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Desktops fernsteuern mit VNC

05.04.2009 | 09:34 Uhr |

Mit der Virtual Network Console (VNC) kann man den Desktop eines entfernten Rechners auf den eigenen Monitor holen und daran arbeiten, als sei man vor Ort.

Mal eben von unterwegs den Rechner zuhause nutzen, einem Kollegen helfen oder einen Server fernwarten, die Anwendungsmöglichkeiten der Virtual Network Console (VNC) sind praktisch und vielfältig. Dabei ist es egal, ob Sie sich von einem Linux-System aus mit einem weiteren Linux- oder gar mit einem Windows-Rechner verbinden wollen, VNC arbeitet betriebssystemunabhängig. Mit den entsprechenden Komprimierungen funktioniert VNC sogar über eine Modem-Verbindung. Sie erfahren in diesem Artikel, welche Programme Sie für Linux und Windows benötigen, wie Sie VNC einrichten und wie Sie die entsprechenden Tools sinnvoll nutzen.

VNC wurde schon Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelt. Damals waren Desktop-Rechner meist nur Thin-Clients, die ohne Festplatte und ohne eigenes Betriebssystem arbeiteten. Diese Clients koppelten sich über das Netzwerk per VNC an einen zentralen Server an, der dem Benutzer dann Festplatte und Betriebssystem zur Verfügung stellte. Heute wird VNC hauptsächlich zur Fernwartung und zu Schulungszwecken verwendet, wenn der Administrator oder Dozent nicht vor Ort sein kann. Mit VNC können Sie sich beispielsweise auch von einem Internet-Café aus mit Ihrem laufenden Rechner zuhause verbinden und diesen nutzen, als säßen Sie direkt davor.

VNC arbeitet nach dem Server-Client-Prinzip. Der Rechner, dessen Desktop Sie über das Netzwerk nutzen wollen, fungiert dabei als Server, stellt also seinen Desktop zur Verfügung. Der Client, also der entfernte Rechner, fordert eine Verbindung an, die der Server-Rechner bestätigen muss. Nach erfolgter Verbindung erscheint dann auf dem Client-Rechner der Server-Desktop in einem eigenen Fenster.

Standardmäßig können Sie vom Client aus den Desktop des Servers sowohl per Maus als auch Tastatur steuern. Dabei wird der Server-Desktop vom Client aber nicht gekapert, der Anwender an dem Server-Rechner kann ebenfalls noch mit Maus und Tastatur eingreifen. So können Sie gemeinsam an einem Projekt arbeiten oder Probleme auf dem entfernten Rechner lösen. Alternativ stellen Sie, etwa zu Schulungszwecken, lediglich Ihren Server-Rechner ohne Eingabegeräte zur Verfügung, der Anwender am Client-PC kann dann lediglich zusehen, was Sie auf dem Server-Rechner machen.

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