Die Office-interne Programmiersprache VBA stößt zunehmend an ihre Grenzen. Ihr größtes Handicap ist die mangelnde Sicherheit. Aus Entwicklersicht ist an VBA vor allem der mangelnde Schutz von Quellcodes zu bemängeln, der sich empörend leicht aushebeln und noch einfacher umgehen lässt. Außerdem fehlt es an einer effektiven Quellcode-Verwaltung, was die Überwachung und Einhaltung von Programmierstandards erschwert.
Ein weitaus mächtigeres Tool ist Microsofts Visual Studio Tools for Office (VSTO). Dabei handelt es sich um eine spezielle und mit rund 1000 Euro nicht gerade billige Version von Visual Studio mit Officespezifischen Erweiterungen. Entwickler können damit sowohl dokumenten- als auch anwendungsbasierende Lösungen für alle Office-2007-Applikationen mit Ausnahme von Access bauen. Die Visual Studio Tools kombinieren den VBA-typischen Zugang zu sämtlichen Office-Objekten mit den ungezählten Funktionen des.NET-Frameworks, was unterm Strich ein gewaltiges Problemlösungspotenzial ergibt.
Da es sich bei .NET-Lösungen stets um verwalteten Code handelt, der vor der Ausführung Zeile für Zeile auf seine Berechtigung überprüft wird, kommt auch die Sicherheit nicht zu kurz. Die separate Speicherung des Codes in kompilierten DLLs und die Möglichkeit der Verschlüsselung sorgen zudem für einen wirksamen Schutz vor Diebstahl von Entwickler-Know-how. Und schließlich lassen sich VSTO-Lösungen auf bequeme Art bereitstellen und durch vollautomatische Updates stets auf dem neuesten Stand halten, was auch den Administrator freuen wird.
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