Von Januar bis Juni
Unsere Bilder des Jahres 2011 (Teil 1)
Was bewegte die IT-Szene im ersten Halbjahr 2011? Gehen Sie mit uns auf eine Bilderreise und treffen Sie Wunderrechner, Tablets, IT-Giganten wie IBM, Microsoft und Google.
Es war einmal…ein Manager, der träumte vom perfekten Computer. Eine Maschine, die falsche von richtigen ärztlichen Diagnosen unterscheiden kann. Ein Computer, der sogar Menschen versteht. Diese Träume haben nicht wir erfunden. Sie hat IBM-Chef Sam Palmisano so zur Eröffnung der 25. CeBIT im März 2011 formuliert. Palmisanos Phantasie mag der eigene "Wunderrechner" Watson angeregt haben, der kurz davor zwei menschliche Champions in der US-amerikanischen Quizsendung Jeopardy schlug.
Wunderrechner hin oder her, auch im ersten Halbjahr 2011 mussten sich die IT-Branche und ihre Hauptdarsteller mit irdischen Problemen herumschlagen. Begleiten Sie uns auf eine Bilderreise von Januar bis Juni 2011, von der Elektronikmesse CES in Las Vegas bis zur Wahl des neuen Bitkom-Präsidenten in München.
Den zweiten Teil des Jahresrückblicks (Juli bis Dezember 2011) finden Sie hier!
Die Bilder des Jahres 2011 - Teil 1 (Januar bis Juni)
Das Jahr 2011 im Rückblick - Teil 1 (Januar bis Juni)
Januar: Elektronik-Messe CES in Feierlaune
Partystimmung war bei den Veranstaltern der weltgrößten Elektronikmesse in diesem Jahr angesagt. Die CES International hatte schon deutlich schlechtere Zeiten erlebt. Neueste Gadgets wie eine Vielzahl von Tablet-PCs, noch leistungsfähigere Smartphones, 3D-Fernsehen und die einfache Kommunikation unter allen Geräten sollten die Krise endgültig beenden und die Innovationskraft der Branche belegen.
Januar: Julian Assange sitzt fest
Nach einer Verhandlung wird klar, dass der Wikileaks-Gründer noch länger in Großbritannien auf eine Entscheidung über die Auslieferung nach Schweden warten muss, wo ihm sexuelle Nötigung vorgeworfen wird. Ende 2011 kämpft er immer noch.
Januar: Das Internet Protocol Version 6 (IPv6)
Warten oder auf IPv6 migrieren? Die Frage stellt sich für viele Unternehmen, selbst wenn die letzten IPv4-Adressblöcke bereits vergeben wurden. Das Internet Protocol in der Version 4, kurz IPv4, ist die Basis des Internets. Doch der Jubilar, der 2011 sein 30-jähriges Jubiläum feiert, droht Opfer des eigenen Erfolgs zu werden. Da immer mehr Handys online gehen oder Stromzähler im Zuge der Smart Grids vernetzt werden, gehen IPv4 die Adressen aus. Die mehr als vier Milliarden IP-Adressen ermöglichen es, dass die Geräte im globalen Netz eindeutig angesprochen werden können. Abhilfe soll das neue Internet Procol in der Version 6, IPv6, schaffen, denn es umfasst rund 340 Sextillionen (2 hoch 128) Adressen. IPv6, vor 15 Jahren entwickelt, reift erst jetzt langsam zur Praxistauglichkeit heran.
Januar: Strom zapfen und mit dem Handy zahlen
Im Rahmen des Förderprojekts "Modellregion Elektromobilität" erproben die Stadtwerke Düsseldorf elektrische Mobilitätskonzepte unter Alltagsbedingungen. Für den Betrieb der Ladesäulen kommt das "Charge Point interactive Management System" von Logica zum Einsatz. Auch Handys und Smartphones können eingebunden werden. Mittelfristig soll über das System auch bezahlt werden können.
