Virtual PC von Microsoft eignet sich in erster Linie zum Installieren von Windows-Betriebssystemen. Offiziell werden die 32-Bit-Versionen von Windows 98, NT 4, 2000, XP, Vista und Server 2003 unterstützt. Inoffiziell können Sie auch Linux installieren, aber es kann passieren, dass die virtuelle Hardware dann nicht vollständig erkannt wird. Virtual PC unterstützt keine USB-Geräte.
So gehen Sie vor: Nach dem ersten Start bietet ein Assistent an, einen neuen virtuellen PC zu erstellen. Nachdem Sie alle wichtigen Informationen angegeben haben, landen Sie in der "Virtual PC-Konsole", über die Sie weitere Einstellungen vornehmen können. Wenn Sie keinen Router im Netzwerk haben, müssen Sie zum Beispiel unter "Netzwerk" bei "Adapter 1" "Gemeinsames Netzwerk (NAT)" aktivieren, um mit dem virtuellen PC die Internet-Verbindung des Wirts mitzuverwenden.
Anschließend legen Sie eine Windows- oder Linux-Installations-CD/-DVD ein und starten den virtuellen PC. Dieser bootet von dem Medium und installiert das Betriebssystem. Bei Windows-Gastsystemen sollten Sie anschließend noch über "Aktion" die "Virtual Machine Additions" installieren. Das verbessert unter anderem die Leistung des virtuellen Computers und ermöglicht das Kopieren von Dateien per Drag & Drop vom Wirt zum Gast und umgekehrt.
Parallels Workstation
Die Virtualisierungslösung Parallels ist vor allem unter Mac-Benutzern bekannt. Dort dient sie vornehmlich dem Zweck, Windows-Anwendungen unter dem Mac-Betriebssystem laufen zu lassen. Es gibt die Software aber unter dem Namen Parallels Workstation auch für Windows und Linux. Das Programm muss sich in puncto Bedienung und Geschwindigkeit nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Ein Assistent führt Schritt für Schritt durch die Erstellung einer neuen virtuellen Maschine.
Ein großes Manko ist allerdings, dass Parallels Workstation keine Snapshots unterstützt, mit denen Sie das virtuelle System zu einem vorher festgelegten Zustand zurückversetzen können. Zudem funktioniert bei USB-Geräten nur der langsame 1.1-Standard.
Eine nette Funktion der Mac-Version fehlt allerdings in der aktuellen Windows- und Linux-Version: Sie können dort einzelne Programmfenster optisch aus dem virtuellen PC herauslösen und damit nahtlos unter Mac-OS arbeiten.
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