Der Viren-Check verrät zum einen, ob das System überhaupt infiziert wurde, und wenn ja, um welchen Virus es sich handelt. Zum anderen liefert der Virenscanner Informationen darüber, wie viele Einzeldateien des Systems in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Moderne Virenscanner durchsuchen auch Datenarchive wie CAB-Dateien. Je nach Virentyp bieten manche der Antiviren-Programme auch gleich an, die beschädigten Dateien zu reparieren. Darauf sollten Sie allerdings aufs Erste verzichten, da nicht sicher ist, ob diese Art der Reparatur tatsächlich die beste Lösung für Ihre Dateien darstellt.
Holen Sie vielmehr zunächst von einem virenfreien PC aus - etwa bei einem Bekannten, Kollegen oder in einem Internet-Café - Informationen zu dem auf Ihrem PC gefundenen Virentyp ein. Im Internet gibt es zahlreiche Datenbanken, die nützliche Infos zum Schädling, zu seinem Verbreitungsgebiet und vor allem zu seiner Beseitigung bieten, beispielsweisewww.sophos.deoderwww.percomp.de.
Sofern spezielle Tools zum Entfernen eines bestimmten Schädlingstyps existieren, sind sie in solchen Datenbanken ebenfalls aufgeführt und häufig per Link erreichbar. Mit diesen Informationen lässt sich der Virus wesentlich effektiver bekämpfen, und auch die Chancen zur Rettung der Daten steigen, wenn der Virentyp bekannt ist.
Spezial-Tools gibt es beispielsweise für einige Klez-Ableger oder zum Löschen von bestimmten Makroviren in DOC-Dateien. Falls Sie für "Ihren" Schädling ein solches Tool im Internet finden, sollten Sie dieses bevorzugt einsetzen. Führen Sie nach der Säuberung einen weiteren Virenscan vom Startmedium durch, um sicher zu sein, dass Sie den Software-Schädling durch den Einsatz des Tools auch wirklich beseitigt haben.
Wichtig: Überschreiben Sie beim erneuten Virenscan nicht die ursprünglich erzeugte Protokolldatei mit den Namen aller infizierten Einzeldateien, denn diese Datei kann für Ihr weiteres Vorgehen noch wichtig sein. Die Logdatei benötigen Sie nämlich dann, wenn die automatische Virusentfernung nicht vollständig gelungen ist und Sie alle infizierten Einzeldateien manuell reparieren müssen.
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