Januar: Die Tablets drängen ins Business
Kaum ein IT-Thema hat 2011 für so viel Furore gesorgt wie die Tablets. Nicht ganz unschuldig daran ist sicher Apple-Wundermann Steve Jobs, der mit dem iPad neues Leben in die von Microsoft bereits vor zehn Jahren vorgestellte Produktkategorie brachte. Das Erfolgsrezept: einfache elegante Benutzerführung, schlanke Hardware, ein gewisser Kultstatus sowie Tausende von Apps - und das Ganze zu einem (zumindest für Apple-Produkte) annehmbaren Preis.
Februar: HTML5 - eine kleine Revolution
Die Zukunft in der Web-Entwicklung heißt HTML5. Es bietet viele der Features, die Webseitenbetreiber bisher nur in Flash umsetzen konnten - Audio, Video und interaktive Grafiken - von Haus aus, ohne dass Nachinstallationen durch Anwender nötig sind. HTML5 ist an sich schon sehr alt. Das World Wide Web Consortium (W3C) arbeitet seit fast sieben (!) Jahren an dem jüngsten HTML-Spross und könnte im schlimmsten Fall noch bis 2022 brauchen, bis der Standard reif für den Markt ist. Das behauptet zumindest Ian Hickson, Google-Mitarbeiter und W3C-Mitglied.
Februar: CIO Beyond 2011
30 Gehirne wie ein einziges zu vernetzen. Das war das Ziel des exklusiven Workshops "CIO Beyond", zu dem sich 30 CIOs auf Schloss Elmau einfanden. Die wichtigsten Zukunftsthemen für die "CIO Agenda 2021" sind demnach: Security und Datenschutz als Kernkompetenz im Unternehmen, der CIO als Innovation and Change Officer, das Komplexitäts-Management als Daueraufgabe, eine globale IT zu lokalen Gesetzen, die Anwender bringen ihre eigenen Geräte mit, demokratisiertes Wissen durch Social Media, Nachhaltigkeit, Endkunde als Anwender, CIO als Chief Integration Officer, die IT entscheidet den War for Talent und Trennung der Komponenten I und T.
Februar: Nokia springt ins Microsoft-Boot
Der Handy-Weltmarktführer kündigt im Februar an, auf eine Allianz mit dem Windows-Riesen zu setzen, um den Rückstand im Smartphone-Geschäft aufzuholen.
Februar: Dringend gesucht: IT-Talente
Firmen stellen wieder ein, manche im großen Stil. Einige klagen wieder über Fachkräftemangel. Wie groß die Lücke an Fachkräften ist, darüber streiten sich selbst Forscher. In Deutschland werden in vier Jahren 250.000 Fachkräfte fehlen, so Boston Consulting auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Auch der Bitkom warnt vor dem Mangel und fordert, die Hürden für die Zuwanderung ausländischer IT-Profis zu senken. Nicht alle profitieren: Wer mit über 50 seinen Job verliert, muss sich auf eine anstrengende Suche und finanzielle Abstriche einstellen.
Februar: IT-Pionier Ken Olsen gestorben
Olsen war einer der Pioniere der IT-Industrie und in den 80er Jahren einer ihrer bekanntesten Vertreter. Zusammen mit Harlan Anderson hatte er im Jahre 1957 Digital Equipment Corp. (DEC) gegründet. 1986 wurde Olsen vom "Fortune Magazin" zu Amerikas erfolgreichstem Unternehmer gekürt. Bis 1992 stand er dem Unternehmen vor.
Februar: SAP baut IT-Zukunftsschmiede in Potsdam
Der Software-Gigant kommt nach Potsdam. Ein Innovationszentrum soll den Technologiestandort Berlin-Brandenburg prominent verstärken.
Februar: "Watson" deklassiert seine menschlichen Gegner
Die Hirnwindungen waren nicht so schnell wie die Schaltkreise: Beim US-Spielshowklassiker "Jeopardy" hat der IBM-Supercomputer "Watson" zwei menschliche Champions geschlagen.
