Von Atari bis Pac-Man

Aufstieg und Fall bekannter IT-Giganten

Montag, 02.05.2011 | 14:05 von Benjamin Schischka
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Commodore, Atari, 3dfx – vom Ruhm vergangener Tage bleibt manchmal nur der Name. Wir beleuchten Aufstieg und Fall bekannter, untergegangener IT-Giganten.
C64-Revival: Commodore 64x
Vergrößern C64-Revival: Commodore 64x
© Commodore USA

Der Commodore-Rechner C64 – auch liebevoll Brotkasten genannt – ist legendär. In den frühen 80ern räumte der starke C64 unter der Konkurrenz auf und wurde zu einem der beliebtesten Heimcomputer. Die direkten C64-Nachfolger konnten aber nicht so recht an den Erfolg anknüpfen. Mit den Amiga-Modellen hatte Commodore zwar mehr Glück, aber dem wachsenden Konkurrenzkampf war das Unternehmen am Ende trotzdem nicht gewachsen. Viele werfen Commodore zudem schlechtes Marketing und finanziell verlustreiche Abenteuer vor.
 
So sieht der C64 von innen aus:

Das Ende kam Anfang 1994, als die ersten Tochterunternehmen den Betrieb einstellten. Im April muss das Mutterunternehmen – mittlerweile auf den Bahamas angesiedelt – alle verbliebenen Vermögensgegenstände verkaufen. Unter dem Titel The Deathbed Vigil and other Tales of Digital Angst hat der Commodore-Entwickler Davie Haynie die letzten Tage auf Video festgehalten: Leere Fabrikhallen und Galgenhumor zu mal düsteren, mal rockigen Klängen.

 
Commodore Deutschland und Commodore UK blieben als letzte übrig. Während die deutsche Tochter mit in den Pleite-Sog gerissen wurde, versuchte der UK-Zweig die Mutterfirma mit allen Rechte aufzukaufen, um das Blatt zu wenden. Dabei wurde Sie aber von ESCOM überboten. Aber auch mit ESCOM hat es das Schicksal nicht gutgemeint – mehr dazu auf der nächsten Seite…

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Der Markenname „Commodore“ existiert übrigens noch. Commodore USA will den Brotkasten schon im Mai zurück auf die Schreibtische bringen. Im Inneren arbeitet nun ein Dual-Core-Atom-Prozessor mit 1,8 GHz und ein ION2-Grafikchipsatz von Nvidia. Als Betriebssystem soll Windows 7 zum Einsatz kommen, neben einem Emulator für C64-Programme und -Spiele. Die günstigste Ausführung mit 2 GB RAM und 160-GB-Festplatte soll 595 Dollar kosten. Die teuerste Variante mit 4 GB RAM, WLAN, Blu-ray-Laufwerk und 1 TB Festplatte soll 895 Euro kosten. Für Bastler wird es das Commodore-Gehäuse mit Cardreader für 250 Dollar geben.

Zocken wie in den 80ern

Montag, 02.05.2011 | 14:05 von Benjamin Schischka
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