanischen Kontinents: im norwegischen Kjeller, am University College in London (UCL) und in Honolulu auf Hawaii.
1977: Im Oktober beginnt der produktive TCP-Einsatz im Arpanet, Packet Radio Net und dem SATNET (Satellite Network).
1978: Im März wird TCP in die Protokolle TCP und IP (Internet Protocol) aufgeteilt. TCP übernimmt ab sofort die Ende-zu-Ende-Steuerung, IP das Routing innerhalb des Netzes.
1983: Das MILNET (Military Network) löst sich aus dem Arpanet heraus. Das Arpanet umfasst nunmehr nur noch 68 Knotenpunkten, hält über Gateways aber Verbindung zum Milnet. Im Januar vollzieht sich der offizielle Wechsel hin zu TCP/IP. Im November wird das Domain Name System (DNS) entwickelt (das Buchstaben-Endungen bei Internetadressen erlaubt wie beispielsweise .com, .gov, .mil, .org, .net und .int).
1989: Nach 20 Jahren im Einsatz, geht das Arpanet vom Netz und macht den Weg frei für das Internet in heutiger Form, das die Grundtechnologien beibehält und weiterentwickelt. Der heute bekannteste und beliebteste Teil des Internets, das World Wide Web, entstand im Frühjahr des Jahres 1993. Wenn Sie mehr über die Entwicklung des Internet nach dem Ende des Arpanet wissen möchten, lesen Sie unseren Artikel "Der Web-Bauplan wird 20 Jahre alt".
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