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Virtuelles Backup: Sicherung mit 0 Byte

Sie haben umfangreiche Musik-, Bilder- und Video-Archive auf Ihrem System abgelegt und möchten ausschließen, dass Daten verloren gehen. Aus diesem Grund sichern Sie alle Dateien auf eine externe Festplatte oder auf DVD. Sie wollen auch verhindern, dass Daten versehentlich entfernt werden.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Gering

Problem:

Sie haben umfangreiche Musik-, Bilder- und Video-Archive auf Ihrem System abgelegt und möchten ausschließen, dass Daten verloren gehen. Aus diesem Grund sichern Sie alle Dateien auf eine externe Festplatte oder auf DVD. Sie wollen auch verhindern, dass Daten versehentlich entfernt werden.

Lösung:

Mit einem zusätzlichen virtuellen Backup schützen Sie alle Daten vor versehentlichem Löschen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Daten auf NTFS-Partitionen befinden. Der Vorteil gegenüber einem normalen Backup: Es ist im Handumdrehen erstellt und verbraucht keinen Speicherplatz. Der Nachteil: Dieses Backup berücksichtigt nicht alle inhaltlichen Veränderungen an den Dateien und schützt nicht vor Festplatten-Crashs. Es eignet sich daher in erster Linie als bequeme Zweitsicherung.

So geht’s: Kopieren Sie unser Tool :pcwVirtualBackup.EXE auf Ihr System. Rufen Sie es per Doppelklick auf, um es zu installieren, und starten Sie Windows danach neu. Nun klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihren Archivordner und wählen den neuen Kontextmenüpunkt „Virtuell sichern“. Das Tool legt im Stammverzeichnis derselben Partition einen neuen Ordner mit dem Namen „VBackup für Laufwerk <Buchstabe>“ an. Dort finden Sie dann einen Unterordner mit dem Namen des Quell-Archivs, der die gesamte Ordnerstruktur der Quelle und für jede Quelldatei einen Hardlink enthält. Sobald die Dialogbox „Fertig!“ erscheint, ist der virtuelle Ordner ein genaues Abbild des Quellordners, verbraucht aber keinen Speicherplatz. Je nach Größe des Quellarchivs dauert der Vorgang wenige Sekunden bis zu wenigen Minuten. Unsere Musik- und Bildersammlung mit 70 GB und circa 22.000 Dateien war nach einer Minute verlinkt.

Technischer Hintergrund : Ein Hardlink ist wie eine Originaldatei ein Zeiger auf einen bestimmten Datenbereich im Dateisystem (Datei-Inhalt). Der Explorer stellt beide Zeiger, Datei wie Hardlink, in gleicher Weise dar – Attribute, Größe und Typ sind identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Hardlink neben der Datei ein zweiter Zeiger auf denselben Datei-Inhalt ist. Dabei gilt die Regel, dass ein Datei-Inhalt nicht gelöscht wird, solange noch ein Zeiger existiert – ob nun der primäre Zeiger oder ein sekundärer Hardlink, spielt keine Rolle.

Was Sie davon haben, ist dann leicht abzuleiten. Wenn Sie die Originaldatei verändern, ändert sich in der Regel auch der Hardlink, da der Datei-Inhalt beide Zeiger betrifft. Auch wenn Sie die Originaldatei löschen, gibt es noch einen Verweis auf den Datei-Inhalt, und dann wird der ehemalige Hardlink automatisch zur Datei – der Inhalt ist nicht verloren. Um eine virtuell gesicherte Datei tatsächlich zu löschen, müssen beide, die Datei und der zugehörige Hardlink, entfernt werden. Versehentliches Löschen ist praktisch unmöglich. Wenn Sie also in Ihrem Archiv mehrere Dateien oder Ordner versehentlich beseitigt haben, dann öffnen Sie das virtuelle Backup im Explorer und verschieben die jeweiligen Dateien oder Ordner einfach zurück in den ursprünglichen Quellpfad. Danach sollten Sie Ihr Archiv mit pcwVirtualBackup erneut sichern, um wieder Hardlinks zu den verschobenen Dateien zu erzeugen. Falls Sie das Tool de-installieren wollen, rufen Sie es einfach noch einmal per Doppelklick auf. Die virtuellen Backup-Ordner können Sie manuell löschen.

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