02.09.2012, 14:34

Christian Remse

Auf dem Prüfstand

Die 10 größten Sicherheits-Mythen

Die 10 größten IT-Sicherheitsmythen

Anonymisier-Tools schützen beim Surfen auf dubiosen Sites und digitale Daten sind unvergänglich – wir decken solche und andere Irrtümer auf und geben Tipps.
PC-Nutzer tauschen ihr Wissen untereinander aus – egal, ob es sich dabei um ein persönliches Gespräch oder um Threads in Internet-Foren handelt. Allerdings bleiben nicht selten die einen oder andere Details auf der Strecke, so dass aus Fachwissen Computer-Mythen werden. Je weiter sich diese Irrtümer verbreiten, desto schneller ersetzen sie Wahrheiten und sorgen somit für zahlreiche Fehlentscheidungen. Handelt es sich bei diesen Missgriffen um sicherheitsrelevante Aspekte, kann dies besonders prekäre Konsequenzen mit sich ziehen. Wir haben für Sie die 10 größten IT-Sicherheitsmythen entlarvt und zeigen Ihnen welche Fehler Sie nicht begehen sollten.

Mythos 1: Daten löschen im Papierkorb
 
Ziehen Sie Dateien in den Papierkorb, verschwinden diese nicht von der Festplatte, sondern werden lediglich unsichtbar. Problem: Unbefugte Dritte können diese unsichtbaren Daten jederzeit wiederherstellen. Wir zeigen Ihnen einen Löschvorgang, der Daten bestmöglich vernichtet – praktisch, wenn Sie Sie Ihre Festplatte oder den gesamten PC verkaufen oder verschenken wollen.
Genau genommen müssen Sie eine Festplatte zuerst ausbauen und anschließend physikalisch zerstören, um Daten hundertprozentig zu löschen. Es gibt jedoch eine weniger radikale Alternative, die Daten ebenfalls vor unerwünschter Wiederherstellung schützt. Das Gratis-Tool DBAN (kurz für (Darik's Boot and Nuke) ist eine auf Linux basierende, boot-fähige Live-CD, die mittels unterschiedlicher Löschverfahren wie beispielsweise die Gutman-Methode Festplatten säubert. Dabei überschreibt DBAN per Knopfdruck vorhandene Daten mit Zufallsmustern. Praktisch: Da DBAN Daten unabhängig vom Betriebssystem löscht, eignet sich der Allestilger sowohl für Windows 7 als auch für ältere Versionen des Microsoft-Betriebssystems. In unserem Ratgeber zur Datenlöschung zeigen wir Ihnen, wie Sie DBAN optimal nutzen. Vorsicht: DBAN ist so gründlich, dass es sogar Wiederherstellungspartitionen löscht. Hat der PC-Hersteller keine Wiederherstellungs-CD mitgeliefert (was selten der Fall ist), sollten Sie vor dem Einsatz von DBAN unbedingt einen entsprechenden Datenträger erstellten.
 
Hinweis: Kostenpflichtige sowie kostenlose Daten-Shredder-Tools versprechen in der Regel mehr als sie halten. Sollten Sie Daten ernsthaft löschen wollen, raten wir Ihnen von derartigen Programmen ab, da sie häufig nur das Gefühl vermitteln, Daten auf der Festplatte seien vollständig gelöscht.
 
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