Ratgeber Sicherheit
Virus, Würmer, XP-AntiSpy, YAW, Zombie-PC
Die virtuellen Viren sind fast ebenso verheerend wie ihre realen Pendants. Sie führen Veränderungen am Betriebssystem oder an der Software durch, die im schlimmsten Fall das System unbrauchbar machen. Rettung bietet nur noch eine komplette Neuinstallation. Im Gegensatz zu anderen Schädlingen wie Computerwürmern oder Trojanern bauen sich Viren in eine oder mehrere vorhandene Dateien ein. Sie brauchen also einen Wirt. Dabei sind sie nicht wählerisch: Als Träger kann jede Art von ausführbarer Datei herhalten (z.B. EXE). Wird diese gestartet, lädt sie automatisch auch den Virencode mit. Der Schädling kann anschließend mit seinen Schadfunktionen beginnen oder sich weiter verbreiten.
Anders als Viren infizieren Computerwürmer keine bestehenden Dateien. Sie legen vielmehr eigene Dateien an oder überschreiben bereits vorhandene. Zudem können sich die Schädlinge selbstständig und auf verschiedenste Arten verbreiten. Typische Wege sind etwa Mail, Instant Messenger, Funkverbindung oder Netzwerk. Deswegen sind heute Computerwürmer viel häufiger als als ihre Artgenossen, die Viren.
Windows ist von Haus aus eine Quasseltante. Das System unterhält sich ständig mit den Microsoft-Servern, um verschiedenste Daten zu übermitteln. Die Fehlermeldungen nach einem Software-Absturz sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch Programme wie der Internet Explorer und der Windows Media Player "plaudern" munter mit den Microsoft-Servern.
Früher war nicht immer alles besser. Noch vor zwei Jahren gehörte so genannte Dialer-Software zu den schlimmsten Plagen. Bösartige Exemplare installierten sich heimlich auf dem PC und wählten anschließend automatisch teure Telefonnummern. Schutz gegen die Abzockprogramme bot die Software YAW (Yet Another Warner). Sie blockierte Anrufe auf teure 0900er-Nummern. Heute trägt YAW den Namen a-squared und hilft auch gegen Übeltäter wie Würmer, Trojaner und Spyware. Dieser Wandel hat seinen Grund: Dialer sind heute bedeutungslos, der heutige Breitband- Boom hat den Dialern den Todesstoß versetzt, begleitet von einer verbesserten Rechtslage.
Was nach einem billigen Horrorstreifen klingt, ist für heutige PC-Anwender eine der größten Bedrohungen. Immer öfter versuchen Online- Gauner mittels Rootkits, Würmern und Trojanern, fremde Rechner unter ihre Kontrolle zu bringen. Gelingt dies, mutieren die Maschinen zu so genannten Zombie-PCs. Diese lassen sich fernsteuern, um z.B. Junkmails zu verschicken, DDoS-Angriffe zu starten oder Computerschädlinge zu verbreiten. Es gibt bereits Netzwerke mit über einer Million solcher Zombie-PCs (in der Fachsprache auch Botnetze genannt).