Februar: Mobile World Congress in Barcelona
Auf dem Mobile World Congress zeichnete sich ab, dass im Systemstreit für die vierte Mobilfunk-Generation die klassische Telko-Technologie LTE (Long Term Evolution) gegen WiMAX aus den USA auf breiter Front durchsetzt. WiMAX ähnelt der Technologie von drahtlosen Computer-Netzwerken (WLAN) und war vom Chip-Hersteller Intel aggressiv vorangetrieben worden. "WiMAX ist tot oder liegt auf der Intensivstation", sagte Dan Warren, Technologiechef des Messeveranstalters GSM, und verwies auf die deutlich höheren Kundenzahlen von LTE und der damit verwandten Technologie HSPA+.
Februar: Anwender investieren wieder in IT
Die IT-Abteilungen investieren wieder - wenn auch vorsichtig. Das legt die von COMPUTERWOCHE und IDC vorgenommene Anwenderbefragung "IT-Kompass" nahe. Das Geld fließe vor allem in Software und IT-Services, also weniger in neue Rechner. Zudem stehen Virtualisierung, Konsolidierung und die Migration auf neue Business-Anwendungen stehen auf der Agenda.
Februar: Die Facebook-Revolution (Buchtipp)
Facebook-Revolution - der Begriff ist in der Welt, seit in Tunesien, Ägypten und weiteren arabischen Staaten Menschen gegen ihre Regierungen auf die Straße gehen. Doch der Begriff der Facebook-Revolution hat noch einen anderen, tieferen Sinn. Facebook selbst ist revolutionär. Davon ist jedenfalls der amerikanische IT-Journalist David Kirkpatrick überzeugt. "Es verändert die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren und umgehen, wie durch Werbung Produkte verkauft werden, wie Regierungen ihre Bürger ansprechen, und sogar, wie Unternehmen geführt werden." In seinem Buch "Der Facebook-Effekt" geht Kirkpatrick dem Phänomen auf den Grund.
März: Bundeskanzlerin eröffnet CeBIT 2011
Unterstützt von IBM-Chef Samuel Palmisano und dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die 25. CeBIT und staunte über IBMs neuen Wunderrechner "Watson". Sie betonte die guten Beziehungen zwischen Politik und IT-Branche in Deutschland - "Mit keiner anderen Branche gibt es so wenig Streit" - und bezeichnete Cloud Computing als große Revolution mit allen damit verbundenen Fragen und Risiken: "Es wird darauf ankommen, abgestimmte Regeln zu finden und neue Formen der politischen Zusammenarbeit zu lernen."
März: Die Träume von IBM-Chef Palmisano
"Maschinen verstehen Menschen", behauptete IBMs CEO Samuel Palmisano zum Auftakt der diesjährigen CeBIT. Es sei gelungen, eine Grenze zu überwinden und das Tor zu völlig neuen Möglichkeiten der IT aufzustoßen. Palmisano spielte damit auf IBMs Wunderrechner "Watson" an, der zwei menschliche Champions in der Quiz-Sendung "Jeopardy" schlug. Palmisano träumt bereits von völlig neuen Anwendungsszenarien, die elektronische Superhirne wie Watson eröffnen könnten. "Computer werden immer intelligenter. Die Fähigkeit, unstrukturierte Daten zu verarbeiten, befähigt IT-Systeme zu ganz neuen Aufgaben", schwärmte der IBM-Boss. Rechner könnten in Zukunft medizinisches Wissen aufbereiten und richtige von falschen Diagnosen unterscheiden. Die neue IT-Welt verlange aber auch mehr Verantwortung von den Nutzern. Palmisano fordert neue Standards, nicht nur in technischer Hinsicht: "Wir brauchen globale Regeln für Sicherheit und Eigentum." Wenn es gelingen soll, den Planeten intelligenter zu machen, bedarf es standardisierter Schnittstellen zwischen Unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel zwischen Gesundheits- und Bildungssystemen. Um das umzusetzen, müsse die IT-Branche eng mit der Politik zusammenarbeiten. "Die Welt wird kleiner und intelligenter", sagte Palimsano. "Wir müssen jetzt handeln, und wir müssen es gemeinsam tun."
