Sie haben sich mühevoll einen virtuellen PC eingerichtet und stellen nach einer Zeit fest, dass Sie die gleiche Konfiguration gerne auch als nicht-virtuelles Hauptsystem nutzen möchten.
So gehen Sie vor, um eine virtuelle Vmware-Maschine in ein Haupt-System zu konvertieren: Dieses Vorhaben ist relativ komplex und nur etwas für echte PC-Profis. Die Vorgehensweise gliedert sich in zwei Schritte. Als erstes müssen Sie innerhalb der virtuellen Maschine die kostenlosen "Windows XP Service Pack 2-Bereitstellungstools" installieren. Mit den darin enthaltenen Tools setupmgr.exe und sysprep.exe bereiten Sie das virtuelle System darauf vor, dass es geklont wird und die Kopie unter einer anderen Hardware laufen soll. Hilfestellung leisten mehrere Web-Seiten sowie ein PDF von Vmware.
Es bedarf anschließend eines zweiten Schrittes, die virtuelle Vmware-Maschine in ein Haupt-System zu konvertieren. Nachdem Sie die virtuelle Maschine entsprechend vorbereitet haben, "versiegeln" Sie sie mit sysprep.exe und fahren das System herunter. Nun starten Sie den virtuellen PC mit der Boot-CD einer Imaging-Software, zum Beispiel Paragon Drive Backup oder Acronis True Image. Wenn Sie keine derartige Software besitzen, erstellen Sie eine Windows-Notfall-CD mit BartPE und nutzen Sie das für private Nutzung kostenlose Tool Driveimage XML, um ein Image anzulegen. Die Image-Datei brennen Sie aus der virtuellen Maschine heraus auf eine CD/DVD oder kopieren es auf einen USB-Stick.
Nun starten Sie Ihren Haupt-System von der eben schon benutzten Boot-CD und "entpacken" das Image auf Ihre Festplatte. Wenn Sie Ihr bisheriges Windows dabei nicht überschreiben möchten, schaffen Sie zunächst mit einem Partitionierungs-Tool eine freie Partition. In diesem Fall müssen Sie außerdem im Anschluss durch Anpassen der boot.ini (Windows XP) beziehungsweise Ändern des BCD Boot Configuration Data Store (Windows Vista) den Bootmanager so konfigurieren, dass er die zweite Windows-Partition findet.
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