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Die neuen Funktionen von Windows 7

16.05.2009 | 09:26 Uhr |

Der Nachfolger von XP und Vista scheint zum Erfolg geradezu verurteilt: Die Zeit von Windows XP geht zu Ende, und Vista hat sich nie wirklich durchgesetzt. Was das neue System im Detail bietet, lesen Sie hier.

Aus der Vielzahl an Neuerungen bei Windows 7 stellen wir hier einige besonders interessante vor. Die Fensterverwaltung wird durch den Aero Desktop (Aero Peek, Aero Snap, Aero Shake) tatsächlich einfacher. Alle diese Funktionen können Sie auch durch Hotkeys realisieren, etwa mit <Win>-<Cursor rechts>, um ein Fenster am rechten Rand anzudocken. Die Taskbar (Superbar) bietet angedockte Programme ("pinned") mit Hover-Fenstervorschau und Jumplists der zuletzt verwendeten Benutzerdateien. Aktive Vorgänge haben einen Farbverlauf, und auf Eingaben wartende Tasks blinken orange. Der Infobereich (Systray) ist über die Systemsteuerung exakt konfigurierbar, nur leider etwas verwirrend mit zwei Applets: "Infobereichssymbole" und "Systemsymbole". Wichtige Systemmeldungen, etwa des Sicherheits-Centers, der Benutzerkontensteuerung (UAC) sowie von Windows Defender und Windows Update, fassen Sie zentral im Action Center des Infobereichs zusammen.

Die neue Multitouch-Technologie erlaubt auf Touchscreens das Klicken, Skalieren, Drehen von Fenstern und Dateiobjekten sowie die Texteingabe auf einem virtuellen Onscreen-Keyboard. Die überarbeitete Benutzerkontensteuerung (UAC) reduziert die lästigen Prompts und ist außerdem vom Benutzer skalierbar. Die Systemwiederherstellung bietet eine bessere Kontrollmöglichkeit: Hier zeigt eine neue Funktion vor der Rückkehr zu einem Restore-Punkt die betroffenen Anwendungen und Treiber an. Das hilft, fehlerhafte Restore-Aktionen zu vermeiden. Mit den Bibliotheken erhalten Sie eine gelungene Ordnerverwaltung, die mehrere Ordner unter einer virtuellen Ordneransicht integriert. Die Bibliotheken sind in Windows 7 wichtigstes Element für Navigation, Indexsuche und Medienbibliotheken. Die PC-Schutzvorrichtung (Safeguard) erstellt Mandatory Profiles – solche Konten werden nach Abmeldung stets auf den Ausgangszustand zurückgesetzt. Safeguard ist vergleichbar mit dem bekannten Steady State, aber in Windows 7 vorbildlich einfach integriert. Eine weitere neue Sicherheitskomponente ist Applocker in der "Lokalen Sicherheitsrichtlinie" (Secpol.msc) und der Gruppenrichtlinie (Gpedit.msc) – das Tool vereinfacht Verbote von Installationen und Programmaufrufen. Eine neue Übersicht aller angeschlossenen Geräte bietet Ihnen Windows 7 mit Device Stage. Es zeigt hier detailliert Bild, Eigenschaften und spezifische Tasks, sofern Gerätehersteller mit Microsoft kooperieren. Zur Systemreparatur brauchen Sie keine Setup-DVD mehr: Ein Windows PE ist standardmäßig auf Festplatte installiert und als Bootoption erreichbar. Auch Anwender mit OEM-Versionen ohne DVD haben also stets ein Zweitsystem parat. Die Laufwerksverschlüsselung, Bitlocker to go, arbeitet auch auf mobilen, also über USB angeschlossenen Medien. Die Handhabung ist deutlich einfacher als etwa das funktional vergleichbare Truecrypt.

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