März: Karrieresprungbrett CeBIT
Seit über zehn Jahren ist das Zentrum für Jobs und Karriere auf der CeBIT der Anlaufpunkt für alle Jobsuchenden. Firmen präsentieren sich als Arbeitgeber, Messebesucher verschaffen sich einen Überblick über möglichst viele Karrieremöglichkeiten und die neuesten Trends auf dem IT-Arbeitsmarkt.
März: Wie Tablets und Smartphones das Telefon ablösen
Das Telefon auf dem Schreibtisch ist angezählt. Multimediale Kommunikationsterminals oder Smartphones sollen die Geräte ersetzen und auch PC-Funktionen erfüllen. Sprachübertragung wird zu einer App unter vielen.
März: Elektronikindustrie nach Erdbeben in Japan in Sorge
Das verheerende Erdbeben, das vielen Japanern zur persönlichen Tragödie wurde, hat Auswirkungen auf ganze Industriezweige weltweit. Beispielsweise steht ein Viertel der globalen Produktion von Silizium-Wafern still. Nahezu alle Technologiegrößen im Land, darunter Sony, Fujitsu, Hitatchi, Canon, Mitsubishi und NEC, hatten nach der Katastrophe Werke schließen und Notfallfpläne verkünden müssen. Nicht gerade leichter wird die Situation durch immer wieder auftretende heftige Nachbeben: Erreichen diese eine Stärke von mindestens fünf auf der Richter-Skala, fährt die Produktion in den meisten Halbleiterfabriken automatisch herunter. Bis sie wieder hochgefahren werden kann, vergehen Tage.
März: Telekom will US-Abenteuer beenden
Die Mobilfunk-Tochter T-Mobile USA soll für 39 Milliarden Dollar an den Platzhirsch AT&T gehen. Zum Jahresende macht massiver Widerstand der Wettbewerbshüter ein Scheitern des Deals jedoch immer wahrscheinlicher.
März: Das iPad 2 landet in Deutschland
Ab Freitag, den 25. März, war die zweite Generation des Apple-Tablets in Deutschland erhältlich - zumindest, solange der Vorrat reichte. Nicht umsonst hatte der kalifornische Hersteller in seiner Ankündigung eigens auf die Möglichkeit der Online-Vorbestellung ab zwei Uhr früh hingewiesen. Beim Marktstart in den USA am 11. März war das iPad 2 fast überall binnen wenigen Stunden ausverkauft.
März: Herausforderung Scrum
Agile Softwareentwicklung verändert die Kultur eines Unternehmens und erfordert eine andere Einstellung aller Beteiligten. Das Berufsbild des Entwicklers hat sich rasant verändert. Der Begriff Software Engineering entstand in den 50ern und mit ihm die ersten Debatten, was "Engineering" in Bezug auf die Entwicklung von Software bedeutet. Diese Diskussion erhielt 1968 und 1969 durch zwei vom NATO Science Committee geförderte Konferenzen weiteren Auftrieb. Für Zeitzeugen die Wiege der (groß-)industriellen Softwareentwicklung. Darauf entstanden Prozessmodelle zur standardisierten Softwareentwicklung: das Wasserfallmodell (1970), das V-Modell (1986), das Spiralmodell (1988), Scrum (1995), Rational Unified Process (1999) und das V-Modell XT (2005).
März: Anja Feldmann erhält den Leibniz-Preis für Forschung gegen Internet-Stau
Der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2011 ging an Anja Feldmann von der TU Berlin. Die Professorin leitet das Fachgebiet "Intelligent Networks and Management of Distributed Systems" sowie eine Forschungsgruppe bei den Deutsche Telekom Laboratories (T-Labs). Den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Preis erhielt sie für ihre Forschungen zur Zukunft des Internets.
März: Hewlett-Packard muss sich neu erfinden
Léo Apotheker, der neue (und bald alte) CEO von Hewlett-Packard, stellt die Weichen in Richtung Cloud. Aber vor dem Konzern liegt eine Menge Arbeit. Nach wie vor dominiert die Hardware das Portfolio.
März: Jennifer D´hom ist erste deutsche BPM-Meisterin
Die erste deutsche Business-Process-Management-Championship ist entschieden. Gewonnen hat das spannende Finale Jennifer D´hom von der Rewe Touristik GmbH.
April: Eric Schmidt als Google-CEO abgelöst
Larry Page ist ein Genie. So beschrieb Google-Chef Eric Schmidt auf einer Konferenz in München seinen Nachfolger. Gerüchten zufolge tritt Schmidt aber nicht freiwillig zurück. Vielmehr soll zwischen ihm und Page seit Anfang 2010 der Haussegen schiefhängen. Streitpunkt sei die China-Politik des Konzerns gewesen, da Schmidt trotz Zensur weiter Geschäfte mit der aufsteigenden Wirtschaftsmacht machen wollte.
April: Konkurrenz für Google Street View
Microsoft kündigt seinen Online-Straßenatlas Bing Maps Streetside für Deutschland an. Nach einem Streit mit Datenschützern um einen Vorab-Widerspruch starten Ende Mai die Kamerafahrten.
April: Google startet Facebook-Alternative
Google-Mitgründer Larry Page übernimmt nach rund zehn Jahren wieder die Führung des Internet-Konzerns. Sein zentrales Projekt ist das eigene Online-Netzwerk Google+, ein Rivale für Facebook. Es startet im Sommer und hat zum Herbst über 40 Millionen Mitglieder.
April: Was hat das Nokia E7 zu bieten?
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das gilt auch für Smartphones wie das Nokia E7, das im April auf den Markt kommt. Vor ein oder zwei Jahren wäre es noch State of the Art gewesen. Ein Produkt-Launch mit schlechtem Timing: Nachdem das Nokia E7 auf der Hausmesse Nokia World im September 2010 erstmals vorgestellt wurde, verpasste das als Business-Flaggschiff und Nachfolger der Communicator-Serie angepriesene Gerät wegen angeblicher Fertigungsmängeln das Jahresendgeschäft 2010. Als das Symbian-Smartphone dann lieferbar war, hatte es Nokia-CEO Steven Elop mit seiner Ankündigung, künftig auf Windows Phone zu setzen, endgültig auf das Abstellgleis befördert.
April: Bring your own device - Albtraum oder Segen für CIOs?
Private iPhones und iPads akzeptieren oder aussperren? Über diese Frage zerbrechen sich viele IT-Verantwortliche die Köpfe. Es droht ein Wildwuchs in der Endgerätelandschaft - bei Vorteilen, die keineswegs sicher sind.
April: Jobsuche per App
Findet die Jobsuche künftig nur noch mobil statt? Die einen können es sich nicht vorstellen, andere wiederum reden schon vom Ende des klassischen Recruitings.
April: Office 365 geht an den am Start
Mit Google Docs und Wave zeigte der Suchmaschinenkonzern, wie einfach und funktionsreich das Arbeiten mit Dokumenten sowie die Zusammenarbeit vieler Teammitglieder in der Cloud aussehen kann. Microsoft hatte solche Szenarien bereits mit Office 2003 versprochen. Doch nur wenige Benutzer kamen in den Genuss Server-basierender Office-Szenarien, meist blieb es Firmenanwendern mit ausreichendem IT-Budget und innovativem Implementierungspartner vorbehalten. Mit Office 365 soll nun alles anders werden. Es enthält die Online-Versionen der Office-Server, nämlich Sharepoint Online, Exchange Online und Lync Online, garniert mit dem Browser-Frontend Office Web Apps. Als i-Tüpfelchen erhalten Benutzer noch die Office 2010 Professional-Clients obendrauf. Das Ganze wird in einem Mietmodell angeboten, bei dem der Kunde pro Monat und angemeldetem Benutzer bezahlt.
April: Datenschutz-Debakel bei Sony
Unbekannte Angreifer verschaffen sich Zugang zu Informationen von bis zu 100 Millionen Kunden des Elektronik-Riesen. Sonys Online-Dienste müssen für Wochen vom Netz, immer neue Schwachstellen tauchen auf, der Schaden ist immens.
Mai: Martina Koederitz führt die IBM Deutschland
Der Trend zur weiblichen Führungskraft erreicht nach der Politik nun auch die Wirtschaft. Der neue Chef der IBM Deutschland ist eine Chefin. Allerdings stellt Martina Koederitz alles andere als eine Quotenfrau dar. Insider gönnen der 47-jährigen aufgrund ihrer fachlichen und menschlichen Qualifikation längst eine Spitzenposition. Zum 4. Mai hat sie die Geschäftsführung in Deutschland übernommen.
Mai: Nokia verabschiedet Symbian und 7000 Mitarbeiter
Nachdem der von Microsoft gekommene Nokia-Chef Stephen Elop sich für Windows Phone als bevorzugte Plattform für die Smartphones entschieden hatte, gab Nokia die Entwicklung der Plattform Symbian an Accenture ab. Bis 2013 sollen eine Milliarde Euro bei den Finnen eingespart werden. Dafür müssen bis Ende 2012 etwa 4000 Mitarbeiter gehen. Zudem übernimmt Accenture 3000 weitere Mitarbeiter, die mittelfristig in anderen Bereichen arbeiten sollen.
Mai: Pioniere erkunden die IT-Wolke
Während IT-Anbieter bereits große Hoffnungen in Private Clouds setzen, befinden sich die Anwender oft noch im Experimentalstadium.
Mai: Digitale Spaß-Guerilla
Die Hacker-Gruppe LulzSec taucht auf und bohrt sich scheinbar mühelos durch Online-Präsenzen von Unternehmen und Behörden. Ende Juni erklärt sie genauso plötzlich die Auflösung. Behörden verkünden, sie hätten Mitglieder festgenommen.
Mai: Geldregen für die Skype-Besitzer
Bei seiner größten Übernahme kauft Microsoft den Internettelefonie-Dienst Skype für 8,5 Milliarden Dollar. Es ist deutlich mehr als zuvor für Skype bezahlt wurde. Microsoft wolle Skype mit seinen Produkten vernetzen, hieß es.
Mai: Breitband für alle?
Die eine Technologie für den bundesweiten Breitbandausbau wird es nicht geben. Verbraucher und Unternehmen müssen künftig beim schnellen Internet-Zugang mit einem Technik-Mix leben.
Mai: And the Winner is...Google
Deutschlands beliebtester Arbeitgeber bei IT-Absolventen ist erneut Google. Alles andere aber ist in Bewegung im Ranking des Trendence Graduate Barometers 2011.
Mai: LinkedIn geht an die Börse
Die Aktie des größten beruflichen Online-Netzwerks geht am ersten Tag an der Börse ab wie eine Rakete. Aus dem Ausgabepreis von 45 Dollar wird schnell ein Kurs von 90, dann sogar gut 122 Dollar. Im Herbst kostet die Aktie immerhin noch mehr als 60 Dollar.
Mai: Droidcon-Konferenz: Android-Nutzung wächst sprunghaft an
Das Handy-Betriebssystem von Google findet in Deutschland immer mehr Anhänger. Auch die Droidcon-Konferenz in Berlin verzeichnete einen Besucherrekord.
Juni: "Tessas Facebook-Party"
Eine Hamburgerin macht die Einladung zu ihrem 16. Geburtstag aus Versehen öffentlich. Es kommen rund 1500 Jugendliche, Nachbarn klagen über Sachbeschädigung, die Polizei muss einschreiten. Weitere "Facebook-Partys" folgen.
Juni: Lenovo will sich mit Medion stärken
Mit der Übernahme von Medion versuchen die Chinesen noch einmal, sich in Deutschland und Europa am PC-Markt durchzusetzen.
Juni: Nummer eins im Visier
Die US-Wettbewerbshüter nehmen sich den Suchmaschinen-Primus Google vor. Mehrere Wettbewerber hatten sich über Benachteiligungen beklagt. Bei den Untersuchungen geht es auch um das Kerngeschäft von Google: Werbung im Umfeld der Internet-Suche.
Juni: Facebooks Gesichtserkennung erreicht Deutschland
Das Online-Netzwerk hatte die Funktion seit Mitte Dezember schrittweise erst in den USA und dann in anderen Ländern eingeführt. Der Einsatz der automatischen Gesichtserkennung ist eingeschränkt. Sie greift nur, wenn ein neues Foto hochgeladen wird und nur bei den Facebook-Freunden eines Nutzers. Dann wird ihm vorgeschlagen, den Freund im Bild zu markieren. Deutsche Datenschützer hatten die Idee schon im Dezember kritisiert.
Juni: Blackberry Playbook in den Läden
Im Juni wurde das Playbook noch viel Aufwand auf den Markt gebracht. Mittlerweile kostet der schwache Absatz des Tablet-Computers RIM hunderte Millionen Dollar.
Juni: Dorothée Appel ist neue CIO bei Microsoft Deutschland
Was wie kölsche Mundart klingt, ist die korrekte Formulierung: Der neue Chief Information Officer für Microsoft in Deutschland und der Schweiz ist weiblich. Dorothée Appel leitet seit diesem Jahr die interne IT-Organisation in den beiden Ländern. Sie tritt damit die Nachfolge von Rolf Zimmer an, der die Abteilung CPE (Customer & Partner Experience) beim Softwareunternehmen übernommen hat.
Juni: Streit um Itanium - HP verklagt Oracle
Der Kleinkrieg zwischen HP und Oracle nimmt weiter an Schärfe zu. HP will nun die Unterstützung der Itanium-Prozessoren vor Gericht erzwingen. Oracle hatte im März dieses Jahres angekündigt, keine Software mehr für die Itanium-Prozessoren zu entwickeln. HP, auf dessen Konto geschätzte mindestens 90 Prozent der Itanium-Verkäufe gehen, hatte Oracle darauf schriftlich aufgefordert, diese Entscheidung zurückzunehmen. Die Stimmung zwischen den beiden einst eng partnerschaftlich verbandelten Unternehmen hat sich drastisch abgekühlt, seit Oracle-Chef Larry Ellison seinen Freund und früheren HP-Chef Mark Hurd, der über eine Liaison mit falscher Spesenabrechnung gestolpert war, ins Management geholt hatte. HP will mit seiner Klage Oracle zwingen, eine vermeintlich früher einmal zugesicherte langfristige Unterstützung für Itanium einzuhalten. Oracle hat bereits öffentlich reagiert und wirft sowohl HP als auch dem Chiplieferanten Intel vor, die jeweilige Kundschaft bewusst zu täuschen.
Juni: Facebook erzeugt einen regelrechten Börsen-Hype
Kann Facebook wirklich mehr wert sein als BMW, Adidas und Thyssen-Krupp zusammen? Experten schätzen die Bewertung des Social Network auf 100 Milliarden Euro.
Juni: 100 Jahre IBM: Vom Mainframe zur Service-Company
Kein anderes Unternehmen hat die Entwicklung der IT, ihren Markt und ihre Nutzung so beeinflusst wie IBM - im Guten, aber auch im Schlechten.
Juni: Stabübergabe beim Bitkom
Die Mitglieder des Branchenverbandes wählten Datev-Chef Dieter Kempf (links) einstimmig zum Nachfolger des langjährigen Verbandschefs August-Wilhelm Scheer, der nicht wieder antrat. Der 58-jährige Kempf steht seit 1996 an der Spitze des Nürnberger IT-Dienstleisters Datev und war beim Bitkom zuletzt Schatzmeister.
Juni: Schnellster Supercomputer der Welt steht in Japan
Mit acht Billiarden Rechenschritten pro Sekunde (Petaflops) hat sich das System "K Computer" von Fujitsu an die Weltspitze katapultiert und den vormaligen Spitzenreiter mit der mehr als dreifachen Leistung überrundet. Erstmals gibt es unter den ersten zehn Plätzen der am Montag veröffentlichten Liste der "Top 500" keine Anlage mehr, die nicht in der "Petaflop-Liga" spielt. Deutschland rangiert nicht mehr unter den Top Ten. Das IBM-System "Jugene" aus dem Forschungszentrum Jülich rutschte mit einer Leistung von 825 Teraflops (Billionen Rechenschritte pro Sekunde) vom neunten auf den 12. Platz ab.
Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation Computerwoche .






